Nach dem Start

Der Start von Siduction selbst geht recht flott vonstatten. Auf einem älteren Notebook, das als Testgerät diente, erschien der Login-Screen nach 28 Sekunden, von dort zum fertig aufgebauten Desktop dauerte es weitere 4 Sekunden. Auf einem Sandy-Bridge-PC mit Intel Core i7 2600K und SSD nahm – bei ausgeschaltetem Login-Manager – der Startvorgang bis zum fertigen Desktop lediglich 11 Sekunden in Anspruch.

Auf dem Desktop befinden sich neben einem Panel noch drei Icons sowie eine Analog-Uhr. Die drei Icons verlinken das Siduction-Handbuch, den Installer und den IRC-Kanal #siduction-de. Im Panel gibt es am linken Rand neben dem Startmenü noch Startknöpfe für den Browser QupZilla (Abbildung 1), Qterminal und den Texteditor JuffEd hinterlegt. Am rechten Rand beherbergt das Panel einen Ausschalter, zwei Symbole für virtuelle Desktops, das Clipboard Qlipper, den Tastatur-Layout-Umschalter sowie Screengrab für Screenshots. Insgesamt erscheint der Desktop sehr aufgeräumt.

Abbildung 1: QupZilla und Kvirc laden ins Internet ein.

Im Startmenü findet sich unter Einstellungen | Razor-qt Settings das Razor Konfigurations Center, das – angelehnt an die System-Settings von KDE SC 4 – alle wichtigen Einstellungen beherbergt (Abbildung 2). Auch Openbox selbst konfigurieren Sie dort. Autosuspend per Menü oder durch Schließen des Notebook-Deckels funktionierten ebenso wie der Mount-Button ohne weitere Nacharbeit sofort.

Abbildung 2: Das Razor Konfigurations Center fasst alle Einstellungen übersichtlich zusammen.

Insgesamt erfordert Razor-qt nicht viel Eingewöhnung, sobald man sich einmal mit den vorinstallierten Qt-Apps vertraut gemacht hat. Herausragend präsentieren sich in jedem Fall der Browser QupZilla und das Brennprogramm Silicon Empire (Abbildung 3). Angenehm benutzen lässt sich auch Qterminal, da es neben dem normalen Fenstermodus einen Dropdown-Mode á la Yakuake bietet.

Abbildung 3: Mit Silicon brennen, während Qmmp den Soundtrack liefert.

Was kann Razor-qt?

Razor-qt besteht derzeit aus den Hauptmodulen Panel, Desktop, Programmstarter, Einstellungszentrum und Sitzungsverwaltung. Neu in der derzeit aktuellen Version 0.4.1 sind ein PolicyKit-Modul zur Rechteverwaltung, ein Powermanagement- sowie ein Auto-Suspend-Modul. Als Fenstermanager dient bei Siduction der von Razor-qt standardmäßig gestartete Openbox.

Alternativ können Sie den Qt4-basierten Window-Manager Eggwm [7] sowie Metacity oder Sawfish einsetzen. Theoretisch kooperiert auch der KDE-Window-Manager KWin mit Razor-qt, dessen Einsatz aber wegen der umfangreichen Abhängigkeiten zu den Kdelibs und Plasma jedoch nur wenig Sinn macht. Das könnte sich ändern, sobald KWin einmal auf Qt5 und KDE Frameworks 5 aufbaut: Durch die weitere Aufsplittung von Funktionalitäten bei KDE SC 5 würde es dann möglich, ein KWin ohne Kdelibs- und Plasma-Funktionalität zu bauen.

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Kommentare
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Alex D aus F (unangemeldet), Dienstag, 07. August 2012 17:54:37
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Leider findet der Kernel etwas nicht und Live CD bleibt stehen. Die CD sind doch sonst immer gut gelaufen. Was ist los?

Alex


Bewertung: 72 Punkte bei 5 Stimmen.
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Siduction 64bit Live: Snow Crash beim Start
Jens Felderhoff (unangemeldet), Dienstag, 24. Juli 2012 07:48:47
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Beim Booten der Live-Version von Siduction 12.1 bekomme ich einen Snow Crash. Auch Strg-Alt-F1 bringt keine Textkonsole zurück - es hilft nur Neustart in die Distro-Auswahl. Dasselbe passiert auch bei Siduction 32bit. Mein Rechner: Lenovo T400.

Diesen Beitrag schreibe ich übrigens unter Sabayon 9 Live von der selben DVD - keine Probleme damit.


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Typo
Ferdinand Thommes, Dienstag, 17. Juli 2012 13:54:49
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Bitte korregieren:
Seite 3: Fazit
Das vielversprechendes junges Projekt...
Danke


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