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Neues rund um Linux

19.07.2012

Remotebox 1.3 hält Verbindung

Remotebox, eine Verwaltungsoberfläche für Virtualbox auf dem lokalen und auf entfernten Rechnern, liegt jetzt in Version 1.3 vor. Das in Perl und GTK umgesetzte Remotebox (http://remotebox.knobgoblin.org.uk) verwaltet lokale oder entfernte Virtualbox-Instanzen. Dabei erfolgt die Verbindung mit der Anzeige des Gastsystems via RDP. Die Anwendung kann Gäste erstellen, konfigurieren, starten, stoppen und pausieren. Das neue Release verwendet einen Heartbeat, der für das Weiterbestehen der Netzwerkverbindungen sorgt. Daneben gibt es weitere Verbesserungen beim Connection Handling. USB-Geräte lassen sich jetzt während des Betriebs an den Gast anschließen oder entfernen. Außerdem verbesserten die Entwickler die Reaktionsfreudigkeit der Oberfläche. Weitere Neuerungen finden sich in der Ankündigung des Projekts. Remotebox 1.3 steht unter GPL als Quelltext-Tarball zum Download bereit. (mhu)

Owncloud 4.0.4 mit zahlreichen Bugfixes und Versionierung

Mit Owncloud 4.0.4 liegt jetzt eine umfassend fehlerbereinigte Version der vierten Inkarnation der freien Server-Software vor (http://owncloud.org). Die Entwickler betrachteten das Release als stabil genug, um es auch in der Business-Variante zu veröffentlichen. Damit dürfen auch viele der Schwachstellen ausgeräumt sein, die unser ausführlicher Test in der letzten Ausgabe (http://www.linux-community.de/25950) zutage förderte. Wie Owncloud-Entwickler Frank Karlitschek mit einem Augenzwinker in seinem Blog (http://blog.karlitschek.de) kommentierte, sei Owncloud 4.0 wohl der KDE-Tradition gefolgt und wie KDE 4.0 nicht eben das Release mit dem gründlichsten Feinschliff gewesen. Owncloud 4.0.4 bietet eine verbesserte LDAP-Integration, eine umfassende Versionskontrolle samt der Möglichkeit zu Rollbacks sowie Theming zur optischen Anpassung an die eigenen Wünsche. Ein neues API soll es Entwicklern ermöglichen, eigene Anwendungen zu Owncloud zu programmieren. Parallel zu Owncloud 4.0.4 beginnt auch der Betatest für Version 1.1 einer App für Android-Systeme. (uba/jlu)

Das Bugfix-Release Owncloud 4.0.4 behebt zahlreiche Fehler und bringt interessante Neuerungen mit. (Bild: Frank Karlitschek)

Pfiffiger Mini-Rechner mit vorinstalliertem Linux Mint

Unter der Bezeichnung Mintbox vertreibt der israelische Hersteller Compulab ab sofort eine Version seines bekannten Fit-PC 3 mit vorinstalliertem Linux Mint 13 "Maya", einer auf Ubuntu 12.04 basierenden LTS-Version mit fünf Jahren Support und Cinnamon-Desktop (http://tinyurl.com/lu0812-mintbox). Die zwei erhältlichen Varianten Mintbox Basic und Mintbox Pro unterscheiden sich zum einen durch die Ausführung des Metallgehäuses: Die Pro-Ausführung steckt in einem zur Wärmeableitung gerippten Gehäuse statt in einem glatten Case wie die Basic. Zum anderen bringt die Pro-Version ein deutlich stärkeres CPU/GPU-SoC (AMD G-T56N, 18W vs. G-T40N, 9W) und 8 statt 4 GByte RAM mit. Beide Varianten verfügen über eine 250-GByte-SATA-Festplatte, Gigabit-Ethernet, 802.11b/g/n-WLAN sowie je zwei USB3- und USB2-Ports. Die weiteren Anschlüsse umfassen je 2 Mini-PCIe- und eSATA-Buchsen sowie einen mSATA und einen seriellen Port. Zur Grafikausgabe gibt es zwei HDMI-Ausgänge und einen Displayport, für Audio sorgen Digital-7.1-S/PDIF and Analog-2.0-Audio. Die Mintbox mit einer Standfläche etwa in der Größe eines CD-Cases verzichtet auf einen Lüfter und lässt sich daher fast lautlos betreiben. Laut Mint-Chefentwickler Clement Lefebvre beherrschen beiede Mintbox-Varianten die ruckelfreie Wiedergabe von Videos bis 1080p (http://blog.linuxmint.com/?p=2055). Die Mintbox Basic kostet 476 US-Dollar, die Pro-Version 549 Dollar. Hinzu kommen für deutsche Kunden 55 Dollar Versandgebühren sowie Steuer und Zoll. (jlu)

Anschlusswunder mit Mint 13: Die Mintbox von Compulab. (Bild: Linuxmint.com)

US-Navy steuert Kampfdrohnen künftig mit Linux

Für knapp 28 Millionen Dollar rüstet die US-Marine die Kontrollsoftware für die nächste Generation ihrer schiffsgestützten Drohnen von Windows auf Linux um (http://tinyurl.com/lu0812-register). Dem Vernehmen nach hängt die Umrüstung nicht zuletzt mit den Schwierigkeiten durch Schadsoftware zusammen, welche die US-Luftwaffe bei den Steuerungssystemen ihrer Drohnenflotte hatte (http://tinyurl.com/lu0812-wired). So manchem Linux-Protagonisten stößt diese Maßnahme sauer auf: Im Gegensatz zum rein für Aufklärungszwecke ausgelegten Vorgänger Northrop-Grumman RQ-8A handelt es sich bei den künftig via Linux gesteuerten 168 MQ-8B-UAVs um eine bewaffnete Version, die an zwei Stummelflügeln lasergelenkte Waffen wie die Panzerabwehrrakete AGM-114 Hellfire, die Gleitbombe GBU-44/B Viper Strike oder das "Advanced Precision Kill Weapon System" APKWS auf Basis von 70-mm-FFAR-Raketen mitführen kann (http://tinyurl.com/lu0812-firescout). Dass Linux jetzt zum ferngesteuerten Töten von Menschen dienen soll, treibt Viele auf die verbalen Barrikaden. Wie allerdings zahlreiche Kommentatoren anmerkten, gibt die GPL keine Handhabe gegen solche Verwendungen freier Software her: Schon die "Freiheit Null" schreibt vor, dass eine Anwender freie Software für beliebige Zwecke ausführen können muss. (jlu)

Killerdrohne mit Linux-Steuerung: MQ-8B der US-Navy. (Bild: Northrop Grumman)

Grub2 ist final

Mit einem neuen Theme für das Menü, Treiberupdates und vielen Verbesserungen hat sich der Grand Unified Bootloader 2 aus der Beta-Phase verabschiedet und gilt jetzt als final. Entwickler Wladimir Serbinenko schreibt in der Ankündigung (http://tinyurl.com/lu0812-grub2), dass nicht nur das offizielle Gfxmenu-Theme namens "Starfield" Premiere feiere, sondern auch Ports des Bootloaders für Itanium- und SGI-Mips-Systeme. Zu den weiteren Neuerungen zählen diverse Treiber-Updates und Neuaufnahmen, etwa für EHCI. (uba)

Linux-Essentials-Programm startet

Das Linux Professional Institut (LPI) hat den offiziellen Startschuss für sein Linux-Essentials-Programm rund um Linux und Open Source gegeben, das sich an Neueinsteiger und Jugendliche richtet. Die Prüfung ist ab sofort an diversen Events im Angebot, etwa bei der Campus-Party Berlin am 21. August und bei der FrOSCon in St. Augustin am 25. August. Neben diesen Prüfungen sind auch internetbasierte Tests geplant. Das Essentials-Programm (http://tinyurl.com/lu0812-lpi) enthält unter anderem Themengebiete wie Linux-Community und berufliche Laufbahn im Bereich Open Source, gängige Betriebssysteme und wichtige Open-Source-Anwendungen, Lizenzen, Grundlagen der Linux-Kommandozeile oder Dateien und Skripte. (uba)

Red Hat mit starkem ersten Quartal

Red Hat hat im ersten Quartal des Geschäftsjahrs 2013 – das Unternehmen beginnt es traditionell im März des Vorjahrs – mit einem Umsatz von rund 315 Millionen US-Dollar gegenüber dem Vorjahresquartal eine Steigerung von 19 Prozent geschafft. Das Kerngeschäft mit Subskriptionen für die Produkte trug dabei rund 273 Millionen Dollar bei. Der Gewinn betrug 37,5 Millionen, gegenüber den 32,5 Millionen im Vorjahresquartal. Red Hat sieht sich mit dem Quartalsverlauf in seiner Position bestätigt. (uba)

Kurz notiert

Statt am 11. Juli soll OpenSuse 12.2 jetzt erst Mitte September 2012 erscheinen: Noch gibt es zu viele kaputte Pakete. Man müsse den Release-Prozess überdenken und eventuell nur noch einmal jährlich veröffentlichen, meint Release-Manager Stephan Kulow (http://tinyurl.com/lu0812-opensuse).

Anfang Juli haben die Entwickler für Debian 7.0 "Wheezy" planmäßig den Freeze eingeleitet (http://tinyurl.com/lu0812-wheezy). Damit fließen ab sofort nur noch Release-relevante Änderung wie etwa wichtige Bugfixes in die Software ein.

Die Linux Foundation (http://www.linuxfoundation.org) bekommt mit Samsung Electronics ein siebtes sogenanntes Platinum-Mitglied. Diese Sponsoren zahlen einen jährlichen Beitrag von je 500 000 US-Dollar und bekommen einen Sitz im Board of Directors der Stiftung.

Rund 100 neue Netzwerkprotokolle beherrscht Wireshark 1.8.0 und kann daneben erstmals den Netzwerkverkehr mehrerer Schnittstellen gleichzeitig aufzeichnen (http://www.wireshark.org). Als Speicherformat dient nun Pcap-ng, die ältere Pcap-Notation unterstützt die neue Version aber weiter.

Das von Palm zu HP gewanderte mobile Betriebssystem WebOS macht mit einer Community-Edition einen weiteren Schritt Richtung Open Source (http://webos-ports.org). Gepflegt wird der Code von WebOS Internals, einem kleinen Entwicklerteam. Bis zum Herbst soll es dann ein Open-WebOS-1.0-Release geben.

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