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Interessante Tool für HTML5-Entwickler

Sproutcore

Ein weiteres sehr populäres Open-Source-HTML5-Framework für Web-Anwendungen ist Sproutcore [15]. Mithilfe des freien HTML5-Frameworks entwickeln Sie Web-Anwendungen, die im Zusammenspiel mit einem modernen HTML5-fähigen Browser problemlos mit Desktop-Applikationen konkurrieren können, ohne dass der Nutzer irgendwelche Plugins installiert muss.

Sproutcore stammt von der Firma Strobe Inc. [16], die von dem ehemaligen Apple-Mitarbeiter Charles Jolley gegründet wurde. Seit 2011 steht das Framework unter einer Open-Source-Lizenz (MIT License). Das Framework entstand ursprünglich als Fundament für Apples MobileMe-Dienst und ist unter Entwicklern wegen seiner Robustheit und Schnelligkeit beliebt. Außerdem skaliert das System gut.

Technisch unterscheidet sich das Framework dadurch von anderen Lösungen, dass Sproutcore die gesamte Business-Logik in Javascript umsetzt und daher vollständig auf Client-Seite implementiert wird, womit sich die Reaktionszeiten von Web-Anwendungen deutlich verringern lassen, weil sich der Datenaustausch zwischen Browser und Server auf ein Minimum reduziert. Sproutcore selbst ist allerdings in Ruby implementiert, womit Sie als Entwickler einer Web-Oberfläche aber nichts zu tun haben: Sie entwickeln mit Sproutcore, wie mit jeder anderen Web-Plattform auch, Programme in HTML5, Javascript und CSS3.

Um Sproutcore in der Version 1.9.2 unter Linux zu nutzen, brauchen Sie Ruby 1.9.2, jedoch bringen die meisten aktuellen Distributionen lediglich Ruby 1.8.2 mit. Erfreulicherweise besitzt Ruby mit Gems ein eigenes Paket-Management, das Ihnen ermöglicht, mehrere Versionen eines Programms oder einer Bibliothek kontrolliert zu installieren und wieder zu entfernen. Außerdem können Sie mit Hilfe des Ruby-Version-Managers RVM mehrere Ruby-Implementierungen und Gems-Versionen parallel nutzen. Sie checken RVM wahlweise direkt von Github auschecken oder nutzen den rvm-installer (Listing 1, Zeilen 1 bis 3).

Listing 1

$ curl -s https://rvm.beginrescueend.com/install/rvm -o rvm-installer
$ chmod +x rvm-installer
$ ./rvm-installer --version latest
$ rvm install ruby-1.9.2
$ rvm use 1.9.2
$ rvm --default use 1.9.2

Anschließend empfiehlt es sich, die PATH-Variable des Systems mit Ruby erweitern, wozu Sie die Datei ~/.bash_profile um folgende Zeile ergänzen:

[[ -s "$HOME/.rvm/scripts/rvm" ]] && source "$HOME/.rvm/scripts/rvm

Jetzt ist es problemlos möglich, die Ruby-Version 1.9.2 via RVM zu installieren (Listing 1, Zeilen 4 bis 6)

Ubuntu-Nutzer können mit relativ wenig Aufwand auch Sproutcore 1.8.2 ausprobieren, indem sie einfach die Pakete ruby-rvm und (falls noch nicht geschehen) build-essential installieren. Das Installieren von Sproutcore 1.8.2 erfolgt dann ganz einfach mit gem install sproutcore.

Der mit sproutcore server zu startende Sproutcore-Server nutzt per Default Port 4020. Eine ausführlicher "Getting-Started-Guide" [17] gibt darüber Auskunft, wie Sie ein erstes Projekt anlegen.

Abbildung 6

Abbildung 6: Mit RVM und Gems lassen sich mehrere Ruby-Versionen parallel installieren und nutzen.

Sencha Touch

Eines der bekanntesten Frameworks zum Erstellen plattformübergreifender Anwendungen für Smartphones ist das vollständig auf HTML5 und CSS3 basierende Sencha Touch [18]. Sencha Touch zeichnet sich – wie der Name schon nahe legt – durch eine sehr komfortable Verwaltung von Touch-Ereignissen aus und bringt eine umfassende UI-Bibliothek mit. Zur grafischen Gestaltung von Benutzeroberflächen nutzt es ausschließlich CSS3-Transitions und verzichtet (abgesehen von Icons) ganz auf Bilder. Darüber hinaus nutzt auch Sencha Touch eine große Anzahl an HTML5-Funktionen.

Sencha Touch unterstützt offiziell die Mobilplattformen Android, iOS und Blackberry 6, soll aber laut Hersteller Sencha Inc. auf jedem mobilen Browser funktionieren, der HTML5-Features unterstützt. Die aktuelle Version 2.0.2.2 der "Free Commercial Version" steht unter [19] zum kostenlosen Download zur Verfügung.

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