Große Kleinigkeiten

Gimp 2.8 verändert das Verhalten im Bezug auf das Speichern der Dateien. Öffnen Sie ein beliebiges Bild in einem der unterstützten Formate und nehmen Sie daran Änderungen vor, legt die Anwendung dieses Bild grundsätzlich im eigenen Dateiformat XCF ab, sobald Sie die Funktion zum Speichern aufrufen.

Öffnen Sie etwa ein JPEG-Bild, beseitigen darin "rote Augen" und möchten das Bild wieder im gleichen Format speichern, um es als Foto-Ausdruck zu bestellen, müssen Sie den Befehl Exportieren verwenden (Abbildung 4). Dafür entfällt der Umweg über den Dialog, der in der Vergangenheit erschien, wenn Sie versuchten, eine Bilddatei mit Ebenen im Format JPEG zu speichern.

Abbildung 4: Grundsätzlich speichert Gimp 2.8 Bilder, die Sie damit bearbeitet haben, in seinem eigenen Standard-Format XCF. Andere Formate erreichen Sie über den Befehl Exportieren.

Eine neue Möglichkeit finden Sie in einer Vielzahl von Größen-Dialogen: Diese beherrschen nun relative Änderungen an den Werten (Abbildung 5). Möchten Sie beispielsweise ein Bild skalieren, können Sie dazu jetzt den Wert 50% in das Eingabefeld des Dialogs eintragen, und Gimp setzt dies korrekt um.

Abbildung 5: In einigen Dialogen, in denen Sie Größen bestimmen, haben Sie nun die Möglichkeit, relative Angaben, wie etwa 50% oder +50 px zu verwenden.

In den Vorversionen mussten Sie noch vorab die Maßeinheit Prozent auswählen, um anschließend Werte einzutragen. Zudem versteht der neue Gimp auch andere Maßeinheiten, wie etwa Pixel oder (Zenti-)Meter. Selbst Berechnungen beziehungsweise Kombinationen akzeptiert das Programm, wie etwa die Angaben 75% + 20 px oder 4 * 9,3 cm.

Werkzeughilfen

Grafiktabletts gehören bei Bildbearbeitern zu den am meisten genutzten Werkzeugen. Häufig kommen dabei Geräte des Herstellers Wacom zum Einsatz. Für die Unterstützung der speziellen Artpen- und Airbrush-Eingabegeräte haben die Gimp-Entwickler viel Arbeit investiert. Die neue Version unterstützt nun das Airbrush-Rad sowie die Rotation des Artpen.

Außerdem kam ein neues Widget hinzu, das die Einstellungen für Stifte vereinfacht. Es kombiniert verschiedene Mechanismen, die bei vielen Einstellungen für Werkzeugen und Pinseln zum Einsatz kommen: einen Schieberegler, Labels und ein Feld für die direkte Eingabe von Werten.

Die dynamischen Funktionen von Pinseln wurden in Gimp 2.8 erheblich erweitert: Nahezu allen Eigenschaften eines Pinsels können Sie ab sofort Reaktionskurven zuordnen. Dazu entwarfen die Entwickler das System zum Speichern der Eigenschaften des Pinsels komplett neu und trennten dabei die dynamischen Eigenschaften weitgehend von den restlichen Einstellungen. Alle Settings landen nun grundsätzlich in separaten Dateien, was ganz neue Ordnungssysteme erlaubt.

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