Systemverwaltung

Für alle Verwaltungsaufgaben steht das von Mandriva entwickelte Kontrollzentrum mit seinen einzelnen Tools bereit. Alle diese Werkzeuge haben die Entwickler noch einmal verbessert.

Als zentraler Punkt erweist sich das Softwaremanagement (Abbildung 4). Hier durchsuchen Sie nach dem Einrichten der Quellen das gesamte Angebot der Distribution und installieren oder entfernen das gewünschte Paket. Zum Einrichten und der Konfiguration unfreier Treiber nach einer Installation von der freien DVD sowie zum Einrichten neuer Hardware-Komponenten steht der Bereich Hardware bereit.

Abbildung 4: Das Software-Management im Mageia-Kontrollzentrum.

Die Einrichten des proprietären Treibers für die Nvidia-Grafik im Test-PC ließ sich mit wenigen Mausklicks erledigen. Ebenso einfach gelang das Einbinden des Multifunktionsdruckers über das entsprechende Werkzeug im Mageia-Kontrollzentrum. Aber auch anspruchsvollere Aufgaben, wie das Einrichten von Samba, NFS oder einer USV, bewältigen Sie leicht über das Kontrollzentrum.

Auch unterhalb der Oberfläche bietet Mageia 2 einige Aktualisierungen und Änderungen. Die Bedeutendste macht dabei der Wechsel von Sysvinit zu Systemd aus. Damit geht eine grundlegende Änderung beim Starten von Diensten einher, wobei Mageia sich in die Reihe der Distributionen begibt, die diesen Wechsel bereits hinter sich haben.

Als Virtualisierungssoftware dient Virtualbox 4.1.12. Im Test kam als Gastsystem Windows XP mit USB-Unterstützung und Netzzugang zum Einsatz. Der Webserver Apache liegt in der Version 2.2.22 vor, PHP als 5.3.13. Im Paketmanagement blieb Mageia 2 bei der RPM-Linie und bringt die Version 4.9.1.3 mit.

Webseiten, Support

Sowohl der Mageia-Webseite als auch den zeitnahen und beinahe vollständigen Übersetzungen sieht man das große Engagement der Community an. Das Portal und die vielen Seiten mit Informationen bieten eine aktuelle Übersicht und ermöglichen beispielsweise über das Blog [6] eine kontinuierliche Kommunikation der aktuellen Entwicklung von und bei Mageia.

Das Mageia-Wiki ist in vielen Teilen bereits eingerichtet, braucht aber noch Zeit. So fehlt etwa eine offizielle Dokumentation. Die deutschsprachigen Benutzer finden eine sehr aktive und hilfsbereite Community im deutschsprachigen Forum [7], in dem viele ehemalige Mandriva-Benutzer sowie auch führende Köpfe von Mageia sowie Mitglieder einiger Teams Hilfe leisten und die Community informieren. Darüber hinaus plant die Mageia-Community, bei vielen Veranstaltungen mit einem Informationsstand dabei zu sein.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 4 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Mandriva-Fork Mageia in Version 2
    Mageia hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Im Mai erschien Version 2 der Distribution, und wir haben sie getestet.
  • Das erste Release des Community-Mandriva-Forks
    Sei dem 1. Juni liegt das mit Spannung erwartete Mageia 1 weltweit auf den Servern. Der von der Community vorangetriebene Mandriva-Fork präsentiert sich als stabiles System mit ansprechendem, schnörkellosen Design.
  • Mandriva-Fork: Mageia 1 "Couldron"
    Mageia ist eine neue Linux-Distribution, die sich für den Desktop-Einsatz und auch für Linux-Einsteiger empfiehlt. Da sie ein Fork von Mandriva ist, musste das Entwickler-Team aber nicht bei Null anfangen. Wir werfen einen Blick auf Mageia 1.
  • Kurzvorstellung Mageia 4
    Mageia 4 verbessert den Installationsablauf und erweitert das Software-Angebot der Distribution.
  • OpenMandriva 2013 und Mageia 4 im Vergleich
    Nachdem Mandriva Linux über einige Jahre fast ganz von der Bildfläche verschwunden war, bewerben sich nun mit Mageia 4 und OpenMandriva Lx 2013 zwei interessante Linux-Distributionen um die Nachfolgerrolle. Mit grafischen Konfigurationswerkzeugen und traditionellem Fokus auf den Desktopeinsatz sprechen beide auch Einsteiger an.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 06/2017: System im Griff

Digitale Ausgabe: Preis € 5,95
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxUser erscheint monatlich und kostet 5,95 Euro (mit DVD 8,50 Euro). Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 86,70 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop. Im Probeabo erhalten Sie zudem drei Ausgaben zum reduzierten Preis.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!

Aktuelle Fragen

Knoppix-Live-CD (8.0 LU-Edition) im Uefiboot?
Thomas Weiss, 26.04.2017 20:38, 2 Antworten
Hallo, Da mein Rechner unter Windows 8.1/64Bit ein Soundproblem hat und ich abklären wollte, o...
Grub2 reparieren
Brain Stuff, 26.04.2017 02:04, 5 Antworten
Ein Windows Update hat mir Grub zerschossen ... der Computer startet nicht mehr mit Grub, sondern...
Linux open suse 2,8
Wolfgang Gerhard Zeidler, 18.04.2017 09:17, 2 Antworten
Hallo.bitte um Hilfe bei. Code fuer den Rescue-login open suse2.8 Mfg Yvo
grep und sed , gleicher Regulärer Ausdruck , sed mit falschem Ergebnis.
Josef Federl, 15.04.2017 00:23, 1 Antworten
Daten: dlfkjgkldgjldfgl55.55klsdjfl jfjfjfj8.22fdgddfg {"id":"1","name":"Phase L1","unit":"A",...
IP Cams aufzeichnen?
Bibliothek der Technischen Hochschule Mittelhessen / Giessen, 07.04.2017 09:25, 7 Antworten
Hallo, da nun des öfteren bei uns in der Nachbarschaft eingebrochen wird, würde ich gern mein...