Dagri verwaltet Daten in einer Gitterstruktur
Das Tcl/Tk-basierte Tool Dagri unterstützt Sie beim Erfassen und Verwalten von Informationen in Tabellen. Zwar wirkt das Tool auf den ersten Blick wie eine klassische Tabellenkalkulation, es fehlen jedoch zahlreiche Funktionen, die moderne Tabellenkalkulationen ausmachen. Die Entwickler selbst betrachten ihr Werk mehr als sogenannte Data-Grid-Applikation. Das kompakte Dagri benötigt außer den Tcl/Tk-Bibliotheken lediglich noch eine SQLite3-Datenbank als Voraussetzung. Nach dem Start öffnet sich eine übersichtliche Arbeitsoberfläche, die lediglich ein Gitter mit einem leeren Überschriftfeld und einem leeren Datenfeld enthält. Sie füllen diese mit Informationen Ihrer Wahl und ergänzen das Gitter gegebenenfalls um weitere Spalten oder Zeilen mit leeren Feldern. Die Spaltenbreite hält Dagri auf Wunsch dynamisch. Damit Sie die Gitterstruktur nicht jedes mal von Hand gestalten müssen, bietet Dagri 150 vordefinierte Gitterstrukturen, die sich nach Belieben in einem Dokument kombinieren lassen. Das Format des Feldinhalte oder die Umrandung lassen sich hingegen nicht anpassen. Für kleinere Berechnungen stehen einfache Summenfunktionen zum Addieren von Spalten oder Zeilen zur Verfügung, komplexere Berechnungen beherrscht Dagri nicht. Die erfassten Informationen speichern Sie entweder im Dagri- eigenen DAG-Format – einer schlichten SQLite3-Datei – oder exportieren sie zur Weiterverarbeitung ins HTML-, XML- oder CSV-Format.
Wertung
Dagri erlaubt es, mit wenig Aufwand Daten in einer tabellarischen Gitterstruktur zu speichern, und eignet sich damit ideal für das schnelle Erfassen einfacher Datenstrukturen.
Komfortable Oberfläche für das Dar-Backup
Gibt die Festplatte den Geist auf oder formatieren Sie versehentlich die falsche Partition, stellt eine aktuelle Datensicherung möglicherweise die letzte Rettung dar. Tools wie das kommandozeilenbasierte Dar gehen beim Backup ideal zur Hand. Dabei erleichtert die grafische Oberfläche Dargui besonders Einsteigern den Umgang mit Dar: Sie bildet alle wichtigen Funktionen des Backup-Tools ab. Sie haben die Möglichkeit, eine komplette oder differenzielle Sicherung vorzunehmen, über Filter einzelne Dateien oder Verzeichnisse auszuklammern, das Backup auf mehrere Datenträger zu verteilen oder zu verschlüsseln. Auch die Kompression mit Gzip oder Bzip2 ist möglich. Um ein Profil für eine neue Sicherung anzulegen, klicken Sie im Pulldown-Menü Datei auf New. Dargui öffnet daraufhin ein Formularfenster, in dem Sie alle Einstellungen vornehmen. Die einzelnen Optionen wie Filter oder Kompression erreichen Sie dabei über verschiedene Reiter. Archive enthält alle grundlegenden Informationen für eine Sicherung. Hier legen Sie einen Profilnamen fest, den Dargui auf Wunsch mit einem Zeitstempel versieht. Weitere wichtige Angaben sind das zu sichernde Verzeichnis und das Sicherungsziel. Möchten Sie die Batch-Datei, die Dar während der Sicherung erzeugt, behalten, müssen Sie einen alternativen Speicherort angeben. Anderenfalls geht die Datei verloren. Für differenzielle Backups gilt es außerdem eine Referenzsicherung anzugeben. Über die Reiter Directory und Files schließen Sie einzelne Verzeichnisse und Dateien aus der Sicherung aus oder darin ein. Der nächste Reiter, Compression enthält Optionen zum Einstellen der Datenkompression. Im Reiter Options aktivieren Sie die Verschlüsselung, legen fest, auf wie viele Speichermedien Dar die Sicherung aufteilen soll, oder starten einen Testlauf. Soll Dar das erstellte Sicherungsprofil regelmäßig ausführen, legen Sie im Reiter Scheduling dafür einen Plan fest, den Dar dann an Cron weiterreicht. Dargui prüft auf Wunsch auch die Integrität des Archivs oder vergleicht den Archivinhalt mit dem aktuellen Dateisystem. Selbstverständlich lassen sich die erstellten Sicherungen auch mit Dargui wieder einspielen.
Wertung
Wer sich für Dar als Sicherungsprogramm entschieden hat, erhält mit Dargui eine komfortable Bedienoberfläche, die besonders Einsteigern und gelegentlichen Anwendern die Arbeit erleichtert.
Gnac konvertiert Audio-Dateien im großen Stil
Gnac konvertiert in einem Rutsch eine größere Anzahl von Audio-Dateien von einem Format ins andere. Das Programm kommt mit einer übersichtlichen Gtk-basierten Oberfläche, in der Sie die zu konvertierenden Dateien bequem via Drag & Drop zusammenziehen. Da Gnac auf die Gstreamer-Bibliotheken zurückgreift, kann es alle von Gstreamer unterstützten Formate konvertieren. Als Zielformate kennt es jedoch nur AAC, APX, Flac, MP3, Ogg und WAV. Jedes Zielformat besitzt ein Konvertierungsprofil, in dem Sie die Bitrate anpassen oder zwischen Mono- und Stereo-Wiedergabe wechseln. Gnac enthält für alle unterstützten Audio-Formate eine individuelle Standardkonfiguration. Sie können diese jedoch nach eigenem Gusto anpassen und dann speichern. Sämtliche Profile legt das Programm als XML-Datei im Verzeichnis ~/.gnac ab. Während sich Anpassungen im Konvertierungsprofil nur auf das jeweilige Zielformat auswirken, erlaubt das Einstellungsmenü formatübergreifende Einstellungen. Hierzu zählt beispielsweise das Benennen der neuen Audio-Datei: Gnac behält wahlweise den ursprünglichen Namen bei oder erzeugt – basierend auf den Metadaten des Quellarchivs – einen neuen. Dabei bereinigt das Programm auf Wunsch alle Umlaute und Sonderzeichen und entfernt das Original nach erfolgter Konvertierung. Da Gnac als reines Frontend keine eigenen Codecs besitzt, erfolgt das eigentliche Konvertieren mithilfe externer Tools wie Lame oder Oggenc, die dazu im System vorhanden sein müssen.
Wertung
Mithilfe von Gnac konvertieren Sie bequem große Audio-Archive von einem Format ins andere.
Tunnelmanager hält SSH-Tunnel im Auge
Die meisten Anwender greifen beim Aufbau einer sicheren Verbindung zwischen zwei Rechnern zu OpenSSH: Schließlich ermöglicht das flexibel einsetzbare Tool auch das Tunneln der weiteren Kommunikation über die bestehende Verbindung. Das Python-Tool Tunnelmanager geht Ihnen beim Verwalten der getunnelten Verbindungen zur Hand. Die grafische Oberfläche für OpenSSH vereinfacht das Anlegen und Aktivieren von Port-Weiterleitungen. Bei Tunnelmanager handelt es sich um eine Programmsammlung, die aus mehreren Tools besteht. Neben dem Tunnelmanager umfasst sie die Tools Tunnelmanager_cli und Tunnelrunner. Bei Tunnelmanager_cli handelt es sich um das Kommandozeilenderivat von Tunnelmanager. Tunnelrunner dient dem Einsatz von Tunnelmanager mit SSH-v1-Servern, die den Aufbau von SSH-Verbindungen ohne Befehlsübergabe nicht unterstützen – aus Sicherheitsgründen keine gute Idee. Der grafische Tunnelmanager erscheint nach dem Start als unscheinbares Symbol in der Symbolleiste der Benutzeroberfläche. Beim Rechtsklick auf das Symbol erscheint eine Liste aller konfigurierten Verbindungen. Durch einfaches Anklicken lassen sich diese Verbindungen aktivieren und deaktivieren. Ein Doppelklick auf das Tunnelmanager-Symbol öffnet das Managementfenster. Hier geben Sie neue Verbindungen an und verwalten bestehende. Jede Verbindung zu einem Rechner erhält bei der Konfiguration einen eindeutigen Namen, über den sie sich später aktivieren lässt. Hier geben Sie Adresse und Benutzerkennung auf dem Remote-System an und richten Port-Weiterleitungen ein. Dabei haben Sie die Wahl zwischen den Verbindungsarten lokal, remote und dynamisch. Darüber hinaus gilt es Adresse und Port von Quell- und Zielsystem anzugeben. Für jede Verbindung dürfen Sie beliebig viele Weiterleitungen definieren.
Wertung
Der intuitiv bedienbare Tunnelmanager ist ein praktisches Tool für alle, die SSH-Weiterleitungen einsetzen. Das Tool integriert sich nahtlos in die Benutzeroberfläche.








