Fazit

Im Lichte der Neuerungen kann man ein Upgrade von Ubuntu 11.10 auf 12.04 ohne Weiteres empfehlen. Wer mit Unity nicht zurecht kommt, der schaut sich am besten einmal den LXDE-Desktop an (lubuntu-desktop).

Im Profibereich setzt Canonical klar auf die Cloud und das automatisierte Ausliefern von Diensten und Images. Auch Design und Marketing von Ubuntu hat Canonical inzwischen gut im Griff. Das Buffet ist also eröffnet, nun bleibt abzuwarten, ob die Anwender – vor allem zahlende Kunden – auch tatsächlich in Scharen kommen, damit Mark Shuttleworth sein ehrgeiziges Ziel von 200 Millionen Ubuntu-Nutzern bis 2015 erreicht.

Einen Strich durch die Rechnung könnte Unity machen: Zwar testet Ubuntu hier Innovationen, die den Zeichen der Zeit folgen (Android, Windows 8) und hält Desktop-Alternativen in der Hinterhand, dennoch stellt der Schritt eine riskante Strategie dar. Da sich nicht wenige traditionelle Ubuntu-Nutzer nach Alternativen umsehen, muss die Distribution zwangsläufig neue Nutzergruppen gewinnen. Die Pläne dafür hat Canonical mit Ubuntu TV und Ubuntu for Android bereits in der Tasche.

Glossar

PAE

Physical Adress Extension. Durch diese Erweiterung der Paging-Einheit lässt sich auf 32-Bit-CPUs ab dem Intel Pentium Pro / AMD Athlon mehr als 4 GByte (232 Byte) physischer Arbeitsspeicher ansprechen.

Infos

[1] MyUnity: Florian Effenberger, "Pimp my Unity", LU 06/2012, S. 55, http://www.linux-community.de/25450

[2] PPA für XBMC Eden und TVheadend: https://launchpad.net/~alexandr-surkov/+archive/xbmc-pvr

[3] DNS-Änderungen: http://www.stgraber.org/2012/02/24/dns-in-ubuntu-12-04/

[4] Metal as a Service: https://wiki.ubuntu.com/ServerTeam/MAAS

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