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IT-Security-Distribution DEFT

Grafische Tools

Neben den zahlreichen oben erwähnten Anwendungen für die Kommandozeile bietet DEFT auch etliche Programme für die grafische Oberfläche. Damit Sie sowohl CLI- als auch GUI-Software simultan nutzen können, haben die Entwickler alle angebotenen Tools in den Menüs des LXDE-Desktops untergebracht. Sofern Sie dort ein Programm aufrufen, das die Kommandozeile voraussetzt, startet ein Terminal gestartet, in dem Sie die Software ausführen. In den einzelnen Untermenüs eingruppiert finden sich jedoch auch jene Programme, die eine komplett grafische Bedienoberfläche bieten.

Neben einigen System-Tools wie dem Mount-Manager und den üblichen Standard-Programmen unter Linux – wie LibreOffice, Firefox oder Chrome – finden Sie hier auch das Vidalia Control Panel zur Installation eines anonymen Internet-Zugangs, den Profiler Maltego oder BitPim, ein grafisches Werkzeug zum Auslesen von Smartphone-Daten. Da einige der Programme auf Wine oder Java aufsetzen, sind beide Laufzeitumgebungen bereits eingerichtet (Abbildung 3).

Abbildung 3

Abbildung 3: Durch BitPim hat Ihr Smartphone keine Geheimnisse mehr.

Insbesondere Forensiker müssen ihre einzelnen Arbeitsschritte genau dokumentieren, um Sachverhalte im Bedarfsfall auch gerichtsfest darlegen zu können. DEFT bietet daher im Menü DEFT | Reporting tools mehr als ein halbes Dutzend Anwendungen, die der Visualisierung von Arbeitsschritten und Informationen dienen. Darunter befinden sich neben Screenshot- und Aufzeichnungsprogrammen für Desktop-Aktivitäten auch Mindmapper, die einzelne Arbeitsabläufe grafisch darstellen. Schließlich bringt DEFT auch einen Texteditor sowie einen elektronischen Notizblock mit, sodass keinerlei Informationen verloren gehen können.

Fazit

DEFT präsentiert sich das "Schweizer Taschenmesser" sowohl für ambitionierte Administratoren als auch für Forensiker, die Daten und Datenträger professionell bearbeiten müssen. Dank Lubuntu-Unterbau eignet sich die Distribution ausgezeichnet für den Einsatz auch auf älteren Maschinen, wobei im Test selbst auf acht Jahre alten Systemen die in DEFT implementierten Java-Programme erstaunlich flott zu Werke gingen. Auch die Stabilität und die optische Konsistenz der einzelnen Applikationen geben keinerlei Anlass zur Kritik. Die Fülle der (meist kommandozeilenbasierten) Programme lässt kaum noch Wünsche offen, wobei DEFT dem Nutzer allerdings deutlich mehr als nur Grundlagenwissen abverlangt: Einige der Programme können, sofern man sie nicht sachgemäß anwendet, reichlich Schaden anrichten.

Infos

[1] DEFT-Linux: http://www.deftlinux.net

[2] Rootkits aufspüren: Erik Bärwaldt, "Alarmstufe Root", LU 03/2009, S. 76, http://www.linux-community.de/17880

[3] Testdisk und PhotoRec: Erik Bärwaldt, "Spurensuche", LU 07/2010, S. 68, http://www.linux-community.de/21144

[4] Wireshark: Erik Bärwaldt, "Effektiver Räuber", LU 02/2009, S. 70, http://www.linux-community.de/17598

[5] Outguess: Erik Bärwaldt, "Gut versteckt!", LU 11/2007, S. 94, http://www.linux-community.de/14367

[6] Steganografie brechen: Erik Bärwaldt, "Gut versteckt?", LU 04/2008, S. 80, http://www.linux-community.de/15241

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