Fazit

Bei den hier gezeigten Funktionen macht PAC noch lange nicht Schluss, es hält noch mehr bereit. So hilft die integrierte Wake-on-LAN-Funktion dabei, komfortabel einzelne Rechner übers Netzwerk zu starten. Zu jeder Verbindung hinterlegen Sie zudem in einem Notizzettel alles Wissenswerte, beispielsweise die Änderungshistorie oder den Standort. Gut gefällt auch die Möglichkeit, zur besseren Illustration Screenshots zu speichern und Statistiken über die Verbindungen aufzurufen. Auch die integrierte Suche ist gelungen und hilft dabei, Ausgaben der Shell anhand regulärer Ausdrücke zu filtern.

Unglücklicherweise präsentierte sich das Programm im Test nicht nur von seiner Schokoladenseite: So verlor es im Test wiederholt sämtliche Verbindungen, obwohl wir diese zuvor abgespeichert hatten. Das als praktische Funktion angepriesene Tray-Icon ließ sich weder über die Kommandozeile noch über die Optionen aktivieren, und das viel beworbene Expect-Feature – eine Möglichkeit, um interaktiv auf Shellbefehle zu reagieren – ließ sich gar nicht zum Arbeiten überreden. Auch das Bulk Editing, bei dem Sie mehrere Verbindungen auf einmal bearbeiten, beispielsweise um die IP-Adresse zu aktualisieren, wollte im Test einfach nicht funktionieren. Möglicherweise lag dies an der Installation oder an Inkompatibilitäten zum Unity-Desktop – nervig war es dennoch.

Darüber hinaus stehen Hilfesuchende weitgehend im Regen, denn abgesehen von den vorhandenen Tooltipps suchen Sie ein ausführliches Handbuch zum Programm vergebens. Alles in allem wirkt PAC zwar durchdacht und vermag viel Arbeit abzunehmen, Abzüge in der B-Note gibt es dennoch. 

Glossar

Portknocking

Verfahren, um eine komplett blockierende Firewall mit einer vorab definierten Serie von TCP-Befehlen zu öffnen. Dabei spielen in der Regel der Inhalt der Pakete sowie die zeitliche Abfolge ein Rolle.

Der Autor

Florian Effenberger engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für freie Software. Er ist Chairman of the Board der Document Foundation. Zuvor war er fast sieben Jahre im Projekt OpenOffice.org aktiv, zuletzt als Marketing Project Lead. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen darüber hinaus in der Konzeption von Unternehmens- und Schulnetzwerken samt Softwareverteilungslösungen auf Basis freier Software. Zudem schreibt er regelmäßig für zahlreiche deutsch- und englischsprachige Fachpublikationen und beschäftigt sich dabei auch mit rechtlichen Fragestellungen.

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