Formelsammlung

PAC unterstützt interaktive Elemente. Um beim Anmelden keinen Benutzernamen fest vorzugeben, sondern eine komfortable Auswahlliste einzublenden – ähnlich, wie dies beispielsweise Ubuntu beim Systemstart macht – klicken Sie mit der rechten Maustaste in das entsprechende Feld und wählen Interactive user choose from list.

Den nun erscheinenden Text passen Sie an Ihre Bedürfnisse an: Einer kurzen Beschreibung folgt eine durch die Pipe getrennte Auflistung aller Benutzernamen, beispielsweise <ASK:Bitte Benutzernamen auswählen|admin|root|floeff>. Zu Beginn der Sitzung dürfen Sie fortan komfortabel auswählen, mit welchem der genannten Benutzer-Accounts Sie sich anmelden (Abbildung 9).

Abbildung 9: PAC bietet über eine Auswahl eine vorkonfigurierte Liste von Benutzern für den entfernten SSH-Server an.

Für die einzelnen Felder stehen zudem Variablen bereit. Um zum Beispiel als Benutzername stets den Namen des lokal angemeldeten Nutzers zu verwenden, klicken Sie im Kontextmenü auf Environment variables... | <ENV:USER> oder tippen Letzteres direkt in das Feld ein. Neben den lokalen Umgebungsvariablen kennt PAC selbst globale und sitzungsbezogene Variablen.

Erstere stellen Sie in der Konfiguration mittels Preferences im Hauptfenster ein, letztere direkt in der Kategorie User Variables. Haben Sie zum Beispiel die erste Sitzungsvariable mit dem Namen des gewünschten Benutzers gefüllt, referenzieren Sie diesen im entsprechenden Feld mittels <V:0>.

Genauso definieren Sie bei Bedarf den jeweils gültigen Befehl fürs Portknocking in der globalen Variable namens knocking und referenzieren den Aufruf unter Pre Exec mittels <GV:knocking>. Der Vorteil: Ändert sich der Befehl, brauchen Sie ihn nur einmal in den Einstellungen zu aktualisieren, statt mühsam jede einzelne Sitzung zu bearbeiten.

Im Dutzend billiger

Nutzen Sie mehrere Server und haben daher mehrere Verbindungen eingerichtet, dann kommt ein Feature namens Cluster Connection zum Einsatz. Über die Schaltfläche Clusters Admin links unten im Programmfenster öffnen Sie einen Dialog (Abbildung 10), in dem Sie bereits bestehende Verbindungen einer Server-Gruppe zuordnen. Über den PCC, den Power Cluster Controller, steuern Sie diese Gruppe anschließend zentral.

Neben der Möglichkeit, Tastendrücke und ganze Befehle an alle Systeme gleichzeitig zu senden – beispielsweise ein beherztes sudo apt-get upgrade oder ein reboot – bringen Sie mittels Explode alle Systeme gleichzeitig auf den Schirm, um sich einen ersten Eindruck über deren Status zu verschaffen. Nutzer von Mac OS X kennen diese Ansicht unter dem Namen Exposé.

Abbildung 10: Im Cluster senden Sie Befehle an viele Systeme gleichzeitig.

Schön gelöst hat der PAC-Entwickler die Möglichkeit, Verbindungen auf einem Tab zusammenzufassen: Dazu öffnen Sie zunächst zwei Sitzungen und melden sich an. Klicken Sie dann mit der rechten Maustaste auf den Titel und wählen Sie Split | Horizontally with TAB. Alternativ teilen Sie das Fenster vertikal.

PAC zeigt daraufhin beide Verbindungen in einem Fenster an (Abbildung 11), was sich beispielsweise zum Vergleichen von Ausgaben eignet. Tabs können Sie über das Kontextmenü zudem wieder auftrennen oder in eigene Fenster verlagern.

Abbildung 11: Über Split View teilen Sie einen Ansicht auf, um mehrere Ausgaben zu vergleichen.

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