Aktuelles

Neues rund um Linux

23.04.2012

Gnome 3.4 ist fertig

Gnome 3.4, das zweite Anwender-Release der Gnome-3.x-Serie, bringt zwar keine spektakulären Neuerungen, umfasst jedoch eine Vielzahl kleinerer Verbesserungen und behebt eine ganze Reihe von Fehlern. Alle Anwendungen sollen von einem sanfteren Bildlauf, aufgefrischte UI-Komponenten verfeinerte visuelle Themen profitieren. Als besondere Highlights der neuen Version propagieren die Entwickler die Möglichkeit zur Dokumentensuche direkt aus Aktivitäten, die brandneue Oberfläche für Audio- und jetzt auch Video-Anrufe in Empathy sowie animierte Hindergründe, der sich mit der Tageszeit ändern. Die Anwendung Dokumente zum Durchsuchen und Organisieren von Dokumenten erhielt ein aufgefrischtes Design. Der Webbrowser Epiphany heißt jetzt auch Webbrowser und erhielt eine reduzierte Oberfläche mit überarbeiteter Werkzeugleiste und einem "Supermenü". Zahlreiche weitere Einzelheiten zu Gnome 3.4 nennen die Release Notes unter http://tinyurl.com/lu0512-gnome34.

Gnome 3.4 ermöglicht jetzt, auch die Dokumentensuche und deren Ergebnisse direkt in Aktivitäten zu integrieren. (Bild: Gnome.org)

Muon-Suite erreicht Version 1.3.0

Die Muon Suite mit Paketmanagement-Software für Debian-basierte Systeme ist in der aktualisierten Version 1.3.0 erschienen. Die augenfälligste Neuerung stellt der komplett überarbeitete Update-Manager dar. Er sortiert anstehende Aktualisierungen in die drei Kategorien System, Anwendungen und Security ein. So sollen auch unerfahrene Anwender schnell erkennen, was sich ändert. Bei einem Mausklick auf einen Eintrag zeigt der Updater das zum Paket gehörige Changelog an. Daneben gibt es weitere Verbesserungen am Software-Center und dem Paketmanager (http://tinyurl.com/lu0512-muon130). Außerdem arbeiteten die Entwickler sämtliche Bugreports ab, die mit Abstürzen zu tun haben, um die Software stabiler zu machen. Hauptentwickler Jonathan Thomas stellt die GPLv3-lizenzierte Muon-Suite 1.3.0 für Ubuntu "Oneiric" als Paketarchiv zur Verfügung, mit Kubuntu 12.04 geht sie in die offiziellen Repositories ein. (mhu)

Der Update-Manager der Muon Suite zeigt für jede anstehende Aktualisierung das Changelog an. (Bild: Jonathan Thomas)

Handbrake 0.9.6 kann Blu-ray-Audio

Die brandneue Version 0.9.6 der Video-Transcoder-Software Handbrake (http://handbrake.fr) beinhaltet zahlreiche Aktualisierungen der Encoding- und Decoding-Bibliotheken für Audio und Video. Außerdem beherrscht die Software nun Blu-ray-Audio-Decoding sowie Video-Encoding mit MPEG-2. Neue Audio-Optionen erlauben das einfache Einstellen von Gain sowie Sample- und Kompressionsrate sowie die Vergabe von Namen für die Audio-Tracks. Dagegen lässt die neue Version die Option zum Einstellen einer Zielgröße für die Ausgabe fallen – ein laut den Entwicklern endgültiger Schritt: Beschwerden seien zwecklos, lassen sie ausdrücklich wissen. Ein ausführliches Changelog zur neuen Handbrake-Version finden Sie auf der Projektseite. (jlu)

Handbrake 0.9.6 unterstützt jetzt auch Blu-ray-Audio und MPEG-2-Encoding. (Bild: Handbrake.fr)

Linux in München ein voller Erfolg

Mit dem Umstieg von Microsoft auf Linux im Zug des LiMux-Projekts hat die Stadt München mindestens 4 Millionen Euro gespart. Statt 11 Millionen hätte die bayerische Metropole für einen Umstieg auf eine vergleichbare Windows-Infrastruktur rund 15,5 Millionen Euro ausgeben müssen. Darin noch gar nicht eingerechnet seien die Folgekosten für Upgrades auf neuere Microsoft-Versionen, die später unweigerlich angefallen wären. Dieses Fazit zog der Münchner OB Christian Ude bei der Beantwortung einer Anfrage im Stadtrat Mitte März (http://tinyurl.com/lu0512-limux). Spannender Seiteneffekt: Obwohl sich die Linux-Arbeitsplätze noch in der Einführungsphase befinden, wo es normalerweise an vielen Ecken und Enden hakt, treten mit Linux nach Auskunft der Administratoren schon jetzt deutlich weniger Störungen auf, als dies beim Einsatz von Windows NT der Fall war. (mfe/jlu)

Linux Essentials: Endanwender-Zertifikat von LPI

Das Linux Professional Institute (LPI) hat mit "Linux Essentials" ein neues Zertifizierungsprogramm angekündigt, das sich vor allem an Neueinsteiger und Schüler richtet (http://www.lpi.org/linuxessentials). Im Unterschied zu den sonst für Sysadmins gedachten Programmen des LPI konzentriert sich Essentials auf allgemeines Grundwissen über Linux und Open Source. Die Lerninhalte heißen dabei etwa "Grundlagen der Linux Kommandozeile, Dateien und Skripte" oder "Open Source Software und Lizenzen verstehen". Das LPI bemüht sich bei dem neuen Zertifikat insbesondere um die Zusammenarbeit mit Schulen. Die Städtische Berufsschule für Informationstechnik in München und die Elektronikschule in Tettnang gehören zu den ersten Kooperationspartnern, deren Schüler die Linux Essentials absolvieren können. Die neue Prüfung kann man ab Juni 2012 ablegen, die Gebühr beträgt 50 Euro in akademischen und 65 Euro bei kommerziellen Testcentern. (mhu)

1&1 erhält Document Freedom Award

Die Free Software Foundation Europe (FSFE) und die Foundation for a Free Information Infrastructure e.V. (FFII) haben die 1&1 Internet AG und deren Portale GMX und Web.de mit dem German Document Freedom Award ausgezeichnet (http://tinyurl.com/lu0512-einsundeins). Die FSFE und die FFII loben die ausgezeichneten Portale unter anderem für den Einsatz von offenen Standards wie dem Extensible Messaging and Presence Protocol (XMPP, ehemals Jabber). Stephan Uhlmann vom FFII-Vorstand lobte die 1&1 Internet AG als Unternehmen, dass seine Geschäftsfelder auf offene Internetstandards wie Web und Mail aufbaue und seine Services interoperabel halte. (uba)

Apple klemmt OSM-Daten

Für seine Fotomanagement-App iPhoto für iOS nutzt Apple statt der bisher immer genutzten Google-Maps-Daten nun das Kartenmaterial des OpenStreetMap-Projekts (OSM) – allerdings ohne die notwendige Herkunftsangabe: Ein extrem peinlicher Ausrutscher angesichts der Tatsache, dass der Konzern selbst gern gnadenlos von der Kindertagesstätte über die Nudelsuppenfirma bis zur unangenehmen Konkurrenz jeden verklagt, der einen Apfel im Logo nutzt, seinen Geräten runde Ecken spendiert oder exotische Gesten wie das Wischen über das Handy-Display nutzt. Die OSM Foundation freut sich trotzdem über den unerwarteten neuen Anwender aus Cupertino (http://blog.osmfoundation.org/2012/03/08/welcome-apple/), will aber bezüglich der fehlenden Herkunftsnennung schnellstens bei Apple nachfassen. (jlu)

Kurz notiert

Das jetzt erschienene Bugfix-Release LibreOffice 3.5.1 beseitigt eine ganze Reihe von teils recht ärgerlichen Fehlern, die sich bei der Runderneuerung des Codes für Version 3.5 der freien Büro-Suite eingeschlichen hatten, und eignet sich laut Projekt (http://de.libreoffice.org) sowohl für Privatanwender als auch Unternehmen.

Nach Intel und AMD ist nun als letzter großer Grafikhersteller Anfang März auch Nvidia der Linux Foundation beigetreten (http://tinyurl.com/lu0512-nvidia). Ob das Unternehmen allerdings mittelfristig seine proprietären Treiber einstellen und stattdessen am freien Nouveau mitarbeiten will, bleibt abzuwarten.

Das Ende Februar erschienene Service Pack 2 http://tinyurl.com/lu0512-sle11sp2 hebt Suse Linux Enterprise 11 auf Kernel 3.0 und integriert die Virtualisierungstechnik Linux Containers (LXC). Daneben erhält SLE11 SP2 als erste kommerzielle Distribution Support für Btrfs.

Nach dem derzeitigen Zeitplan soll KDE SC 4.9 am 1. August 2012 erscheinen (http://tinyurl.com/lu0512-kdesc49). Stationen auf dem Weg dorthin sind ein harter Feature-Freeze am 17. Mai und eine erste Beta am 30. Mai. Ab September folgen dann Maintenance-Releases mit den Nummern 4.9.x.

Neben verbesserte Effekten wie einer Rauschunterdrückung und dem Vocal-Remover bringt Audacity 2.0.0 eine komplette Tastatursteuerung für Tracks und Auswahlbereiche (http://tinyurl.com/lu0512-audacity). Ein Crash-Recovery sollten Programmabstürzen den Schrecken nehmen, daneben flossen viele Bugfixes und Verbesserungen in die neue Version ein.

Die Entwickler haben den Webeditor Bluefish 2.2.2 (http://bluefish.openoffice.nl) gründlich entwanzt, insbesondere auch die Versionen für Windows und Mac OS X. Daneben bauten sie die HTML5-Fähigkeiten aus und zwei neue Funktionen zum Duplizieren und Löschen einzelner Zeilen ein.

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