Fazit

Dream Studio ist primär für Musiker konzipiert, was sich an der überdurchschnittlichen Ausstattung mit professionellen Audio-Werkzeugen sowie der Echtzeitfähigkeit erkennen lässt. Es eignet sich aber auch für Anwender, die ein aktuelles Ubuntu mit kreativer Vollausstattung suchen, bei der alles mit dem gut vorkonfigurierten Unity-Desktop harmoniert. Insbesondere das solide Ubuntu-Fundament sowie der Jack-Audio-Server nebst passenden Anwendungen sorgen für einen rundum positiven Gesamteindruck. 

Jack Audio Connection Kit

Basis der für das professionelle Produzieren digitaler Musik am PC erforderlichen Echtzeitfähigkeit ist neben einem geeigneten Realtime-Kernel ein echtzeitfähiger Audio-Server nebst passender Anwendungen. Beim Jack Audio Connection Kit [3] handelt es sich um einen solchen Audio-Server. Als Profi-Lösung stellt Jack erhebliche Anforderungen an die Hardware und kommt daher auch nicht im Dauerbetrieb zum Einsatz, sondern nur bei Bedarf, etwa beim Produzieren digitaler Musik, wofür Sie den Jack-Daemon über die GUI-Tools Qjackctl (Qt) oder Patchage (GTK) manuell starten. Mit Jack funktionieren prinzipiell nur solche Anwendungen, die explizit dafür entwickelt und kompiliert wurden.

Aus Nutzersicht zeigt sich Jack als eine Art virtuelles Rack, in das Sie verschiedene Arten von Audio-Anwendungen hineinstecken und miteinander verkabeln, ähnlich wie in einem echten Tonstudio. Dies erledigen Sie über eine grafischen Steuerzentrale wie Qjackctl. Auf Systemebene verwaltet der Jack-Daemon die Ein- und Ausgänge der beteiligten Anwender-Programme wie Synthesizer, Rekorder, Effektprozessor und Sequenzer sowie der vorhandenen Audio-Hardware und routet die betreffenden Signale gemäß der virtuellen Verkabelung.

Jack arbeitet nicht autark, sondern benötigt immer ein vorhandenes Soundsystem als Backend, etwa ALSA oder OSS. Mit Hilfe virtueller Adapter gelingt es inzwischen sogar, nicht explizit für Jack entwickelte Audio-Software (ALSA, OSS) mit Jack zu verwenden.

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