Quellensuche

Die beiden wichtigsten Softwaresammlungen von ConnochaetOS, das connos- und das connos-extra-Repository – sind bereits aktiviert. Um weitere Paketsammlungen hinzuzufügen, modifizieren Sie im Terminal die Datei /etc/pacman.conf. Dazu öffnen Sie mit administrativen Rechten die Datei in einem beliebigen Texteditor und suchen den Abschnitt REPOSITORIES. Hier aktivieren Sie nun in einfacher Weise zusätzliche Softwarequellen, indem Sie diese an die voreingestellten Repositories anfügen. Inoffizielle Quellen aus der Community sowohl für 32-Bit- als auch für 64-Bit-Architekturen finden Sie im Arch-Linux-Wiki [5] (Abbildung 2).

Abbildung 2: ConnochaetOS freundet sich auch mit zusätzlichen Repositories an.

Da ConnochaetOS auf PCs der Pentium-Klasse optimiert wurde, haben sich die Entwickler stark auf schnell und ressourcenschonend arbeitende Programme konzentriert. Somit fehlen in den Repositories Boliden wie die großen Office-Suiten, da deren Einsatz auf betagten Rechnern wenig Sinn macht. Für die meisten Aufgaben stellen die Repositories jedoch gute Alternativen bereit, sodass sich Vieles selbst auf Uralt-Rechnern noch in akzeptabler Geschwindigkeit erledigen lässt.

Fazit

ConnochaetOS haucht Ihrem alten Computer wieder neues Leben ein. Selbst auf 15 Jahre alten Pentium-Maschinen lässt sich damit wieder produktiv arbeiten, da die Distribution eine sinnvolle Auswahl essenzieller Programme für die tägliche Arbeit mitliefert, die wieselflink zu Werke gehen. Selbst sonst eher träge agierende Software wie der Firefox-Clone Iceweasel und der Bildbearbeitungsbolide Gimp gingen im Test auf einer über 10 Jahre alten Pentium-III-Maschine schneller an die Arbeit als auf manchem aktuellen Core-Duo-Rechner mit einer Mainstream-Distribution.

Daneben glänzt ConnochaetOS mit einer exzellenten Systemstabilität. Einziges Manko für Einsteiger: Man muss sich mit der Kommandozeile vertraut machen, um die Möglichkeiten der Distribution ausschöpfen zu können. Vor allem zum Installieren zusätzlicher Software ist die Kenntnis des Paketmanagers Pacman unumgänglich. Für Anwender jedoch, die für einen alten PC eine brauchbare Lösung für Office- und Internet-Anwendungen suchen, bietet ConnochaetOS interessante Möglichkeiten. 

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 2 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Linux im Schongang

    Connochaet OS, eine ressourcenschonende Linux-Distribution für ältere Rechner, ist in Version 0.9.0 erschienen.
  • Neue Software auf den Datenträgern
  • Guten Appetit
    Als Rolling-Release-Distribution steht Arch Linux vor der Herausforderung, täglich neue Anwendungen und Updates verwalten zu müssen. Der Arch-Paketmanager Pacman stemmt die Arbeit ohne Murren und Knurren. Den offiziellen Paketquellen steht das Arch User Repository zur Seite.
  • Schnell gekontert
    Meist taucht nur wenige Stunden nach dem Release eines quelloffenen Programms dieses bereits in den Paketquellen von Arch Linux auf. Dabei geht schon mal etwas zu Bruch – besonders, wenn Sie Ihr Arch mit Software aus dem AUR anreichern.
  • Arch Linux signiert Pakete

    Die Arch-Linux-Entwickler haben den distributionseigenen Paketmanager Pacman in Version 4.0.1 veröffentlicht, die mit Signaturen umgehen kann.
Kommentare

Infos zur Publikation

LU 02/2016: Alt-PCs flott machen

Digitale Ausgabe: Preis € 4,95
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Der Tipp der Woche

Schon gewußt?

14.11.2015

Auch unter Ubuntu 15.10 kann man wieder mit dem Startmedienersteller (alias Startup Disk Creator) ein Live-System auf einem USB-Stick einrichten. ...

Fehler des Startmedienerstellers von Ubuntu 15.10 umgehen

Aktuelle Fragen

Leap 42.1 und LibreOffice
Heinz Kolbe, 09.02.2016 21:54, 0 Antworten
Moin moin, auf meinem Notebook habe ich Leap 42.1 und Win 10 installiert. Alles läuft rund nur...
Tails Update
Val Lerie, 11.01.2016 10:51, 0 Antworten
Hallo zusammen, updaten > update Speichern unter > Persistent nicht möglich, mit der Meldung;...
Recoll
Jürgen Heck, 20.12.2015 18:13, 4 Antworten
Wie kann man mit Recoll nach bestimmten Zeichen/Satzzeichen bzw. Zeichenkombinationen suchen, z....
Wings Platinum 4 auf Linux?
Bodo Steguweit, 18.12.2015 11:37, 4 Antworten
Hallo in die Runde ich nutze für meine Diashows Wings Platinum 4 als Diareferent. Arbeite jetzt...
Bandbreite regulieren
Georg Armani, 25.11.2015 16:50, 1 Antworten
Hallo, ich bin ein Neuling in Sachen Linux und hoffe auf Hilfe. Ich habe zwei Windows Rechner...