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23.04.2012

Mit Asunder in wenigen Klicks zur MP3-Datei

Noch vor wenigen Jahren war das Digitalisieren der eigenen CD-Sammlung unter Linux eine aufwendige Angelegenheit, die mehrere Arbeitsschritte und Konsolenprogramme erforderte. Mit Tools wie Asunder wickeln Sie heute diese Aufgaben bequem über eine grafische Oberfläche ab. Asunder läuft auf allen gängigen grafischen Arbeitsoberflächen und benötigt lediglich die Gtk+- und Libcddb-Bibliotheken. Je nach installierten Codecs erzeugt das Tool wahlweise Audiodateien der Typen WAV, MP3, OGG und FLAC. Dabei besteht auch die Möglichkeit, in einem Arbeitsschritt Audiodateien unterschiedlicher Formate zu erzeugen. Welche Codecs mit welcher Kompressionsrate zum Einsatz kommen, das legen Sie in den Einstellungen fest. Hier lässt sich auch die Nomenklatur anpassen, mit der Asunder die Datei- und Ordnernamen der digitalisierten Alben erzeugt. Unterstützt das digitale Format ID3-Tags, legt Asunder diese ebenfalls an. Die Informationen zum Generieren der ID3-Tags und der Nomenklatur bezieht das Programm aus einer CDDB-Online-Datenbank, was allerdings eine Internetanbindung erfordert. Standardmäßig greift Asunder auf Freecddb.org zurück, doch können Sie über die Einstellungen auch eine andere Datenbank Ihrer Wahl definieren. Existiert keine direkte Verbindung zum Internet, lässt sich Asunder auch in Kombination mit einem Proxy-Server einsetzen. Als reines grafisches Frontend besitzt Asunder keine eigenen Algorithmen, um das Auslesen und Digitalisieren von CDs vorzunehmen. Für diese Aufgaben greift es auf bewährte Konsolenprogramme zurück, wie Cdparanoia, Lame, Vorbis und andere. Asunder prüft vor dem Programmstart, ob alle diese Tools auf dem Rechner vorhanden sind.

Asunder 2.2

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://littlesvr.ca/asunder/

Wertung

Das kompakte und sehr übersichtliche grafische Frontend Asunder erleichtert das Digitalisieren von Audio-CDs. Die intuitiv zugänglichen Funktionen machen ein Einarbeiten überflüssig.

Mit Elog einfach und schnell zum eigenen Blog

Viele Weblogs erfordern aufgrund zahlreicher Abhängigkeiten – Webserver, Datenbank, PHP – ein aufwändiges Einrichten. Das Blog-System Elog gibt sich weniger anspruchsvoll und lässt sich daher im Handumdrehen aufsetzen. Die in C programmierte Software benötigt zudem nur wenige Systemressourcen und eignet sich daher auch für den Einsatz auf älterer Hardware. Auf eine Datenbank kann Elog verzichten, da es alle Informationen als Textdateien in einer Verzeichnisstruktur verwaltet. Hier existiert für jedes Weblog ein eigener Ordner, in den Elog die Einträge als Textdatei nach Datum organisiert ablegt. Auch einen Webserver integriert die Software bereits. Eine Abhängigkeit zu anderen Bibliotheken oder Programmen besteht nur zu den SSL-Bibliotheken. Das erleichtert die Portierung auf andere Betriebssysteme, eine Windows-Version existiert bereits. Nach dem Kompilieren steht Ihnen neben dem eigentlichen Dienst elogd auch ein Konsolen-Client zur Verfügung. Er lässt sich in eigene Skripte integrieren, die auf diese Weise automatisiert Logbuch-Einträge erzeugen können. Anwender greifen stattdessen über die Web-Oberfläche zu. Diese lässt sich ohne Kenntnisse einer Skriptsprache bequem in der Konfigurationsdatei von Elog anlegen und für jedes Blog individuell gestalten. Jedes Weblog besitzt dort einen eigenen Konfigurationsblock, in dem Sie die Formularfelder und die Oberfläche über sogenannte Attribute gestalten. Neben einfachen Eingabefeldern lassen sich auch Auswahlfelder mit Pulldown-Menüs anlegen, es gibt eine Vielzahl von Gestaltungsmöglichkeiten. Eine Beispielkonfiguration und die Anleitungen auf der Elog-Webseite helfen hier jedoch weiter. Jede Konfigurationsdatei enthält außerdem einen globalen Bereich, in dem Sie Einstellungen für alle Blogs vornehmen. Dazu zählen beispielsweise der verwendete Port, das Aktivieren der SSL-Verschlüsselung oder der zu verwendende Mail-Server für das Informieren der Anwender über neue Einträge.

Elog 2.9.1

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://midas.psi.ch/elog/

Wertung

Mit Elog kommen Sie auch ohne komplexe LAMP-Installation zu einem eigenen Weblog. Das Ressourcen schonende Tool läuft auch auf älterer Hardware tadellos. Ein einfaches Log-Buch ist in wenigen Minuten erstellt.

Storebackup hilft bei der Datensicherung

Das Thema Backup behandeln private und semiprofessionelle Anwender meist eher stiefmütterlich. Damit sich trotzdem der Katzenjammer beim nächsten Platten-Crash in Grenzen hält, gibt es Backup-Suites wie Storebackup. Storebackup umfasst eine Reihe von Perl-Skripten, die nicht nur beim Erstellen, sondern auch beim Verwalten von Backups zur Hand gehen. Sicherungen auf Wechselmedien wie Bänder oder DVDs erlaubt Storebackup jedoch nicht: Es unterstützt nur Sicherungen auf Dateisystemebene, was Netzwerkfreigaben wie NFS- oder SMB-Laufwerke sowie USB-Festplatten einschließt. Für ein einfaches Backup genügt es, das Skript storeBackup.pl mit dem zu sichernden Quellverzeichnis und einem Sicherungsziel aufzurufen. Das Tool legt im Zielordner ein eindeutig benanntes Unterverzeichnis an und kopiert den Inhalt der Quelle dorthin. Dabei komprimiert es ungepackte Dateien mittels Bzip2. Bei jedem erneuten Aufruf prüft Storebackup, welche Dateien sich seit der letzten Sicherung verändert haben, und kopiert nur diejenigen Files, die Änderungen enthalten. Für die unveränderten Dateien legt es platzsparend einen Hardlink zur früheren Sicherung an. Welche Dateien geändert wurden, erkennt Storebackup an der MD5-Prüfsumme. Als reine Konsolenprogramme verfügt keines der Tools aus der Storebackup-Suite über eine grafische Oberfläche. Die Konfiguration erfolgen über zahlreiche Kommandozeilenparameter. Jedes Tool besitzt eine eigene Manpage, die alle Optionen dokumentiert. Darüber hinaus enthält das Verzeichnis doc im Quellarchiv eine Textdatei mit Anwendungsbeispielen sowie ein Handbuch im PDF-Format. Neben dem Hauptskript storeBackup.pl existieren noch zahlreiche weitere Perl-Helferlein für das Restore sowie zum Verwalten der Sicherungssätze.

Storebackup 3.2.1

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://storebackup.org

Wertung

Storebackup präsentiert sich als gute Backup-Alternative für den privaten oder semiprofessionellen Bereich, wo Sicherungen aus Kostengründen meist auf externe Festplatten erfolgen. Als Konsolenprogramm eignet sich das Tool außerdem hervorragend für den automatisierten Einsatz.

Bilder einfach nur betrachten mit Viewnior

Bildbetrachter für Linux gibt es wie Sand am Meer, mit teilweise enormen Funktionsumfang. Einen solchen hat Viewnior zwar nicht zu bieten, besticht dafür aber durch einfache Bedienung, Übersichtlichkeit sowie eine gute Performance. In Sachen Funktionen bedienten sich die Entwickler bei den Gtkimageview-Bibliotheken. Die Programmoberfläche bleibt bewusst minimalistisch und beschränkt sich auf die wichtigsten Elemente. In der Symbolleiste stehen lediglich Navigations- und Zoom-Elemente zur Verfügung – So bleibt mehr Platz für das Bild. Alle wichtigen Funktionen erreichen Sie über das Kontextmenü des Bilds (rechten Maustaste). Weitere Einstellungen aus den Bereichen Ansicht oder Bearbeiten hält das Einstellungssymbol am rechten Rand bereit. Hier wechseln Sie beispielsweise unter dem Menüpunkt Ansicht in den Vollbildmodus oder starten eine Dia-Show. Im Menü Bild finden Sie Funktionen zum Beschneiden, Drehen und Spiegeln. Die veränderten Bilder lassen sich sofort wieder unter demselben Dateinamen speichern. Ein Konvertieren in ein anderes Format oder das Ablegen unter anderen Namen beherrscht Viewnior nicht. Auf Wunsch erzeugt es aus dem aktuellen Bild auch einen Hintergrund für die Arbeitsoberfläche. Dabei unterstützt das Tool jedoch nur die Desktops Gnome, XFCE, LXDE und Fluxbox – KDE bleibt außen vor. Dafür bietet Viewnior die Möglichkeit, in der Konfiguration das Verhalten der Maus anzupassen oder die Qualität von JPEG- und PNG-Bildern festzulegen.

Viewnior 1.3

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://xsisqox.github.com/Viewnior/

Wertung

Suchen Sie einen kompakten Bildbetrachter ohne viel Schnick-Schnack, dann liegen Sie mit Viewnior genau richtig: Das schnelle und schnörkellose Darstellen der Bilder steht bei diesem Tool im Vordergrund.

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