Aktuelles

Neues rund um Linux

12.03.2012

11. Augsburger Linux-Infotag mit rundem Programm

Mit regelmäßig über 300 Besuchern zählt der Augsburger Linux-Infotag zu den ältesten und größten Linux-Events im süddeutschen Raum. Seit 2001 wird er von der Linux User Group Augsburg (LUGA) e.V. organisiert. Der 11. Augsburger Linux-Infotag (http://www.luga.de/LIT-2012/), der am Samstag, den 24. März 2012 ab 9:30 Uhr im Informatikgebäude der Hochschule Augsburg an der Friedberger Straße stattfindet, steht unter dem Motto "Mit Sicherheit Linux". Die Organisatoren versuchen dabei in drei parallelen Vortragsreihen (http://www.luga.de/Aktionen/LIT-2012/Programm/) den Bogen zwischen den Aspekten "Linux als sicheres Betriebssystem" und "Linux überall zu spannen". Neben Referaten rund um Sicherheitskonzepte für den heimischen Rechner und die sichere Kommunikation im Internet finden sich daher auch Vorträge zu Software für den Linux-Alltag, wie Firefox, Thunderbird und LibreOffice. Zwei Workshops zu den Themen "Sicheres DNS" und "Python on Android" runden das Programm ab. Daneben bieten im Ausstellungsbereich rund ein Dutzend Projekte und Organisationen auf ihren Info-Ständen Gelegenheit zum Plaudern, Fachsimpeln und Nachfragen. Hier finden sich beispielsweise die Free Software Foundation Europe, die German Unix User Group, Siduction, X2go sowie die LUGs aus Augsburg und Ottobrunn. Schließlich besteht auch die Möglichkeit,im Rahmen einer vom Linux Professional Institute (LPI) angebotenen Prüfung (Anmeldung: http://lpievent.lpice.eu/) sein Linux-Wissen zu testen und zertifizieren zu lassen. (jlu)

GNU Gnash statt Adobe Flash

Adobe hat angekündigt, das Flash-Plugin für Linux künftig nur noch für den Browser Google Chrome bereitzustellen (http://tinyurl.com/lu0412-swf-roadmap). Als Grund gibt das Unternehmen den technischen Wechsel vom verbreiteten Netscape Plugin API (NPAPI), das auch in Firefox zum Einsatz kommt, zu Googles neuer Schnittstelle Pepper (PPAPI) an. Einen separaten Download des Adobe-Flash-Plugins wird es nicht mehr geben. Deswegen brauchen Linux-Enthusiasten aber keine grauen Haare zu wachsen: Die Open-Source-Community liefert schon geraume Weile einen freien Ersatz in Form des GNU-Flashplayers Gnash (http://www.gnu.org/software/gnash/), dessen jüngste Version 0.8.10 gerade erschienen ist. Gnash lässt sich sowohl als Standalone-Player als auch als Browser-Plugins für alle Gecko-basierten Browser – also Firefox und Verwandte – sowie Chromium and Konqueror einsetzen. Das aktuelle Release verbessert zahlreiche Details bei der Interaktion mit Qt4-basierten Desktops, bereinigt etliche Fehler und bringt Support für das Beschleunigen des Renderings via OpenVG mit. Das für 32- und 64-Bit-Systeme erhältliche Gnash unterstützt SWF v7 praktisch komplett sowie SWF v8/9 in Teilen. Mit der neuesten SWF-Version 10 dagegen kommt es noch nicht zurecht. Hier bietet sich als weitere mögliche Adobe-Alternative der ebenfalls frei Flash-Player Lightspark (http://lightspark.github.com/) an. (mhu/jlu)

Das freie Gnash – eben in Version 0.8.10 erschienen – bietet eine mögliche Alternative zum für Linux abgekündigten Adobe-Flash-Plugin.

Rundum aufgefrischt: Flightgear 2.6.0 mit mehr Realismus

Die neueste Version 2.6.0 des freien Flugsimulators Flightgear (http://www.flightgear.org) bringt zahlreiche Verbesserungen bei der Grafikdarstellung, der Flugdynamik, dem AI-Modell und dem Benutzerinterface mit. Dabei achteten die Entwickler sorgsam darauf, dass die realistischere Darstellung und die neuen Features nicht zu Lasten der Performance gehen. Ein neues Rendering-Verfahren sorgt für eine wesentlich realistischere Darstellung der Wolken, die sich jetzt mit dem Wind bewegen, und von Wasserflächen, die nun eine Dünung in Windrichtung entwickeln. Eine gründliche Überarbeitung erfuhr auch das AI-Modell, sodass sich jetzt viele neue Flugzeugtypen in den Farben von über 80 Airlines am virtuellen Himmel tummeln. Das eigene Flugzeug parkt nun optional je nach Typ an einem passenden Gate oder Slot auf dem Vorfeld, der Rollweg zur zugewiesenen Startbahn über die korrekten Taxiways lässt sich visualisieren. Die Boeing-Typen A-26 und 777-200ER sowie die Polikarpow I-16 glänzen mit verbesserten Cockpits, daneben stoßen nun eine Douglas DC-3 sowie deren Militärversion C-47 zum Flugpark. Desweiteren unterstützt Flightgear nun von Haus aus viele zusätzliche Eingabegeräte, darunter den Logitech Wingman Interceptor, die Saitek Pro Combat Rudder Pedals und den Thrustmaster HOTAS Warthog. Eine ausführliche Übersicht der Änderungen bieten das Changelog unter http://wiki.flightgear.org/Changelog_2.6.0. (jlu)

Flightgear 2.6 bringt zahlreiche optische und technische Verbesserungen, unter anderem bei der Darstellung von Wolken und Wasserflächen.

Openbooks zu Linux und Java

Galileo Computing stellt zwei bekannte Standardwerke aus seinem Programm jetzt auch zur kostenfreien Lektüre als "Openbook" bereit, also als HTML-Version, die sich bequem im Browser lesen lässt. "Linux – Das umfassende Handbuch" von Johannes Plötner und Steffen Wendzel vermittelt Nutzern aller Distributionen nicht nur Grundlagen zum Umgang mit dem System, sondern behandelt auch fortgeschrittene Themen wie Administration, Netzwerkkonfiguration und Sicherheit (http://openbook.galileocomputing.de/linux/). Bei "Java 7 – Mehr als eine Insel" handelt es sich um eine Neuauflage des bekannten Buchs "Java ist auch eine Insel" von Christian Ullenboom. Das Werk gilt als Pflichtlektüre für jeden angehenden Java-Programmierer und ideales Nachschlagewerk für Fortgeschrittene und Profis (http://openbook.galileocomputing.de/java7/). (jlu)

Canonical: Minus Kubuntu, plus Business

Canonical stellt die offizielle Unterstützung für Kubuntu ein und setzt stattdessen auf den "Ubuntu Business Desktop Remix". Wie der bei Canonical angestellte Kubuntu-Chefentwickler Jonathan Riddell Anfang Februar in seinem Blog mitteilte, stellt ihn Canonical nach Erscheinen von Ubuntu 12.04 nicht mehr für die Arbeit an der KDE-Variante des Ubuntu-Desktops frei. Kubuntu fällt damit nach sieben Jahren vom Status einer offiziell unterstützten Variante auf den Rang eines Community-Projekts wie Edubuntu, Lubuntu oder Xubuntu zurück. Die Entscheidung resultiere aus der Tatsache, ließ Riddell wissen, dass sich Kubuntu im Geschäftsumfeld nie habe durchsetzen und damit refinanzieren können. Praktisch gleichzeitig mit Bekanntwerden der Entscheidung veröffentlichte Canonical den Business Desktop Remix, der nur gegen Registrierung zu haben ist und vor allem Software zusammenfasst, die laut Canonicals Beobachtungen Business-Anwender am meisten verwenden. (jlu)

Kurz notiert

Die Qualität von Open-Source-Code ist mindestens so gut wie die kommerzieller Programme, oft sogar deutlich besser. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Analyse des IT-Dienstleisters Coverity (http://www.coverity.com).

Das Major-Release VLC 2.0.0 der Mediaplayer-Software behebt einige hundert Bugs und bringt zahlreiche Verbesserungen (http://tinyurl.com/lu0412-vlc). So steigert Multithreading die Performance beim Dekodieren, erstmals gibt es auch (noch experimentelle) Unterstützung für Blu-ray-Disks.

Die Grazer Linuxtage 2012 finden am 28. April 2012 an der FH Joanneum statt. Kurzentschlossene können noch bis zum 18. März Vorträge und Projekte dazu unter http://www.linuxtage.at/call-for-lectures/ einreichen.

Intel wird Mitglied im Advisory Board der Document Foundation und unterstützt damit LibreOffice sowohl finanziell als auch beratend. Außerdem stellt es die Bürosuite in das AppUp-Center (http://www.appup.com) ein, sein offizielles Software-Repository für Geräte mit Intel-Prozessor.

Der LaTeX-Editor Texmaker 3.3 (http://www.xm1math.net/texmaker/) prüft nun via Export Rechtschreibung und Grammatik der Texte in PDF-Dokumenten. Daneben kann man eine unbegrenzte Anzahl von LaTeX-Kommandos definieren, die sich per Mausklick oder Tastaturkürzel einfügen lassen.

Die Suse-Entwickler möchten YaST, das Konfigurations- und Administrationstool der Distribution, umkrempeln (http://tinyurl.com/lu0412-yast). Die neue Implementierung YaST++ soll aus zwei Schichten bestehen: einer Bibliothek mit High-Level-Methoden (etwa, um einen User anzulegen) und den Config-Agents, die tatsächlich das System verändern. Ein Architektur-Dokument befindet sich in Arbeit.

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