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12.03.2012

Datei-Doubletten aufspüren mit Duff

Auch die größte Festplatte wird irgendwann zu klein – ärgerlich, wenn dabei wertvoller Platz durch mehrfach vorhandene Dateien verloren geht. Das Konsolenprogramm Duff hilft beim Aufspüren solcher Datei-Doubletten. Die Konfiguration erfolgt mittels Kommandozeilenparameter, eine Konfigurationsdatei gibt es nicht. Ohne Parameter aufgerufen, sucht das Tool im aktuellen Verzeichnis nach Doubletten. Wird es fündig, fasst es die mehrfach vorhandenen Dateien zur übersichtlicheren Ausgabe zu Gruppen zusammen, sogenannten Clustern. Jeder Cluster beginnt mit einer Kopfzeile, welche die Anzahl der Doubletten, deren Dateigröße und den Hash-Wert enthält. Über den Parameter -f gestalten Sie das Format der Kopfzeile nach eigenen Wünschen. Zur Interaktion mit Skripten bietet Duff den Excess-Modus (-e). Das Tool verzichtet dabei auf die Kopfzeile und behält von jedem Doubletten-Cluster eine Datei zurück – ideal zur Kombination mit eigenen Lösch- oder Backup-Skripten. Um mit Duff eine ganze Verzeichnisstruktur auf Doubletten zu prüfen, rufen Sie es mit dem Parameter -r (rekursive Suche) auf. Das kann zu einer Flut von Ergebnissen führen, die Sie auf die dicksten Speicherfresser reduzieren, indem Sie mit -l eine Mindestdateigröße vorgeben. Kleinere Dateien ignoriert das Programm dann. Standardmäßig vergleicht Duff Dateien aufgrund von Hash-Werten, als Algorithmus verwendet es dabei SHA1. Bei Bedarf können Sie aber auch auf andere Algorithmen der SHA-Familie zurückgreifen. Erscheint Ihnen das immer noch zu ungenau, wechseln Sie mit dem Parameter -t in den sogenannten "thorough mode". Duff vergleicht in diesem Modus byteweise Dateien gleicher Größe. Die Dauer des Suchlaufs verlängert sich dadurch erheblich.

Duff 0.5.2

Lizenz: Zlib

Quelle: http://duff.sourceforge.net/

Wertung

Mit Duff werden Sie dem Dateiwildwuchs Herr. Das Tool spürt Doubletten auf und interagiert bei Bedarf mit eigenen Löschroutinen.

Mkgmap bringt OpenStreetMap-Karten auf Garmin-Navis

Dank Navigationssystem irren mittlerweile weniger Menschen planlos umher. Allerdings kommt es vor, dass das Kartenmaterial nicht aktuell oder ein abgelegener Bereich nur wenig dokumentiert ist. Mkgmap versetzt Sie nun in die Lage, Kartenmaterial des freien Projekts OpenStreetMap für Ihr Garmin-Navi aufzubereiten. Als Eingabe erwartet das Tool eine OSM-Datei. Zum einfachen Konvertieren reicht es aus, diese Mkgmap beim Aufruf zu übergeben. Als Ergebnis liefert es eine IMG-Datei, die Sie nur noch auf das Navi übertragen müssen. Mkgmap kann jedoch noch mehr: So lässt sich das Kartenmaterial beispielsweise mit Länder- und Regionalinformationen ausstatten. Zahlreiche Einstellungen aus der Kategorie Label ermöglichen es außerdem, den Zeichensatz auf Latin-1 zu setzen, was der Codepage 1252 entspricht. So lassen sich auch Sonderzeichen in Straßennamen anzeigen. Rufen Sie Mkgmap mit dem Parameter --index auf, generiert es einen globalen Addressindex. Kombiniert mit dem Parameter --gmapsupp integriert Mkgmap diese Index-Informationen in die erzeugte IMG-Datei. Bevorzugen Sie eine separate Indexdatei, geben Sie stattdessen den Parameter --tdbfile an. Mkgmap legt dann zwei MDX-Dateien im Version-4-Format passend zum Kartenmaterial an. Zur Erzeugung von MDX-Dateien im Version-3-Format dient der Parameter --tdb-v3. Soll die Karte außerdem das Anlegen von Routen unterstützen, geben Sie Mkgmap beim Konvertieren den Parameter --route mit. Weitere Parameter beeinflussen die Zoom-Level, das Füllen von Land- und Wasserflächen oder legen fest, auf welcher Straßenseite man fährt. Aufgrund der umfangreichen Optionen benötigt man in der Regel einige Versuche, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Mkgmap r2179

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.mkgmap.org.uk/

Wertung

Mkgmap erschließt die Vielfalt des Openstreet-Map-Kartenmaterials für Garmin-Navigationssysteme. Das Java-Programm bietet zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten, mit denen sich das Kartenmaterial um Informationen erweitern und den eigenen Bedürfnissen anpassen lässt.

Nmapsi4, die grafische Oberfläche für Nmap

Wer wissen möchte, welche Rechner oder Dienste sich gerade im Netz tummeln, greift meist auf einen Port-Scan mit Nmap zurück. Dessen Konfiguration über Kommandozeilenparameter ist für Anfänger und Gelegenheitsnutzer aber zu unhandlich. Abhilfe schafft da die grafische Oberfläche Nmapsi. Sie fasst alle wichtigen Nmap-Funktionen in einer Qt4-basierten GUI zusammen. Auf den ersten Blick wirkt diese etwas unübersichtlich: Zahlreiche Toolbars und Reiter ermöglichen den direkten Zugriff auf Scan-Details, Reverse-Lookup- und Traceroute-Informationen oder die Scan-Optionen. Für einen einfachen Scan reicht es aber bereits aus, die IP-Adresse oder den voll qualifizierten Domainnamen des Rechners ins Adressfeld einzugeben. Nmapsi führt dann einen einfachen TCP-Check durch, bei dem es die gängigsten Ports abklopft und versucht, die dort laufenden Dienste und deren Version sowie die Version des Betriebssystems zu ermitteln. Die Liste der Parameter, mit denen das Tool das Programm Nmap aufruft, steht direkt unterhalb der Adresszeile. Sie können diese Liste um eigene Parameter erweitern oder ein anderes Scan-Profil wählen. Die Palette der vordefinierten Profile reicht vom Standard-Scan über sogenannte Slow- und Fast-Scans bis hin zu intensiven TCP- und UDP-Scans. Letztere versuchen, besonders viele Informationen zu ermitteln. Auch über die Standardkonfiguration von Nmapsi passen Sie bei Bedarf die Parameter für einen Standard-Scan an. Hierzu geben Sie unter anderen die zu verwendende Scan-Technik vor, bestimmen das Intervall der zu prüfenden Ports sowie das Scan-Timing. Die Anpassung von Technik und Timing sind besonders dann wichtig, wenn man unbemerkt bleiben möchte. Die Ergebnisse eines Scans listet Nmapsi nach Rechner sortiert in den Scan-Details auf. Den Verlauf eines Scans überwachen Sie im Scan-Monitor. Das Ergebnis-Log lässt sich zur späteren Kontrolle auch abspeichern.

Nmapsi4 0.3.1

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.nmapsi4.org/

Wertung

Die grafische Oberfläche Nmapsi eröffnet auch weniger versierten Anwendern den Zugriff auf den vollen Funktionsumfang von Nmap. Das Tool bereitet die Scan-Ergebnisse gut strukturiert auf, interpretieren muss man sie jedoch selbst.

System-Ressourcen im Blick mit Xosview

Wer die Nutzung der Systemressourcen im Auge behalten möchte, braucht einen Systemmonitor wie Xosview. Das Tool überwacht eine Reihe vordefinierbarer Systemparameter, unter anderem standardmäßig CPU-Auslastung, Speicher- und Swap-Nutzung sowie Netzwerkdurchsatz. Daneben lassen sich auch der Batteriestand bei Notebooks, die WLAN-Signalstärke oder der Status von RAID-Verbünden mit Xosview überwachen. Die erfassten Daten stellt das Programm in einem eigenen Fenster als Balkengrafik dar, die es permanent aktualisiert. Welche Ressourcen Xosview überwacht und visualisiert, legen Sie in der Konfigurationsdatei ~/.Xdefaults fest. Xosview zeigt für jede überwachte Ressource ein eigenes Label samt Balkengrafik. Das Erscheinungsbild des Xosview-Fenster und der enthaltenen Grafiken gestalten Sie nach eigenem Gusto, unter anderem auch durch Wahl von Farben und Schriftarten. Eine Liste aller Einstellungsmöglichkeiten und überwachbaren Ressourcen liefert die Manpage des Programms. Als waschechtes Unix-Tool fühlt sich Xosview auf vielen Plattformen zu Hause, allerdings stehen nicht auf jedem dieselben Informationen zur Verfügung. So ermittelt Xosview auf Irix-Systemen nicht die Swap-Nutzung, FreeBSD-Anwender müssen auf die Batteriestatusanzeige verzichten. WLAN-Signalstärke und RAID-Status ermittelt Xosview ausschließlich auf Linux-System. Hier gibt wieder die Manpage Aufschluss, welche Checks auf welcher Plattform verfügbar sind. Xosview kann auf eine lange Entwicklungsgeschichte zurückblicken. Nachdem die Entwicklung seit 2008 ruhte, nahm Ende 2011 ein neues Team das Projekt wieder auf und treibt es mit frischen Elan voran.

Xosview 1.9.1

Lizenz: GPLv2, BSD

Quelle: http://www.pogo.org.uk/~mark/xosview/

Wertung

Mit Xosview lassen sich alle wichtigen Systemparameter gut im Auge behalten. Dabei passen Sie die zu überwachenden Parameter sowie deren Erscheinungsbild ganz nach Bedarf an.

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