Export

Als letzter Arbeitsschritt im Umgang mit RAW-Dateien steht der Export der Bilder in allgemeinkompatible Bildformate an, etwa JPEG oder TIFF. AfterShot Pro macht dem Anwender das Leben in dieser Hinsicht wirklich sehr leicht: Hier genügt es, die gewünschten Bilder zum Entwickeln mittels Drag & Drop in einen Eintrag in der Rubrik Stapelverarbeitung zu ziehen. Hier legen Sie bei Bedarf beliebige eigene Einträge an, denen Sie die gewünschten Entwicklungsparameter zuordnen (Abbildung 5). Unter anderem lassen sich in der Stapelverarbeitung zusätzliche Schlagwörter zuweisen, die Bilder in Größe und Auflösung verändern sowie zusätzlich Filter darauf anzuwenden.

Abbildung 5: Um in AfterShot Pro Bilder zu entwickeln, ziehen Sie sie einfach auf den entsprechenden Eintrag in der Stapelverarbeitung.

Hier steht Adobes Software jener von Corel allerdings in Nichts nach und bietet darüber hinaus diverse Online-Dienste als Exportziel an, wie etwa Facebook, Flickr oder SmugMug. Corel gelobt jedoch Besserung und verspricht, diese Funktion in künftige Versionen mit aufzunehmen. Als Exportformaten unterstützten sowohl Lightroom als auch AfterShot Pro JPEG und TIFF, Adobes Bildbearbeiter offeriert darüber hinaus die eigenen Formate DNG und PSD.

Fazit

Vom Funktionsumfang her ähneln sich AfterShot Pro und Lightroom weitgehend. Die Software von Adobe wirkt allerdings häufig nicht nur eine Spur umfangreicher als jene von Corel, sondern oft auch durchdachter. Gerade der opulente Umfang und die Tiefe lassen Lightroom aber auf viele Anwender fast undurchschaubar wirken. Hier punktet AfterShot Pro auf der ganzen Linie: Bereits nach kurzer Einarbeitungszeit hat der Anwender fast alle Features erfasst und kann sie auch sinnvoll in den Workflow.

Während Lightroom in der Bildverwaltung ganz klar die Nase vorne hat, punktet AfterShot Pro in der Bildverarbeitung unter anderem mit der Unterstützung von Layern sowie den Plugins Noise Ninja und Perfectly Clear. Darüber hinaus besitzt Corels Software eine ungleich größere Objektivdatenbank.

Ein echtes Problem kommt allerdings auf Umsteigewillige zu, die ihre Bilder bislang mit Lightroom bearbeitet und verwaltet haben: Abgesehen von der Verschlagwortung und Bewertung übernimmt die Corel-Software nämlich keinerlei Informationen aus Lightroom (siehe Kasten "Migration"). 

Migration

Viele Nutzer, die Lightroom schon länger verwenden, scheuen dem Umstieg auf ein anderes Produkt, weil sie befürchten, dass damit die ganze bisher über Lightroom eingeflossene Arbeit für die Katz war.

Zwar unterstützt AfterShot Pro die Lightroom-Datenbank nicht direkt, dafür bietet die Adobe-Software jedoch die Möglichkeit, Bildparameter aus dem Kontextmenü heraus via Metadaten | Metadaten in Datei exportieren in einer XMP-Datei zu speichern. Die wiederum unterstützt die Corel-Software.

Im Test zeigte sich jedoch, dass AfterShot Pro lediglich die Verschlagwortung und Bewertung der Bilder übernimmt, nicht jedoch die Bearbeitungshistorie. Entsprechend gehen in Lightroom vorgenommene Änderungen am Bild beim Umstieg auf AfterShot Pro tatsächlich verloren.

Infos

[1] Adobe Lightroom: http://www.adobe.com/de/products/photoshoplightroom/?promoid=DTEPG

[2] Bibble Labs: http://bibblelabs.com/

[3] Test Bibble 5: Robert Seetzen, "Brückenschlag", LU 09/2010, S. 60, http://www.linux-community.de/20053

[4] Corel AfterShot Pro: http://www.corel.com/corel/product/index.jsp?pid=prod4670071

[5] Perfectly Clear: http://www.athentech.com/

[6] Noise Ninja: http://www.picturecode.com

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