Scharfe Sache
Qt-Desktopumgebung Razor-qt
Wer in Zusammenhang mit Linux Qt hört, der denkt in erster Linie an KDE. Ein Merkmal haftet diesem Desktop nicht erst seit gestern an: Die Umgebung sieht zwar gut aus und bringt viele brauchbare Tools mit, entwickelt aber auch einen nicht zu unterschätzenden Ressourcenhunger. Insbesondere auf älteren Systemen erschwert das oft den produktiven Betrieb.
Das öffnet eine Nische für schlanke Desktopumgebungen, die eine sinnvolle Nutzung moderner Linux-Distributionen auch auf älterer Hardware versprechen. Als erste Wahl positionieren sich hier bislang XFCE und LXDE. Jetzt schickt sich eine weitere Desktopumgebung an, den beiden großen Tieren im Segment der schlanken Desktops Konkurrenz zu machen: Im Dezember vergangenen Jahres erschien die Version 0.4 der jungen Desktopumgebung Razor-qt [1].
Razor-qt basiert, wie der Name schon vermuten lässt, wie KDE auf den Qt-Bibliotheken. Neben KDE wurden bislang auch andere namhafte Projekt auf Basis des Qt-Frameworks realisiert: So etwas das Betriebssystem Meego, die 2D-Variante von Ubuntus Unity-Desktop oder der VLC Media Player unter Windows und Linux.
Nach eigenen Angaben kooperiert das Projektteam um Razor-qt auch mit dem KDE-Projekt, um Synergieeffekte zu erzielen. Schon jetzt lassen sich Icons und Mauszeiger auswählen, die ursprünglich für KDE entstanden.
Was ist neu?
Die Versionsnummer 0.4 deutet schon an, dass sich Razor-qt noch in der Entwicklung befindet, präsentiert sich aber schon reif genug, um es auszuprobieren und selbst für sich auszubauen. Mittlerweile wird Razor-qt bereits von einer ersten Distribution ausgeliefert, dem schwedischen ExTiX.
Der Fokus bei der Entwicklung der aktuellen Version 0.4
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