Home / LinuxUser / 2012 / 03 / Gnome 2 reloaded: Maté und Cinnamon

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(220 Punkte bei 8 Stimmen)
KDE 4.10.2, Gnome 3.6 und mehr
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Tee oder Zimt?

Gnome 2 reloaded: Maté und Cinnamon

Rührteig

Cinnamon selbst wirkt wie eine Mischung aus Gnome 2, Gnome 3 und den Linux Mint Shell Extensions (Abbildung 8). In der zum Redaktionsschluss aktuellen Version 1.1.3 liegt am unteren Rand das sogenannte Panel. Über diese Leiste wechseln Sie wie gewohnt zwischen allen geöffneten Fenstern.

Abbildung 8: Cinnamon besitzt das von Linux Mint bekannte Startmenü.

Links unten in der Ecke wartet ein Menu-Knopf, über den sich das Mint-typische Startmenü öffnet. Es fasst die Anwendungen in den gewohnten Gruppen zusammen, deren Inhalte automatisch ausklappen, sobald Sie mit dem Mauszeiger darüber fahren. Für einen Programmstart genügen also zwei Mausklicks. Wählen Sie eine Anwendung mit der rechten Maustaste an, dürfen Sie ihr Symbol auf dem Desktop, im Schnellstartbereich des Panels (direkt neben dem Menüknopf) oder am linken Rand des Startmenüs bei den "Favoriten" ablegen.

Auf der rechten Seite des Panel warten die Aktualisierungsverwaltung, eine verbesserte Lautstärkeregelung, der Network-Manager, ein Kalender und der Umschalter für die virtuellen Desktops. In zukünftigen Versionen soll man mehrere Panels aktivieren und frei platzieren dürfen. Schon jetzt blendet sich die Leiste auf Wunsch automatisch aus. Dazu müssen Sie allerdings den dconf-editor aus dem Paket dconf-tools nachinstallieren. Dort aktivieren Sie dann den Punkt panel-autohide im Schlüssel org | cinnamon (Abbildung 9). Danach erscheint das Panel erst, wenn Sie mit dem Mauszeiger den unteren Bildschirmrand berühren.

Abbildung 9: Unter Cinnamon 1.1.3 gilt es die Einstellungen noch umständlich über den dconf-editor ändern.

Weitere Tipps und Tricks zu Cinnamon hat Major Grubert in einem eigenen Foren-Beitrag zusammengetragen [15]. Der nächsten Cinnamon-Version, die bei Erscheinen dieser Ausgabe bereits vorliegen dürfte, spendieren die Entwickler übrigens ein eigenes Kontrollzentrum namens Cinnamon Settings, über das Sie etwas bequemer an allen Einstellungen drehen. Dessen Aussehen ähnelt den Einstellungen von Firefox, wie einige vorab veröffentlichte Vorschaubilder verraten [16].

Versteckspiel

Wer sich abmelden oder den Computer neustarten möchte, muss ein wenig suchen: Die entsprechenden Schaltflächen verstecken sich hinter den unteren drei Symbolen am linken Rand des Startmenüs. Ebenfalls genau hinschauen muss man, um das Unendlichkeitssymbol links oben in der Bildschirmecke zu entdecken. Dieses Erbe der Gnome-Shell führt nicht mehr zur Aktivitäten-Anzeige, sondern schlicht zu einer Übersicht aller geöffneten Fenster (Abbildung 10).

Abbildung 10: Derzeit kennt Cinnamon noch den Aktivitäten-Modus von Gnome 3, den die Entwickler allerdings zu einer Fensterverwaltung zusammengestrichen haben.

Am rechten Rand verbirgt sich die von Gnome 3 bekannte Liste mit den virtuellen Desktops. Einen neuen erstellen Sie, indem Sie einfach ein Fenster auf den leeren Eintrag (mit dem Hintergrundbild) ziehen. In der Fenster-Ansicht gibt es noch einen Themes-Reiter. Er listet alle vorhandenen Cinnamon-Themen auf, mit einem Mausklick stülpen Sie dem Desktop ein neues Aussehen über. Da diese Ansicht jedoch vielen Anwendern überflüssig erscheint, verschwindet sie voraussichtlich in der kommenden Cinnamon-Version.

Gnome-3-Themes funktionieren ebenfalls mit Cinnamon, Sie müssen sie aber derzeit noch über die herkömmlichen Systemeinstellungen (System Settings) aktivieren. Anders als in der Gnome-Shell "springen" eintrudelnde Nachrichten vom unteren rechten Rand einmal schnell an den oberen und blenden sich dann langsam aus.

Die von Cinnamon ansonsten angebotenen Anwendungen stammen allesamt aus Gnome 3 – angefangen bei Nautilus als Dateiverwalter bis hin zu den Systemeinstellungen. Für die Gnome-Shell geschriebene Erweiterungen funktionieren unter Cinnamon allerdings nicht mehr. Clement Lefebvre verspricht jedoch, dass sie sich mit wenigen Handgriffen portieren lassen. Wie die Gnome-Shell funktioniert auch Cinnamon nur mit aktivierter 3D-Grafik. Andernfalls bekommt man den aus Gnome 3 bekannten Fallback-Modus zu Gesicht (Abbildung 11). Er ähnelt stark dem alten Gnome 2 mit den Menüs am oberen Bildschirmrand.

Abbildung 11: Auch wenn es wie Gnome 3 aussieht, handelt es sich hier um Cinnamon im Fallback-Modus.

Eine ausführliche Dokumentation zu Cinnamon sucht man bislang vergebens. Einzig die News halten auf der Projekt-Homepage über den Funktionsumfang auf dem Laufenden [11]. Das verwundert allerdings nicht weiter, befindet sich die Entwicklung doch immer noch in einer starken Experimentierphase. Die Entwickler raten denn auch noch von einem produktiven Einsatz ab. Wer Hilfe sucht, findet diese im Linux Mint-Forum [17].

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 0 Punkte (1 Stimme)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter http://www.tim-schuermann.de.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Emacs als Psychologe
Emacs als Psychologe
Tim Schürmann, 21.05.2013 11:49, 0 Kommentare

Wer beim Schreiben in Emacs nicht mehr weiter weiß oder schier an einer Programmieraufgabe verzweifelt, der kann den eingebauten Psychologen um Rat fragen.

1966 entwickelte der Infor...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...