Bodhi installieren

Im Live-Betrieb bekommen Sie eine gute Vorstellung davon, wie schnell das System arbeitet. Vor allem, wenn Sie alte Hardware nutzen, erweist sich Bodhi Linux als sehr agil. Sofort positiv bemerkbar macht sich die exzellente Integration der Desktopumgebung in das System: Enlightenment arbeitet äußerst stabil und ohne Hakeleien.

Wie bereits erwähnt stelle Bodhi Linux als Core-Distribution nur die nötigste Software von Haus aus bereit. Zusätzliche Programme müssen Sie jeweils aus den Repositories herunterladen, was erst eigentlich erst nach der Installation des Systems sinnvoll ist. Um Bodhi auf die Festplatte zu heben, gibt es in der Dockleiste die Schaltfläche Install Bodhi Linux. Dahinter verbirgt sich ein modifizierter Ubuntu-Installer, die nach den üblichen Abfragen nach Lokalisierung und Partitionierung das Betriebssystem auf die Platte packt.

Nach einem anschließenden Warmstart passen Sie das System zunächst optisch an Ihre Wünsche an, indem Sie im Menü Settings unterschiedliche Optionen ausprobieren. Diese setzt E17 in der Regel sofort ohne weiteren Neustart um, sodass Ihrer Experimentierfreude kaum Grenzen gesetzt sind.

In einem weiteren Schritt empfiehlt es sich, die Lokalisierung anzupassen, da Bodhi Linux von Haus aus nur die englische Sprache beherrscht. Hierzu klicken Sie im Menü Applications | Preferences auf die Auswahlfläche Language Support. Anschließend stellen Sie bequem grafisch die gewünschten Optionen ein. Da Bodhi hierzu jedoch Pakete aus dem Internet nachlädt, muss dazu ein Zugang ins Netz bestehen.

Nach diesem Prozedere sind die deutschen Maße in das System integriert. Um auch Enlightenment auch mit der deutschen Sprache vertraut zu machen, wählen Sie das Untermenü Settings | All | Language | Language Settings aus. Im sich öffnenden Dialog klicken Sie den Eintrag Deutsch an und bestätigen die Auswahl mit Apply. Künftig erscheinen die Menüs in deutscher Sprache – zumindest überwiegend.

Einstellungssache

Der Enlightenment-Desktop bietet zur Konfiguration ein Kontrollzentrum an, das Sie vom Startmenü aus über den Eintrag Einstellungen | Einstellungskonsole erreichen. Ähnlich wie bei anderen Desktopumgebungen finden Sie hier die wichtigsten Optionen zur Konfiguration des Systems zusammengefasst unter einer grafischen Oberfläche vor. Hier modifizieren Sie nicht Funktionen der Arbeitsoberfläche, sondern können auch Hardware-Einstellungen vornehmen, etwa die Bildschirmauflösung ändern oder Eingabegeräte konfigurieren.

Damit Sie in der Vielzahl an Optionen nicht den Überblick verlieren, gruppiert E17 die einzelnen Schalter dabei thematisch. Ein Klick auf die gewünschte Option verzweigt in ein detailliertes Untermenü in einem eigenen Fenster, in dem Sie die gewünschten Modifikationen vornehmen. Danach schließen Sie die Einstellungskonsole mit einem Klick auf die Schließen-Schaltfläche (Abbildung 3).

Abbildung 3: Die Einstellungskonsole als Schaltzentrale in E17.

Der Enlightenment-Desktop ist schon seit Jahren bekannt für seine zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten. Auch in Bodhi Linux können Sie aus der schon von Haus aus optisch ansprechenden Arbeitsoberfläche einen echten Hingucker machen, indem Sie neben Gadgets beispielsweise auch einen animierten Hintergrund nutzen. Die Distribution liefert erst einmal nur statische Desktops mit, doch im Internet finden sich zahlreiche animierte Hintergrundbilder [5]. Über das Untermenü Einstellungen | Alle können Sie zudem in jeweils separaten Dialogen das Aussehen der Fenster individuell konfigurieren, Themes ändern und anpassen, Systemmeldungen optisch und akustisch beeinflussen, Menü-Einträge hinzufügen oder auch neue Dockleisten anlegen und modifizieren.

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