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Editorial 03/2012

22.02.2012

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

mit dem Fazit "Technisch versierte Benutzer werden immer mobiler" fasste der Security-Anbieter Kaspersky Anfang Februar die Ergebnisse einer Umfrage zusammen, die er von einem Marktforschungsinstitut bei PC- und Notebook-Nutzer mit mobilem Zweitgerät hat vornehmen lassen. 76 Prozent der befragten deutschen Anwender dieser Kategorie nutzen noch einen Desktoprechner, aber lediglich 4 Prozent davon ein klassisches Handy. Die restlichen 96 Prozent besitzen ein Smartphone als Rechner-Komplement, immerhin knapp jeder Dritte (30 Prozent) greift mittlerweile auch zum Tablet.

Damit liegt jetzt auch mal Schwarz auf Weiß das auf dem Tisch, wovon wir in der Redaktion schon lange ausgehen: Power-User möchten auch unterwegs aktuelle Technik nutzen und surfen abends auf der Couch zur Abwechslung mal gerne per Tablet. Das herauszufinden braucht's auch keine Kristallkugel, sondern nur den Selbstversuch und einen kleinen Seitenblick, was so alles an Hardware auf den Redaktionsschreibtischen herumliegt.

Der Linux-Power-User greift dabei, so unsere Überzeugung, natürlich zu Smartphones und Tablets mit Android. Dem versuchen wir bereits seit einer geraumen Weile Rechnung zu tragen, indem wir interessante Hardware aus dieser Kategorie testen und gelegentlich einmal eine Android-App für die Kooperation mit einer klassischen Linux-Maschine vorstellen. Die Anregungen dazu stammen meist aus privaten Erfahrungen der Redakteure von LinuxUser und dessen Schwesterzeitschriften.

Allerdings erhalten wir, seit wir das Thema Android aufgegriffen haben, gelegentlich Zuschriften von Lesern, denen dieses Thema sauer aufzustoßen scheint. "Android-Hardware gehört nicht in den Linux-User", heißt es da beispielsweise, oder: "Wenn ich was über Android wissen will, kaufe ich mir eine entsprechende Zeitschrift". Ein genervter Leserbrief-Verfasser mutmaßte sogar, LinuxUser recycle Artikel aus der Schwesterzeitschrift Android User. Um das gleich klarzustellen: Das tun wir natürlich nicht. Freilich kann es schon vorkommen, dass ein Redakteur des Schwesternblatts für uns über Android schreibt, oder – und tatsächlich ist das in der Mehrzahl der Fälle so – ein LinuxUser-Redakteur ein Thema für Android User aufbereitet, das er bereits bei uns im Heft besprochen hat.

Wie auch immer: Uns verblüfft diese zumindest partielle Aversion gegen Android-Themen einigermaßen, lesen wir doch selbst die fraglichen Artikel gern – sonst würden wir sie gar nicht erst drucken. Sollte Linux' mobiler kleiner Bruder bei Ihnen tatsächlich ein Un-Thema sein? Greifen Sie lieber zu einer anderen Publikation, wenn Sie etwas über Android-Geräte und Apps lesen wollen? Lassen Sie uns doch bitte Ihre Meinung dazu wissen und schicken Sie uns eine E-Mail dazu mit dem Betreff Android an redaktion@linux-user.de.

Unter den Einsendern verlosen wir fünf Exemplar des "Inoffiziellen Android-Handbuchs" (siehe Bild) von Andreas Rehberg. Wer Android mag, der findet darin reichlich Know-how und Tipps rund um den mobilen Linux-Ableger. Wer Android noch nicht kennt, kann sich damit einen guten Eindruck vom Thema verschaffen. Und wer Android partout gar nicht mag, für den haben wir als Ersatzgewinn Linux-Literatur, zum Beispiel das neue Standardwerk zum Thema vom renommierten Autorenduo Plötner/Wendzel. 

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