Innere Werte

Das Datenblatt des SPX-5 UMTS liest sich weitgehend unspektakulär. Ein 650-MHz-CPU sorgt für den Vortrieb. Ihr steht eine 300-MHz-GPU zur Seite, welche den grafischen Part übernimmt. 512 MByte Arbeitsspeicher sind zwar nicht üppig, aber für die meisten Fälle ausreichend. Anders sieht es hier beim internen NAND-Speicher (256 MByte) aus: Für den Anwender bleiben rund 160 MByte verfügbar, definitiv zu wenig. Je nach Größe reicht bereits ein Dutzend Apps aus, um den Platz zu belegen.

Erwartungsgemäß fielen die Benchmarks ebenfalls unspektakulär aus. Während das Phone bei Antutu [4] noch auf vergleichsweise respektable 1635 Zähler kommt, erreicht es bei Vellamo [5] lediglich 236 Punkte und ist damit eines der schwächsten jemals in der Redaktion getesteten Geräte.

Umso überraschter waren wir, dass das Smartphone gerade beim Browsen eine wirklich gute Figur abgab, dessen Performance Vellamo eigentlich misst. Sämtliche Referenzseiten (Amazon, eBay, Spiegel Online, …) lädt das Gerät in akzeptablen Zeiten von 15 bis 20 Sekunden. Auf sehr skriptlastigen und umfangreichen Seiten wie etwa Bild.de zeigte das SPX-5 UMTS beim Navigieren und Zoomen mit deutlichen Rucklern dann aber doch an, dass seine Kapazitätsgrenzen erreicht waren.

Ebenfalls erfreulich fiel der Akku-Leistungstest Antutu Tester [6] aus, bei dem das Phone auf beachtliche 878 Punkte kommt. Das ist für ein Smartphone ein außerordentlich guter Wert, den sonst lediglich Tablets mit deutlich stärkeren Energiespeichern toppen. Das SPX-5 UMTS liegt damit gleichauf mit dem Motorola Xoom und deutlich besser als beispielsweise das HTC Incredible S.

Im Multimedia-Bereich wartet das Phone auf der Rückseite mit einer 8-MPixel-Kamera auf, der ein LED-Blitz zur Seite stehen soll. Der erweist sich allerdings im Vergleich zu anderen Smartphones als erbärmliche Funzel, die nicht einmal ausreicht, um Objekte aus nächster Nähe halbwegs vernünftig auszuleuchten. Mit der passenden App funktionieren Sie das LED aber immerhin zur Taschenlampe um. Zum Videochatten spendierte der Hersteller dem SPX-5 UMTS in der Front eine zusätzliche kleine Kamera, deren Auflösung er allerdings nicht angibt.

Obwohl dem Handy/Tablet-Zwitter die Version 3 von Android besser zu Gesicht gestanden hätte, bevorzugten die Entwickler mit "Gingerbread" den auf Smartphones ausgelegten 2.3er-Zweig. Abgesehen von der Software zum Steuern der zwei SIM-Karten bietet das Gerät kaum zusätzliche Programme. Da es aber die Google-Tools und damit auch den Market enthält, installieren Sie die gewünschten Apps problemlos darüber nach.

Angesichts der Bildschirmgröße von 5,2 Zoll dürfte die Auflösung durchaus etwas mehr als 480 x 800 Bildpunkte betragen, auch die Blickwinkelstabilität ist höchstens Mittelmaß. Vor allem über die Längsachse nach vorne gekippt reichen bereits wenige Grad Abweichung aus, um das Bild erheblich abzudunkeln.

Fazit

Wie auch beim Modell im vorigen Test zieht beim Pearl Simvalley SPX-5 UMTS das Verkaufsargument Dual-SIM nach wie vor. Im Test verwaltete das Smartphone die zwei Karten völlig problemlos. Der restlichen Leistungsmerkmale des Smartphones allerdings fallen allenfalls in die Kategorie Mittelklasse – das ist angesichts des nicht ganz günstigen Preises definitiv zu wenig. 

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