Praxistest

Wir testeten die neue Dreamlinux-Version auf einem betagten stationären System und einem aktuellen Notebook. Auf beiden Rechnern gab die Distribution eine gute Figur ab: Der XFCE-Desktop erfreute mit seinen vielfältigen optischen Effekten, obwohl der ältere Desktop-Rechner nicht über eine 3D-fähige Grafikkarte verfügte. Auf dem aktuellen Notebook fielen die optischen Schmankerl dank 3D-Hardware-Unterstützung noch etwas üppiger aus. Auf beiden Maschinen agierte das System wieselflink. Selbst auf dem Pentium III-Desktop fielen beim Öffnen von Fenstern und Applikationen kaum Wartezeiten an, das System arbeitete auf beiden Maschinen dank des Debian-Unterbaus sehr stabil. Das einzige Manko, das uns im Kurztest auffiel, war die fehlende Hardware-Unterstützung für die brandaktuelle WLAN-Karte im Notebook. Diese – obwohl vom bekannten Hersteller Atheros stammend – ließ sich unter Dreamlinux nicht zur Mitarbeit bewegen.

Fazit

XFCE ist auch in der neuen Version 4.8 wieder mehr als einen Blick wert. Die Oberfläche weist zwar gegenüber dem Vorgänger keine gravierenden optischen Neuerungen vor, erfuhr jedoch viele kleine Verbesserungen im Detail, die primär der Benutzerfreundlichkeit zugute kommen. Revolutionäre neue Bedienkonzepte suchen Sie bei XFCE vergeblich: Für Anwender, die einen schnellen Desktop mit etwas Eye-Candy suchen, der stabil arbeitet und sich trotzdem intuitiv bedienen lässt, stellt XFCE eine erstklassige Wahl dar.

Dreamlinux mit seiner ausgezeichneten XFCE-Integration und der soliden Basis Debian eignet sich darüberhinaus sehr gut für ältere Hardware und glänzt als besonders stabiles Betriebssystem, das man bedenkenlos produktiv einsetzen kann. Lediglich auf brandneuer Hardware treten gelegentlich Treiberprobleme auf, die jedoch dank kontinuierlicher Weiterentwicklung und Pflege des Systems meist bald behoben werden. 

Infos

[1] XFCE-Projekt: http://www.xfce.org

[2] Wechsel von Linus Torvalds zu XFCE: http://heise.de/-1318200

[3] Dreamlinux: http://www.dreamlinux.info

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