Home / LinuxUser / 2012 / 03 / Desktopumgebung XFCE und Dreamlinux aus Brasilien

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Eingedost
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Aufteiler
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Tropisch bunt

Desktopumgebung XFCE und Dreamlinux aus Brasilien

Bedienkonzepte

Die seit Jahren kontinuierlich weiterentwickelte Oberfläche von XFCE folgt eher konventionellen Standards: Ähnlich wie bei Gnome 2.x finden Sie am oberen Bildschirmrand eine Panelleiste mit dem Startmenü sowie einem Logout-Dialog und dem Arbeitsflächenumschalter. Am unteren Bildschirmrand residiert mittig eine erweiterbare Dockleiste, die einige wichtige Applikationen beinhaltet und als Schnellstarter fungiert. Die Menüstruktur orientiert sich weitgehend an Gnome-Spezifikationen, kann jedoch insbesondere bei der Installation von KDE-Programmen unter XFCE auch abweichende Einträge enthalten. Freilich lässt sie sich ganz nach Geschmack konfigurieren.

Die Anpassung der Arbeitsoberfläche an Ihre Wünsche sowie auch einige Einstellungen zu hardwarespezifischen Optionen nehmen Sie bei XFCE unter Dreamlinux über den Settings Manager vor, den Sie im Eintrag Settings direkt unterhalb des Startmenüs finden. In diesem Menü tauchen zusätzlich eine stattliche Reihe weiterer einzelner Konfigurationsoptionen auf, die es im Settings Manager teilweise nicht gibt: Unter anderem nehmen Sie hier Einstellungen für eine angeschlossenen Webcam vor oder partitionieren die Festplatte mithilfe von Gparted (Abbildung 2).

Abbildung 2

Abbildung 2: Einstelloptionen zur Arbeitsoberfläche finden Sie im Settings Manager.

Um den zunächst zwar farblich ansprechenden, jedoch etwas bieder wirkenden Desktop von Dreamlinux aufzupeppen, aktivieren Sie unter XFCE diverse Schatten- und Transparenzeffekte aktivieren, die teilweise auch ohne explizite 3D-Hardware-Unterstützung arbeiten. Die Einstellmöglichkeiten dazu finden Sie im Menü Settings | Window Manager Tweaks im letzten Reiter Compositor. Diese Effekte arbeiten selbst auf einfachsten Grafikkarten und verleihen Ihrem Desktop gediegene Eleganz (Abbildung 3).

Abbildung 3

Abbildung 3: Schatten und Transparenz bietet XFCE von Haus aus.

Um die Farbgebung der Arbeitsoberfläche zu ändern, Icons anzupassen oder auch den Bildschirmhintergrund auszutauschen, stehen die Einträge Appearance und Desktop im Untermenü Settings bereit. Hier legen Sie auch das Design der Icons und die Systemschriften fest.

Gadgets, Widgets und Desklets

Die Oberfläche von XFCE beherrscht inzwischen auch das schwebende Anordnen kleiner Applikationen, die man je nach Gusto Gadgets, Widgets oder Desklets nennt. Dreamlinux bringt beispielsweise den Conky-Monitor mit, der im transparenten Modus wichtige Hardware-Statusdaten auf dem Bildschirm einblendet. Um Conky zu einzurichten, wechseln Sie in das Menü System und wählen dort den Eintrag Conky Monitor. Daraufhin versorgt das Tool Sie mit den wichtigsten Informationen zum Status des Systems.

Aufgrund der hohen Kompatibilität zu Gnome besteht für XFCE-Nutzer zudem die Option, für Gnome gedachte Gadgets zu nutzen. Um die kleinen Helferlein auf den Bildschirm zu holen, installieren Sie mit Synaptic bequem und schnell die Pakete gdesklets und google-gadgets-gtk. Die zahlreichen Abhängigkeiten löst der Paketmanager dabei automatisch auf. Sie finden anschließend im Untermenü Utilities den Eintrag gDesklets und im Untermenü Applications den Starter Google Gadgets (GTK). Mit der Google-Sidebar holen Sie sich zunächst eine Analoguhr sowie einen Nachrichtenticker auf das Display. Weitere Gadgets können Sie aus dem Internet nachladen, indem Sie mit einem Rechtsklick in die Sidebar ein Einstellungsmenü öffnen und hier die Schaltfläche Add Gadgets... oder Add an iGoogle Gadget auswählen.

Während sich die Anzahl der vorhandenen herkömmlichen Gadgets noch im Rahmen hält, stellt ein Klick zum Laden der iGadgets eine Verbindung zu den Google-Servern her, wo zahlreiche der kleinen Programme lagern. Vom Horoskop über kleine Spiele bis hin zum "Idiotentest" finden Sie hier viele Gimmicks, aber auch produktiv einsetzbare Helfer wie Wörterbücher oder Wettervorhersagen. Um ein iGadget zu aktivieren, ziehen Sie dessen URL lediglich in die dafür vorgesehene Eingabezeile im iGadget-Fenster. Um eines der Gnome-Desklets zu laden, öffnen Sie das entsprechende Auswahlfenster durch einen Klick auf den Starter gDesklets im Menü Utilities (Abbildung 4).

Abbildung 4

Abbildung 4: Auch XFCE kommt mit Gadgets bestens klar.

Nach Auswahl eines Gadgets können Sie dieses auf dem Bildschirm frei anordnen. Um die gDesklets bei jedem Systemstart automatisch zu aktivieren, fügen Sie unter XFCE einen Starteintrag im Untermenü Settings | Session and Startup hinzu. Nach Aktivierung dieses Eintrages mithilfe des davor zu setzenden Häkchens lädt das System die Desklets bei jedem Login oder Neustart (Abbildung 5).

Abbildung 5

Abbildung 5: Im Startup-Menü von XFCE verwalten Sie bequem die beim Systemstart zu ladenden Programme.

Tip a friend    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

Hits
Wertung: 0 Punkte (2 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 05/2014

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Bilder vergleichen mit diffimg
Bilder vergleichen mit diffimg
Tim Schürmann, 01.04.2014 12:40, 1 Kommentare

Das kleine Werkzeug diffimg kann zwei (scheinbar) identische Bilder miteinander vergleichen und die Unterschiede optisch hervorheben. Damit lassen sich nicht nur Rätsel a la „Orignial und Fäls...

Aktuelle Fragen

programm suche
Hans-Joachim Köpke, 13.04.2014 10:43, 8 Antworten
suche noch programme die zu windows gibt, die auch unter linux laufen bzw sich ähneln sozusagen a...
Funknetz (Web-Stick)
Hans-Joachim Köpke, 04.04.2014 07:31, 2 Antworten
Bei Windows7 brauche ich den Stick nur ins USB-Fach schieben dann erkennt Windows7 Automatisch, a...
Ubuntu 13.10 überschreibt immer Windows 8 Bootmanager
Thomas Weiss, 15.03.2014 19:20, 8 Antworten
Hallo Leute, ich hoffe das ich richtig bin. Ich habe einen Dell Insipron 660 Ich möchte gerne Ub...
USB-PTP-Class Kamera wird nicht erkannt (Windows-only)
Wimpy *, 14.03.2014 13:04, 15 Antworten
ich habe meiner Frau eine Digitalkamera, AGFA Optima 103, gekauft und wir sind sehr zufrieden dam...
Treiber
Michael Kristahn, 12.03.2014 08:28, 5 Antworten
Habe mir ein Scanner gebraucht gekauft von Canon CanoScan LiDE 70 kein Treiber wie bekomme ich de...