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© Liliia Rudchenko, 123rf.com

Tropisch bunt

Desktopumgebung XFCE und Dreamlinux aus Brasilien

22.02.2012 Das schlanke XFCE fristet in vielen Distributionen im Schatten der Giganten KDE und Gnome sein Dasein – zu Unrecht: Was die clevere Arbeitsumgebung alles kann, zeigt eindrucksvoll das brasilianische Dreamlinux.

Lange Zeit galt XFCE [1] als Exote unter den Desktopumgebungen für Linux. Stets im Windschatten der beiden Platzhirsche Gnome und KDE segelnd, betrachteten viele Anwender es als zwar schlanke, aber umständlich zu bedienende Oberfläche mit technologischem Rückstand. Doch in den letzten Jahren hat der XFCE-Desktop mächtig aufgeholt, sodass er inzwischen funktionell Gnome 2.x kaum noch nachsteht. Neue Bedienkonzepte wie die von Gnome 3.x, KDE 4.x oder dem Ubuntu-Desktop Unity konnten die Verbreitung von XFCE keineswegs schmälern – im Gegenteil: Linux-Guru Linus Torvalds wandte sich im Jahr 2011 von Gnome 3 ab und XFCE zu [2], inzwischen setzt auch eine zunehmende Zahl von größeren Distributionen auf XFCE als Standard-Desktop.

Desktop plus

Ursprünglich als Panel entwickelt, wurde XFCE bereits in den 90er Jahren um einen Fenstermanager erweitert und erhielt schließlich auch eine Entwicklungsumgebung für eigene Applikationen. Da XFCE auf dem GTK+-Toolkit basiert und zusätzlich die Standards von Freedesktop.org integriert, bietet es ein hohes Maß an Kompatibilität zu anderen Oberflächen. So können Sie problemlos unter XFCE auch Gnome- oder KDE-Anwendungen ausführen. Die Existenz eines Frameworks für die Entwicklung hat zudem dafür gesorgt, dass es mittlerweile eine stattliche Anzahl von kleinen XFCE-eigenen Applikationen gibt. Zu den Anwendungen aus dem XFCE-Fundus, die man inzwischen auch in anderen Welten kennt, zählen beispielsweise der Webbrowser Midori, der Dateimanager Thunar und der Kalender Orage.

Das primäre Entwicklungsparadigma, einen möglichst ressourcenschonenden und zugleich auch schnellen Desktop anzubieten, haben die Entwickler weder bei der Arbeitsoberfläche noch bei den Zusatzprogrammen aus den

...

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