Schon bei kleinen Mengen strukturierter Daten regt sich oft der Wunsch nach einer Datenbank. Die Hürde, einen Server aufzusetzen, hält aber nicht selten von dem an sich sinnvollen Vorhaben ab. SQLite [1] bietet einen Kompromiss zwischen Aufwand und Nutzen. Im Gegensatz zu Datenbanken wie MySQL oder Oracle handelt es sich bei SQLite nicht um eigene Server-Software, sondern um eine Bibliothek, die den Zugriff auf die in einer Datei gelagerten Daten verwaltet. Die bei anderen Datenbanken übliche Verwaltung der Berechtigungen regelt das Programm über die Zugriffsrechte zu dieser Datei.
Wie für Bibliotheken üblich bietet auch SQLite die Möglichkeit, die Software in andere Programme einzubinden. Damit stehen in diesen die Funktionen der Datenbank automatisch bereit. Daneben existieren auch Schnittstellen zu Skriptsprachen, Darunter zu Perl, PHP und Python. Schließlich gibt noch es ein Kommandozeilen-Interface, mit dessen Hilfe Sie SQLite über Shell-Befehle steuern.
Einen ähnlichen Ansatz verfolgt das Projekt Recutils [2]. Dahinter verbirgt sich ebenfalls eine Bibliothek, die den Zugriff auf die Daten verwaltet, und die wie SQLite die Möglichkeit zum Einbinden in eigene Programmen oder zum Skripten mitbringt. Die Datenbanken liegen dabei in gewöhnlichen Textdateien. Die Flexibilität der Abfragesprache SQL (siehe Kasten "Structured Query Language") steht hier, im Gegensatz zu SQLite, nicht bereit.
Structured Query Language
Die standardisierte Abfragesprache SQL kommt in vielen relationalen Datenbanken zum Einsatz, wobei die verschiedenen RDBMS üblicherweise einen mehr oder
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