Geteilte Ansicht
Dateiverwaltung der anderen Art mit dem Gnome Commander
Seit den frühesten Unix-Tagen gilt das Paradigma: Alles ist eine Datei. Nicht nur Dokumente und Ordner, sondern auch die Grafikkarte, der entfernte Server, das optische Laufwerk melden sich gegenüber dem System in vielen Fällen als Datei mit den passenden Methoden zum Öffnen, Lesen, Schreiben und Löschen. Die entsprechenden Treiber setzen diese einfachen Systemaufrufe dann in die richtigen Aktionen um.
Das Verwalten von Dateien steht daher immer noch im Mittelpunkt der Arbeit am Rechner, und aus diesem Grund gehört ein Dateimanager zu den zentralen Werkzeugen jeder Arbeitsumgebung. Integrierte Desktops wie Gnome, XFCE oder KDE bringen eigene Programme mit, die in Aufbau und Bedienung recht ähnlich funktionieren.
In der Grundeinstellung zeigen sie häufig die Dateien eines Ordners als Symbole und eine Seitenleiste, die wahlweise das Dateisystem in einer Baumansicht, eine Reihe von Lesezeichen oder zuweilen die zuletzt geöffneten Dateien enthält. Im Wesentlichen entspricht dieses Verhalten dem der bekannten Pendants weit verbreiteter proprietärer Betriebssysteme.
Doch das gilt nicht in jedem Fall. Einige Dateimanager folgen einem anderen Konzept: Sie zeigen die Objekte in zwei Fenstern an. Diese ständig geöffneten Ansichten erleichtern Aktionen wie das Verschieben oder Kopieren. Symbolansichten gibt es hierbei in aller Regel nicht, sondern die Objekte sind in Listen angeordnet, die Sie nach verschiedenen Kriterien sortieren dürfen. Das bekannteste Programm dieses Zuschnitts war der terminalbasierte Norton Commander, dessen freier Klon namens Midnight Commander [1] noch heute strikt diesem Schema folgt. Doch auch grafische Tools gibt es zur Genüge.
Nicht nur für Gnome
Obwohl der Name es eigentlich suggeriert – der Gnome
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