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22.02.2012

Mit Chemtool komfortabel Molekülstrukturen zeichnen

Wer kennt nicht aus dem Chemieunterricht die abstrakt anmutenden Molekülstrukturen, bei denen man sich gerne verzeichnet. Mit Chemtool haben Sienun die Möglichkeit, im Handumdrehen zweidimensionale organische Molekülstrukturen darzustellen. Das Tool enthält bereits eine Reihe von fertigen Strukturen, wie etwa Aminosäuren oder Zucker sowie carbocyclischen und heterocyclischen Verbindungen. Alles in allem kennt Chemtool 15 unterschiedliche Verbindungstypen. Wer seine Verbindungen lieber freihändig zeichnet, dem erleichtert das Tool die Arbeit mit verschiedenen Winkelrastern. So steht beispielsweise für hexagonale Strukturen ein Raster mit 30-Grad-Grad-Intervallen bereit, für pentagonale Strukturen eines mit 72-Grad-Grad-Intervallen, wohingegen Chemtool oktagonale Strukturen mit einem 45-Grad-Grad-Raster unterstützt. Ein uneingeschränkter Undo/Redo-Speicher stellt sicher, dass voreilig vorgenommene Änderungen keine fatalen Folgen zeitigen. Wie von gängigen Zeichenprogrammen gewohnt, zeichnen Sie mit der linken Maustaste. Ein Klick auf die rechte Taste entfernt hingegen das aktuelle Objekt. Zur besseren Darstellung stehen außerdem sieben unterschiedliche Farben zur Verfügung. Bei komplexen Strukturen erlaubt eine Zoom-Funktion, bei der Arbeit mehr ins Detail zu gehen. Die erstellten Molekülstrukturen kann Chemtool in mehrere Bildformate exportieren, wie beispielsweise PNG, BMP, SVG oder XFIG. Auch ein Export nach LaTeX oder EPS ist möglich. Haben Sie bereits Molekülstrukturen mit anderen Programmen erstellt, lassen sich diese in Chemtool importieren, sofern sie im PDB- oder Molfile-Format vorliegen.

Chemtool 1.6.13

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://ruby.chemie.uni-freiburg.de/~martin/chemtool/

Wertung

Ob Schüler oder Hobbychemiker, Chemtool erleichtert das Erstellen von Molekülstrukturen. Dank der unterstützten Dateiformate lässt sich das Resultat problemlos weiterverarbeiten.

Mit Gthumb bequem im Bildarchiv navigieren

Möchten Sie das private Bildarchiv auf Ihren Datenträgern sichten und ordnen, sollten Sie sich Gthumb genauer ansehen. Das Werkzeug ermöglicht, bequem durch die Bildverzeichnisse auf der Festplatte zu navigieren und zeigt dabei die enthaltenen Bilder als Thumbnails an. Sie können die Dateien beliebig im Verzeichnisbaum verschieben, löschen oder umbenennen. Auch kleinere Änderungen am Bild selbst beherrscht Gthumb, darunter Farbkorrekturen sowie das Anpassen von Helligkeit und Kontrast. Des weiteren lassen sich die Bilder skalieren, spiegeln und rotieren. Auch Änderungen des Zeitstempels und das Löschen aller Meta-Informationen erlaubt Gthumb. Umgekehrt können Sie die Bilder auch mit Kommentaren und Schlagworten versehen – ideal, um Urlaubsfotos mit Hintergrundinformationen aufzuwerten. Über eine Katalogfunktion fassen Sie Bilder aus beliebigen Verzeichnissen zu einer logischen Struktur zusammen. In den Katalogen navigieren Sie wie in einer Verzeichnisstruktur. Gthumb verwaltet die erstellten Kataloge im Navigationsbaum am linken Fensterrand, der bereits alle wichtigen Verzeichnisse enthält. Um in großen Sammlungen schneller ans Ziel zu gelangen, können Sie außerdem Lesezeichen hinterlegen. Gthumb unterstützt alle gängigen Bildformate von BMP über JPEG und PNG bis hin zu XPM. Durch Speichern in einem anderen Format lassen sich Bilder bequem konvertieren. Als Bildbetrachter für Gnome interagiert Gthumb hervorragend mit Tools wie dem Dateimanager Nautilus. So nutzt es beispielsweise die Nautilus-eigene Datenbank zur Ablage seiner Thumbnails.

Gthumb 2.14.1

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://live.gnome.org/gthumb

Wertung

Gthumb ist ein ideales Hilfmittel, um Bildarchive in Zaum zu halten. Es kombiniert einfache Optionen zur Navigation, Betrachtung und Bearbeitung.

Urlwatch überwacht Webseiten auf Anderungen

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich bei Urlwatch um eine Lösung zur Überwachung von Änderungen auf Webseiten. Als Python-Skript realisiert, läuft das Tool ohne Installation direkt nach dem Auspacken aus seinem Verzeichnis heraus. Die zu überwachenden URLs übergeben Sie als einfache Textdatei. Dabei enthält jede Zeile die URL einer Webseite, wobei Urlwatch mit einem Hash (#) beginnende Zeilen als Kommentare ignoriert. Leerzeichen in den Adressen müssen Sie durch den URL-Encode %20 ersetzen, sonst findet das Tool die gewünschte Seite nicht. Standardmäßig sucht das Programm seine Konfigurationsdatei im Verzeichnis ~/.urlwatch, mittels des Parameters --urls können Sie jedoch auch eine andernorts gelagerte URL-Liste übergeben. Bei jedem Aufruf prüft Urlwatch, ob sich der Inhalt der Webseiten verändert hat. Falls ja, dann gibt das Programm die URL sowie einen Differenzauszug mit den Änderungen aus. Auf diese Weise sehen Sie sofort, was sich auf der Seite geändert hat. Als Vergleichsbasis speichert Urlwatch den HTML-Code der Seite in einem Cache-Ordner in Ihrem Heimatverzeichnis und aktualisiert diesen nach Änderungen. Für das fortlaufende Überwachen von Seiten empfehlen die Entwickler, einen entsprechenden Crontab-Eintrag zu formulieren und sich bei Änderungen von Cron per E-Mail informieren zu lassen. Damit Urlwatch Sie bei Seiten mit dynamischen Inhalten nicht mit falschen Alarmen bombardiert, definieren Sie über sogenannte Hooks Ausnahmeregeln, mit denen Sie auch schlechtem HTML-Code oder ICS-Dateien ein Schnippchen schlagen. Über Hooks konvertieren Sie bei Bedarf auch HTML-Seiten in einfachen Text, wozu Urlwatch dann auf Drittprogramme wie Html2txt oder Lynx zurückgreift. Die neueste Version von Urlwatch arbeitet die URL-Liste nicht mehr sequenziell ab, sondern parallelisiert die Prüfungen über das Python-3.2-Modul concurrent.futures. Nutzen Sie noch Python 2.x, müssen Sie über den Aufruf pip install futures das Modul futures nachinstallieren.

Urlwatch 1.14

Lizenz: BSD

Quelle: http://thp.io/2008/urlwatch/

Wertung

Mit Urlwatch verpassen Sie nie wieder Änderungen auf Ihren Lieblingswebseiten. Das Tool eignet sich auch zum Einsatz in eigenen Skriptlösungen.

Wechselmedien bequem katalogisieren mit VVV

Die Heft-CDs von LinuxUser sind eine feine Sache – allerdings weiß man nach zwei Monaten nicht mehr, auf welchem Wechselmedium das Programm war, das man gerade sucht. Hier schafft VVV Abhilfe: Das Tool erkennt eine im Laufwerk befindliche CD oder DVD und katalogisiert deren Inhalt unter einem eindeutigen Namen, den Sie dazu vergeben. Bei Audio-Dateien liest VVV auch die Informationen der ID3-Tags aus. Die erfassten Daten legt das Programm in der mitgelieferten Firebird-Datenbank ab. Möchten Sie im Team Medien erfassen, können Sie auch eine dedizierte, zentrale Firebird-Datenbank verwenden, die Sie aber vorab eigenhändig installieren und einrichten müssen – VVV übernimmt diese Aufgabe nicht. In der VVV-Konfiguration geben Sie dann nur noch die Verbindungsdaten und den Datenbankbenutzer an. Haben Sie alle Medien erfasst, können Sie nach bestimmten Dateien oder Musikstücken suchen, ohne den Datenträger zur Hand haben zu müssen. Die übersichtliche Suchansicht hilft dabei, das Suchfeld einzugrenzen. Als Suchparameter akzeptiert VVV Dateinamen und Dateierweiterungen. Sie dürfen im Suchfeld auch mehrere Begriffe angeben, die VVV standardmäßig mit einer Oder-Verknüpfung verbindet. Steht vor dem Begriff ein Plus, muss er zwingend im Ergebnis enthalten sein; ein Minus schließt den Begriff aus der Suche aus. Allerdings unterstützt die Suchfunktion weder reguläre Ausdrücke noch eine schreibweisenabhängige Suche. Neben der Suchansicht bietet VVV auch eine virtuelle und eine physikalische Ansicht. Während letztere in ihrem Navigationsbaum den Inhalt der Datenbank nach Katalogen getrennt auflistet, erlaubt die virtuelle Ansicht, die katalogisierten Daten nach eigenem Gusto zu ordnen und zusammenzufassen.

VVV 1.2

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://vvvapp.sourceforge.net/

Wertung

Mit VVV wissen Sie immer im Handumdrehen, auf welchem Wechselmedium sich eine gesuchte Datei befindet, ohne dazu den Datenträger zur Hand haben zu müssen.

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