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© Mmagellan, sxc.hu

Gabelfertig

Websites aufsetzen und verwalten mit Fork CMS

18.01.2012 Für eine professionelle Website braucht es nicht gleich großes Geschütz: Das junge Projekt Fork CMS ermöglicht, unkompliziert eigene Webseiten zu gestalten.

Web-Profis greifen, wenn Sie nicht gerade einen rein statischen Netzauftritt umsetzen, auf Content-Managementsysteme (CMS) zurück. Diese ermöglichen es, Webseiten ohne HTML-Kenntnisse zu erstellen und zu verwalten. Die Website heißt in einem solchen Kontext oft Frontend. Das umfasst alles, was sich ein potenzieller Besucher im Webbrowser ansehen könnte.

Zu den Favoriten unter diesen Systemen gehört Typo3 [1]. Gerade in Europa erfreut sich dieses CMS seit einiger Zeit großer Beliebtheit, vor allem bei Profis. Der Grund dafür liegt in der regen Arbeit der Entwickler, die regelmäßig Updates veröffentlichen, und einer entsprechend großen Community.

Aber neben Typo3 gibt es noch weitere freie Content-Managementsysteme, die um Aufmerksamkeit buhlen. Als etwas schlankere Alternative zu Typo3 gilt Joomla [2], das besonders mit Flexibilität wirbt. Für kleine Webauftritte eignet sich zudem das eigentlich für Blogs gedachte Wordpress [3] – insbesondere, wenn es darum geht, wenig verschachtelte Auftritte für Einsteiger aufzusetzen. Sowohl Joomla als auch Wordpress gehören zu den quelloffenen Systemen.

Neben diesen bekannten, weit verbreiteten Größen der freien CMS-Welt bietet das etwas unbekanntere Fork CMS [4] seine Dienste an. Ebenfalls Open Source und mit HTML5-Basis ausgerüstet, richtet sich dieses PHP-basierte System (sieh Kasten "Anforderungen") gleichermaßen an Anfänger wie Profis.

Anforderungen

Für den Betrieb benötigt Fork-CMS mindestens Apache 2.0, MySQL 5 sowie PHP 5.2. Die folgenden PHP-Erweiterungen müssen installiert und aktiviert sein: Curl, SimpleXML, SPL, PDO (samt MySQL-Treiber), Mb_string, Iconv und die GD2-Grafikbibliotheken. Weitere Voraussetzungen listet eine eigen Seite auf [13]. Zu den Einschränkungen gehört, dass Fork CMS keine Installation in Unterverzeichnissen erlaubt.

Bevor Sie sich daran machen, Fork auf einem Webserver – und sei es nur lokal mit Hilfe von XAMPP [5] – einrichten, lohnt es, sich eine Installation auf einem Testsystem anzusehen [6]. Das Backend erreichen Sie über eine andere URL [7]. Zum Anmelden verwenden Sie den Benutzernamen demo@fork-cms.com und das Passwort demo [8]. Haben Sie sich angemeldet, landen Sie im so genannten Dashboard, wo Sie je nach Konfiguration Informationen, zum Beispiel Statistiken über die Nutzung, Newsletter und neue Kommentare finden.

Die Navigation im Backend teilt sich in sechs Bereiche auf. Über Seiten passen Sie Seitenstruktur an und konfigurieren die einzelnen Pages (Abbildung 1). Die Erweiterungen beziehungsweise Module finden Sie unter Module. Die Reiter Marketing und Mailmonitor dienen der Analyse der Nutzerstatistiken mithilfe von Google Analytics [9] sowie CampaignMonitor [10].

Abbildung 1

Abbildung 1: Neue Seiten legen Sie einfach per Knopfdruck an. Bestehende Seiten bearbeiten Sie auf ähnliche Weise.

Wenn Sie auf den Reiter Seiten wechseln, sehen Sie auf der linken Seite auf einen Blick auf Struktur der Website. Neben der Hauptstruktur entdecken Sie in der Demo auch Seiten, die sich im Footer der Website befinden, oder Einzelseiten ohne Bezug zur Struktur der Webpräsenz, die zum Beispiel bei Fehlern (404) oder beim Anzeigen von Suchergebnissen zum Einsatz kommen.

Für jede Seite bietet das CMS umfassende Einstellungen. Sobald Sie eine Seite im Backend aufgerufen haben, stehen Ihnen diverse Möglichkeiten offen. Neben dem Hinzufügen und Anpassen von Inhalten haben Sie die Möglichkeit, über verschiedene Reiter weitere Einstellungen vornehmen.

Über SEO nehmen Sie Einstellungen vor, um die Seite für Suchmaschinen zu optimieren (Search Engine Optimization, SEO). Die Maske bietet die Möglichkeit, einen Seitentitel und einen davon abweichende Namen für die Anzeige in Menüs anzugeben. Darüber hinaus hinterlegen Sie hier Meta-Angaben und vergeben eine sprechende URL.

Möchten Sie neue Inhalte an eine bestimmte Stelle in die Struktur der geöffneten Webseite einfügen, klicken Sie einfach auf einen der Buttons Block hinzufügen. Daraufhin öffnet sich ein Dialog, aus dem Sie auswählen, ob Sie eines der Module hier einbetten wollen oder ob Sie einfachen Text schreiben möchten.

Greifen Sie im letztgenannten Fall in der Auswahl zum editor. Nun zeigt die Software oberhalb des eben noch gedrückten Buttons ein neues Element Editor an. Fahren Sie mit dem Mauszeiger über diesen Eintrag, erscheinen drei Schaltflächen, die Funktionen zum Bearbeiten und Verwalten des neuen Eintrages bereitstellen.

Sie haben die Möglichkeit, den Beitrag mit Text zu befüllen, zu verstecken oder zu löschen. Das Verstecken über das Augensymbol verhindert die Anzeige des neuen Beitrags im Frontend, also auf der Website. Über die linke Schaltfläche öffnen Sie einen Rich-Text-Editor, in dem Sie den Inhalt eingeben und bei Bedarf formatieren (Abbildung 2).

Abbildung 2

Abbildung 2: Mit dem Rich-Text-Editor formatieren Sie Texte kinderleicht, ganz ohne HTML-Kenntnisse.

Neu angelegte Seiten erscheinen zunächst unter Einzelne Seiten in der Übersicht. Mit der Maus verschieben Sie diese an die gewünscht Position in der Seitenstruktur oder in den Footer.

Ausbauphase

Fork CMS besitzt eine Schnittstelle für Erweiterungen, die sogenannten Module (Abbildung 3). Von Haus aus bringt das Programm eigene Module mit, deren Installation Sie bereits beim Einrichten des CMS auf dem Webserver erledigen. Neben einer Volltextsuche, einem Blog-Modul und einem Newsletter-Plugin finden Sie hier auch einen Form-Builder, mit dem Sie bei Bedarf über das Backend ganz einfach Formulare erstellen.

Abbildung 3

Abbildung 3: Fork bietet eine Schnittstelle für Erweiterungen. Ab Werk bringt das CMS zum Beispiel ein Blog-System mit.

Diese Formulare binden Sie später über den bereits beschriebenen Bereich Seiten in eine Website ein. Dabei wählen Sie, nachdem Sie auf Block hinzufügen geklickt haben, nicht den Eintrag Editor, sondern Widget und im Anschluss das Formular aus. Eine Übersicht über die Erweiterungen bietet die Tabelle "Module".

Module

Modul Kurzbeschreibung
Analytics Integration der wichtigsten Analysefunktionen von Google Analytics.
Blog Leser dürfen Beiträge kommentieren und Einträge kategorisieren.
Form Builder Einfaches Zusammenklicken von einfachen und auch umfangreichen Formularen über das Backend.
Frequently Asked Questions Mit diesem Modul setzen Sie Frage-Antwort-Listen auf. Das Modul erlaubt es, Fragen zu kategorisieren. Die Antworten dürfen neben Text auch Grafiken und andere Inhalte umfassen.
Locations Anzeigen eines Standortes in einer Google-Maps-Karte.
Newsletter Einfaches Newsletter-System mit Anbindung an die Marketing-Software CampaignMonitor.
Profiles Module für das Verwalten von Nutzerprofilen, das Anmelden und das Versenden von Aktivierungsmails. Sinnvoll, wenn Sie eine Community-Website aufbauen möchten.
Search Volltextsuche, die Sie im Backend optimieren können.
Tags Tags dienen zum Verschlagworten der Inhalte. Das ermöglicht es, zu einem Beitrag weitere relevante Inhalte anzuzeigen.

Sie haben die Möglichkeit, eigene Module zu entwickeln. Da es sich bei Fork CMS um ein junges Projekt handelt, fällt die Dokumentation allerdings noch nicht sehr umfangreich aus. In der Knowledge Base der Fork-Website befindet sich ein Artikel über das Entwickeln von Modulen im Aufbau [11].

Themes

Auch das Aussehen der Website liegt mit Fork CMS voll in Ihrer Hand. Ab Werk enthält Fork CMS bereits Themes, die eine Internetpräsenz optisch ansprechend gestalten. Nach der ersten Installation auf einem Webserver erhält die gesamte Website das Theme Triton (Abbildung 4).

Abbildung 4

Abbildung 4: Das aktuelle Standard-Theme von Fork CMS heißt Triton. Es basiert auf HTML5 und JQuery und befindet sich somit auf der Höhe der Zeit – und es sieht auch noch gut aus.

Sind mehrere Themen installiert, wechseln Sie zwischen diesen bei Bedarf einfach über den Reiter Einstellungen unter Theme | Theme-Auswahl ändern. Für das Erstellen eigener Themes gilt das selbe wie für Module: Eine ausreichende Dokumentation gibt es noch nicht. Allerdings präsentiert die Website von Fork CMS immerhin schon eine Beschreibung der ersten Schritte auf dem Weg zum eigenen Theme und hält einige weitere Beiträge zum Thema "Theming" vor [12].

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LinuxUser 05/2014

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