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© Amri Wolfgang, 123rf.com

Lenovo Thinkpad Tablet im Test

Professionell serviert

Das Thinkpad-Tablet von Lenovo richtet sich in erster Linie an professionelle Anwender. Mit seinen teils ungewöhnlichen Lösungen weiß das Android-Gerät aber auch den Privatier zu begeistern.

Tablets sind der letzte Schrei. Kaum ein Hersteller versäumt, mindestens eines der handlichen, tastaturlosen Geräte im Sortiment zu haben. Erst spät raffte sich auch der chinesische Hersteller Lenovo dazu auf, mehrere Android-Tablets auf den Markt zu bringen, davon zwei auch im deutschsprachigen Raum. Das je nach Ausstattung zwischen 470 und 750 Euro teure Thinkpad-Tablet soll dabei als Premiumgerät für Business-Kunden in der Oberklasse neue Maßstäbe setzen [1].

Zum Test erhielten wir von der Firma IP-Web GmbH aus Schwandorf [2] ein nagelneues Thinkpad-Tablet im eleganten schwarzen Gehäuse. Aus dem Karton purzelte neben dem Rechner in einer edel aussehenden, hochwertigen Lederhülle auch ein Mini-Netzteil mit Ladefunktion sowie ein passendes Sleeve im Lenovo-typischen rot-schwarzen Farbmix. Auch die optional erhältliche USB-Tastatur (79 Euro) fand sich im Paket.

Technische Daten

Typ Lenovo Thinkpad Tablet
Modell 18382DG / NZ72DGE
CPU Nvidia Tegra 2, Dual-Core-ARM, 1 GHz
RAM 1 GByte
Festplatte 64 GByte Flash
Display 10,1 Zoll Multitouch-TFT, 1280 x 800 Pixel
Software Android 3.1 "Honeycomb"
Kommunikation WLAN 802.11a/b/g/n, Bluetooth 2.0, UMTS/HSDPA
Schnittstellen Mini-HDMI, USB 2.0, Micro-USB, Mikro/Kopfhörer, Docking
Sensoren Beschleunigungssensor, Gyroskop, Assisted GPS, Umgebungslichtsensor
Kartenleser 3-in-1 (SD, SDHC, MMC)
Kameras Vorderseite 2 MPixel, Rückseite 5 MPixel
Akku LiPo, 2 Zellen, 24,1 W, 3250 mAh
Größe 260 x 182 x 14 mm
Gewicht 731 Gramm
Garantie 1 Jahr Courier Collect/Depot
Preis 695 Euro
Zubehör (Auswahl) Keyboard Folio Case 79 Euro, Thinkpad Tablet Pen 39 Euro
Bezugsquelle IP-Web GmbH, http://www.thinkstore.de

Gediegen

Schon beim ersten näheren Kontakt fallen am Thinkpad-Tablet einige Besonderheiten auf: So weist das Gerät ein 10,1 Zoll großes, berührungssensitives IPS-Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Punkten auf, das von einer gehärteten Oberfläche aus sogenanntem Gorilla-Glas der Firma Corning geschützt wird. Dieser Glastyp besteht aus Alkali-Aluminosilikat und trotzt nicht nur mechanische Beschädigungen erheblich besser als herkömmliche Display-Beschichtungen, sondern profiliert sich obendrein auch durch seine Resistenz gegen viele Chemikalien. Daher lässt sich die Oberfläche des Tablets auch ohne Bedenken mit Haushaltsreinigern säubern. Als Nachteil des Gorilla-Glases sticht das starke Spiegeln ins Auge, das jedoch bei normalem Tageslicht durch die überdurchschnittliche Helligkeit des Displays weitgehend kompensiert wird. Den Multitouch-Bildschirm des Thinkpad-Tablets können Sie sowohl mit dem Finger als auch mit einem Digitalisierstift bedienen. Letzterer zählt allerdings nicht zum Standard-Lieferumfang, sondern zu den kostenpflichtigen Extras (39 Euro). Bei Nichtbenutzung verschwindet der Stift in einem Schacht im Tablet, wo er fest einrastet, sodass er beim Drehen und Wenden des Gerätes nicht versehentlich herausfallen kann. Als weitere Besonderheit fallen vier unten am Gerät angeordnete Drucktasten auf, die der Navigation im Betrieb dienen. Das Tablet besitzt zudem zwei eingebaute Kameras an Front und Rückseite mit einer Auflösung von 2 Megapixeln vorn und 5 Megapixeln hinten.

Anschlussvielfalt

Tablets weisen in der Regel konstruktionsbedingt nicht die gleichen Anschlussmöglichkeiten auf wie Notebooks oder ausgewachsene Desktop-Computer. Das Thinkpad-Tablet glänzt hier mit einem USB-2.0-Anschluss, einer Mini-HDMI-Schnittstelle sowie einer Buchse für ein Headset mit 3,5mm-Klinkenstecker. Hinter einer bündig mit dem Gehäuse abschließenden Klappe an der Unterseite des Gerätes finden sich zudem bei einigen Modellen des Thinkpad-Tablets ein SIM-Karten-Einschub für den WWAN-Zugang sowie ein Slot für eine SD(HC)-Karte. Auch der USB-Anschluss wird bei Nichtbenutzung durch eine Klappe verdeckt, die man seitlich durch einen Schiebemechanismus öffnet. Ein weiterer Micro-USB-Anschluss, der dem Laden des Akkus dient, sowie eine proprietäre Schnittstelle für die optional erhältliche Docking-Station runden das Interface-Angebot ab.

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