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Drei Android-Tablets unter 250 Euro im Vergleich

Performance

Wichtige Kriterien bei der Entscheidung für ein Tablets sind die Performance und der Speicherplatz für Apps. Was die Billigheimer in Sachen Geschwindigkeit bieten, müssen Sie in den Benchmarks Antutu und Vellamo unter Beweis stellen. Während Antutu vorwiegend die CPU/GPU-Performance unter die Lupe nimmt, konzentriert sich Vellamo auf das Rendern von Webseiten in den unterschiedlichsten Facetten.

Als einziger Prüfling besitzt das Archos-Tablet eine Dual-Core-CPU OMAP4 ARM Cortex A9 mit einer Taktung von 1 GHz. Entsprechend hoch waren unsere Erwartungen an die Performance, die das Archos 80 G9 aber sogar noch übertraf: Mit 4800 Punkten im Antutu-Benchmark schließt es zu den hochpreisigen Konkurrenten wie dem Motorola Xoom auf. Im Vellamo-Benchmark hängt es mit 1000 Punkten (Abbildung 3) sogar Überflieger wie das Samsung Galaxy Tab ab, das in dieser Disziplin auf etwa 950 Punkte kommt.

Abbildung 3

Abbildung 3: Im Benchmark überrascht Archos mit ausgesprochen guten Werten, die selbst den Vergleich mit der hochpreisigen Konkurrenz wie dem Motorola Xoom Tablet nicht scheuen brauchen.

Die gemessene Performance bestätigte das Archos im Praxistest. Auch zum Laden großer und skriptlastiger Seiten, etwa Spiegel Online, Amazon.de, Fokus.de oder eBay.de benötigte es nie länger als 15 Sekunden. Auch die Wiedergabe von Videos in Full-HD-Auflösung (im Test Big Buck Bunny 1080P, [4]) bewerkstelligte es ohne Ruckler oder Aussetzer. Ebenso verhielt es sich mit grafisch aufwändigeren Spielen wie etwa AirAttack HD [5], die das Tablet flüssig und ohne Aussetzer wiedergab.

Nicht ganz so rasant ließ es das Kyros angehen, was aber angesichts der Single-Core-CPU Samsung Cortex A8 mit 1 GHz Taktfrequenz nicht weiter verwundert. Das Coby-Tablet erreichte im Antutu-Benchmark aber immerhin akzeptable 3000 Punkte, im Vellamo-Test kam es noch auf 512 Punkte. Trotz der deutlich geringeren Benchmark-Werte öffnete die Flunder alle Testseiten in ähnlicher Geschwindigkeit wie das Archos. Auch den HD-Referenzfilm gab es ohne Aussetzer oder Verzögerung wieder. Das Spielen von AirAttack HD bereitete ebenfalls keinerlei Probleme.

Obwohl das Pearl-Tablet eine mit 1,2 GHz getaktete CPU mitbringt, konnte es im Benchmark nicht überzeugen und lag deutlich hinter der Konkurrenz. So attestierte ihm Antutu 2165 Punkte, Vellamo 465 Zähler. Die synthetischen Werte bestätigten sich auch in den praktischen Tests. So dauerte es oft mehr als doppelt so lange wie bei den beiden Konkurrenten, bis das Pearl X7G die Referenzseiten vollständig lud. Dennoch reichte die Performance aus, um HD-Videos ohne Verzögerung wiederzugeben. Anders sah es beim Testspiel AirAttack HD aus, bei dem das Pearl-Tablet spürbar an seine Leistungsgrenzen kam, sobald das Geschehen auf dem Bildschirm etwas unruhiger wurde.

Display

Während die Tablets von Archos und Coby mit einem 8-Zoll-Display und einem Seitenverhältnis von 4:3 aufwarten, begnügt sich der Pearl-Konkurrent mit 7 Zoll im 16:10-Format und einer Auflösung von 800x480 Bildpunkten. Das stellt hinter dem Archos mit 1024x768 Pixeln den zweitbesten Testwert dar. Zwar kommt das Kyros auf 800x600 Bildpunkte, allerdings bei einem entsprechend größeren Display.

In der Helligkeitsmessung lagen die Kandidaten vergleichsweise nah zusammen. Reinweiß angezeigt kommt das Archos auf 141 Lux, das Pearl auf 139 Lux und das Kyros auf 125 Lux.

Alle drei Prüflinge verbindet das spiegelnde Display. Allerdings stehen sie damit nicht alleine da: Es gibt bislang noch kein Tablet mit mattem Display. Ein wichtiges Qualitätskriterium eines Bildschirms stellt die Blickwinkelabhängigkeit dar. Während bei allen Kandidaten beim Kippen über die Längsachse der Bildschirm bis zu einem Winkel von annähernd 30 Grad ausreichend gut lesbar erscheint, ändert sich das beim Kippen über die Querachse. Hier genügen bereits wenige Grad, um das Bild deutlich abzudunkeln – dabei gab es zwischen den Prüflingen so gut wie keine Unterschiede. In diesem Punkt treten die Qualitätsunterschiede zwischen hochpreisigen Tablets, die eine wesentlich bessere Blickwinkelstabilität bieten, und der günstigen Konkurrenz am stärksten zutage.

Wie mittlerweile üblich besitzen alle drei Geräte ein kapazitives Multitouch-Display, das auch bei allen Geräten zufriedenstellend funktioniert. Lediglich das Pearl-Tablet weigerte sich im Test, Webseiten im Browser über das Auseinanderziehen zweier Finger zu vergrößern. In Google Maps funktionierte das hingegen problemlos.

Auf ein haptisches Feedback in Form von leichten Vibrationen beim Bedienen von Elementen verzichten alle drei Kandidaten. Angesichts der oftmals minderwertigen Implementierung dieser Funktion in Tablets aus dem günstigeren Preissegment erscheint das als richtige Entscheidung.

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