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Pfennigfuchser

Drei Android-Tablets unter 250 Euro im Vergleich

19.01.2012 Tablet-PCs in Preisregionen unter 300 Euro stehen im Ruf, nicht viel zu taugen. Drei Vertreter aus diesen Gefilden treten an, das Gegenteil zu beweisen.

Apple hat mit seinem iPad einen Boom losgetreten, der in der Geschichte der IT seinesgleichen sucht: Das Tablet als der kleine Computer für unterwegs, der im Grunde das gleiche kann, wie der zuhause.

Apples Erfolg weckte natürlich Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz, die entsprechend ihre eigenen Tablets auf dem Markt platzierte. Die Mehrheit davon verwendet Android als Betriebssystem und bewegt sich in einem Preisrahmen zwischen 400 und 700 Euro – ein erkleckliches Sümmchen, das vielen Anwendern für so ein Gerät zu hoch erscheint. Abseits der hochpreisigen Markenartikel hat sich aber auch ein Markt etabliert, der Tablets für wesentlich weniger Geld offeriert – natürlich mit entsprechenden Abstrichen bei Ausstattung und Verarbeitung. Drei dieser Geräte (Abbildung 1) in der Preisspanne zwischen 170 und 250 Euro lassen wir gegeneinander antreten. Die wichtigsten technischen Daten der Testkandidaten finden Sie in der Tabelle "Android-Tablets: Spezifikationen".

Abbildung 1

Abbildung 1: Das Pearl X7G (links) besitzt mit 7 Zoll nicht nur die kleinste Bildschirmdiagonale, sondern bringt mit 390*Gramm auch das niedrigste Gewicht auf die Waage. Deutlich robuster präsentiert sich da das Kyros Coby MID 8027 (Mitte), als wahres Performance-Wunder entpuppt sich das Archos 90 G9 (rechts).

Android-Tablets: Spezifikationen

Bezeichnung Touchlet X7G Coby Kyros MID 8027 Archos 80 G9
Vertrieb Pearl Coby Archos
URL http://www.Pearl.de http://www.cobyusa.com http://www.archos.com
Straßenpreis (ca.) 170 Euro 180 Euro 250 Euro
Abmessungen
Gewicht 390 Gramm 560 Gramm 525 Gramm
Länge/Breite/Tiefe 202/126/10 mm 207/157/14 mm 226/155/12 mm
Display
Diagonale 7 Zoll 8 Zoll 8 Zoll
Auflösung 800x480 800x600 1024x768
Seitenverhältnis 16:10 4:3 4:3
Interna
CPU 1,2 GHz, Single Core Cortex A8, 1 GHz, Single Core Cortex A9, 1 GHz, Dual Core
Hauptspeicher 512 MByte 512 MByte 512 MByte
Flash-ROM 4 GByte 4 GByte 8 GByte (optional 16)
MicroSD bis 32 GByte bis 32 GByte bis 32 GByte
USB-Host ja ja ja
Akku 2000 mAh/7,4 V 4000 mAh/3,7 V k. A.
GPS ja nein ja
Bluetooth ja nein ja
Lagesensor ja ja ja
WLAN 802.11b/g 802.11b/g 802.11b/g/n
3G nein nein ja, optional gegen Aufpreis
HDMI-Ausgang ja ja ja
Kamera Front, 640x480 Front, 1600x1200 Front, 1280×960
Software
Android-Version 2.3 2.3 3.2
Google-Tools ja nein ja
Benchmark (Punkte)
Antutu 2135 3000 4800
Vellamo 465 512 1000

Die Kandidaten

Den teuersten Kandidaten schickt Archos ins Rennen: Das 80 G9 [1] kostet stolze 250 Euro, bietet aber auch einiges mehr als die Konkurrenz. So verfügt es als einziges Gerät über einen Dual-Core-Prozessor mit 1 GHz Taktrate und das Tablet-Betriebssystem Android 3.2. Die beiden Konkurrenten kommen dagegen mit Android 2.3 daher, das sich von seiner Auslegung her eher für Smartphones eignet. Daneben kann das Archos als einziges Gerät im Test optional auf das G3-Mobilfunknetz zugreifen. Das dazu notwendige Zusatzmodul in Form eines USB-Sticks schlägt mit etwa 50 Euro zu Buche. Für einen Aufpreis von etwa 30 Euro bietet Archos das Tablet auch mit 16 statt nur 8 GByte internem Speicher an.

Mit aktuell 180 Euro bei Notebooksbilliger.de bewegt sich das Coby Kyros MID 8027 [2] preislich nur knapp über dem Pearl-Tablet. Es beeindruckt in erster Linie durch eine grundsolide und robuste Verarbeitung, versprüht allerdings auch ein wenig den Charme eines Küchenbretts. Darüber hinaus fehlen ihm als einzigen Kandidaten die Google-Tools. Der Grund dafür liegt vermutlich darin, dass dem Kyros auch als einzigem ein GPS-Empfänger fehlt, den Google zur Vorgabe für den Einsatz der Applikationen macht. Ebenso verzichtet das Tablet auf die inzwischen zum Standard gehörende Bluetooth-Schnittstelle, womit ihm lediglich WLAN zum Kontakt mit der Außenwelt bleibt.

Der dritte und letzte Kandidat, das Touchlet X7G [3], kommt vom Technik-Discounter Pearl und ist mit 169 Euro der günstigste unter den drei Prüflingen. Während die Konkurrenz hier mit 8-Zoll-Displays aufwartet, begnügt sich die Pearl-Flunder mit 7 Zoll – was aber kein Nachteil sein muss, wirkt es doch deutlich handlicher. Optional bietet Pearl das Tablet mit vorinstallierter Navigationssoftware, je nach Kartenmaterial, für 219 oder 229 Euro an.

Lieferumfang

Im Lieferumfang findet sich bei Archos und Pearl neben dem Tablet selbst ein Ladegerät und ein USB-Kabel. Daneben legt Pearl noch einen USB-Host-Adapter bei. Kyros liefert zusätzlich ein Aufbewahrungstasche, ein Reinigungstuch fürs Display und einen Kopfhörer mit.

Ginge es nach dem berühmten ersten Eindruck, stünde nach dem Auspacken das Pearl-Tablet schon als Sieger fest: Es fühlt sich genauso toll an, wie es aussieht. Die Chrom-Borte um das Display verleiht ihm ein edles Äußeres, der teils aus Alu gefertigte hintere Gehäusedeckel macht das Gerät zu einem echten Handschmeichler. Den wertigen Eindruck unterstreicht auch das Echtglas-Display, das bündig mit dem Gehäuse abschließt. Auch die seitlichen Bedienknöpfe hinterlassen einen guten Eindruck. Mit einer Dicke von etwa 10 Millimetern ist das Tablet das flachste im Testfeld und erweist sich mit nur 390 Gramm Gewicht auch als das Leichtgewicht des Trios. Freilich liegt das nicht zuletzt auch am kleineren Display.

Ebenfalls mit einem Echtglas-Display wartet das Kyros-Tablet auf, dessen Gehäuse mit 15 Millimetern Dicke bulliger und robuster wirkt. Wenn es auch nicht unbedingt einen Schönheitspreis gewinnt, erweckt das Kyros doch den solidesten Eindruck der Troika. Anders als das Pearls X7G verzichtet das Kyros auf mechanische Tasten im Display, was sicherlich der Haltbarkeit zugute kommt. Da die Knöpfe allerdings nur bei Berührung kurz leuchten, sind sie schon in dämmeriger Umgebung kaum mehr zu erkennen. Mit einem Gewicht von 570 Gramm bewegt sich das Coby-Tablet gefühlt an der Grenze des Akzeptablen.

Das Archos enttäuscht beim ersten Kontakt auf ganzer Linie: Das Gehäuse wirkt ebenso instabil und wackelig wie die mechanischen Tasten am Rand. Bereits ein leichter Druck auf den Rand oder Boden des Gehäuses genügt, um unschöne wellenförmige Verfärbungen aufs Display zu bringen. Der ausklappbare Ständer (Abbildung 2) wirkt ebenfalls wenig solide und instabil, wenngleich die Idee an sich durchaus sinnvoll ist. Immerhin punktet auch das Archos mit einem relativ robusten Echtglas-Display, das deutlich kratzerresistenter ausfällt als eines aus Kunststoff.

Abbildung 2

Abbildung 2: Durchaus praktisch – aber windig verarbeitet: Der Ausklappständer im Archos-Tablet.

Allerdings schließt die Glasplatte nicht bündig mit dem Gehäuse ab, sondern ist um etwa einen halben Millimeter nach innen versetzt. Das stört zum einen beim Überfahren mit dem Finger, zum anderen sammelt sich in der Fuge ziemlich schnell Schmutz, den man nur schwer wieder herausbekommt.

Das Acht-Zoll-Tablet von Archos bewegt sich mit einer Dicke von ungefähr 12 Millimetern im Mittelfeld, wirkt jedoch aufgrund seiner Größe sogar etwas schlanker als das Pearl-Tablet. Mit einem im Test ermittelten Gewicht von 525 Gramm liegt das Tablet deutlich über den 465 Gramm, die der Hersteller in seiner Produktbeschreibung angibt.

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