Home / LinuxUser / 2012 / 02 / Android 4.0 auf dem Samsung Galaxy Nexus

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Bezahlstandard
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Googles großer Wurf

Android 4.0 auf dem Samsung Galaxy Nexus

Android 4.0

Googles neueste Version des Android-Betriebssystem, "Ice Cream Sandwich", kommt erstmals beim Galaxy Nexus zum Einsatz. Es führt die Entwicklungszweige des bislang für Smartphones genutzten Android 2.3.x ("Gingerbread") und des für Tablets optimierten Android 3.x ("Honeycomb") zusammen, sodass aktuelle Handys auch von den in Android 3 veröffentlichten Neuerungen profitieren.

In der ansprechend gestalteten Oberfläche nutzt Android 4.0 zwar an vielen Stellen Animationen und sanfte Übergänge, doch diese wirken nicht übertrieben oder unnütz, sondern machen die Bedienung eher deutlich natürlicher. So profitiert etwa Anwendungsübersicht von den neuen Gesten: Ein Wisch etwa schiebt die App aus der Übersicht in den Hintergrund.

Überarbeitet hat Google auch den App-Drawer (Abbildung 2), der nun nicht mehr nur die auf dem Gerät installierten Anwendungen anzeigt, sondern auch die verfügbaren Widgets. Diese waren bislang für Einsteiger nur schwer zu entdecken. Sehr schick haben die Entwickler hier die Übergänge von Schirm zu Schirm gestaltet. Anstatt einfach nur durch eine große Liste nach oben und unten zu scrollen, legen Sie die Kacheln wie Karten übereinander.

Abbildung 2: Der App-Drawer animiert nun den Wechsel zwischen den Tabs.

Als besonders nützlich erweisen sich auch die Kontrollen zum Datentransferverhalten von Apps (Abbildung 3). Sie stellen detailliert dar, welche App wie viele Daten ins Netz überträgt und wie viele Datenvolumen Sie insgesamt im jeweiligen Beobachtungszeitraum in Anspruch genommen haben. Gerade beim Nutzen von Flatrates mit limitiertem Transfervolumen profitieren Sie von diesen Funktionen, indem Sie ab einem bestimmten übertragenen Datenvolumen den Datenabgleich im Hintergrund deaktivieren. So sparen Sie die letzten MBytes für solche Gelegenheiten auf, in denen Sie den Internetzugang dringend und aktiv benötigen.

Abbildung 3: Hier limitieren Sie die Datenmenge, die ihr Handy ins Internet übertragen darf.

Weitere Details machen Android 4.0 zur runden Sache: Dazu zählen etwa das Entsperren des Displays über eine Gesichtserkennung, das bequeme Anlegen von Bildschirmfotos, das einfache Versenden von Daten von Gerät zu Gerät über Android Beam sowie die überarbeiten Google-Apps wie Kontakte und Google Mail.

Fazit

Bei einem Straßenpreis von um die 500 Euro muss man für das Samsung Galaxy Nexus I9250 recht tief in die Tasche greifen, bekommt aber auch viel Smartphone für sein Geld. Den größte Haken des Nexus stellt zweifellos die magere Akkulaufzeit dar: Wer auf das Telefonieren angewiesen ist und mehr als nur einen Tag ohne Nachladen auskommen muss, dem bleibt nur, entweder Ersatz-Akkus mitzuschleppen oder ein herkömmliches Handy als Zweitgerät in der Tasche zu haben. 

Ende des USB-Massenspeichers?

Bislang hat Android den Speicher in zwei Teile aufgesplittet: Die meist mit FAT32 oder auch FAT16 formatierte Partition /sdcard diente als Dateiablage für MP3s, Videos und sonstige Dateien des Benutzers. So konnte jeder PC die Datenpartition direkt als USB-Massenspeicher ansprechen. Auf der zweiten mit YAFFS, Ext4 oder RFS formatierten Partition dagegen lagen mit /system oder /data die Verzeichnisse, die das System permanent belegt.

Seit Android 3.x steckt jetzt der komplette interne Speicher nur noch auf einer Partition. Das hat den Vorteil, dass Sie auch wirklich den gesamten Speicher beliebig nutzen können. Ob Sie die freien MBytes des Geräts nun mit Bildern, Videos oder Apps füllen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Meldungen, dass der Speicher für die Installation von Apps zu knapp ausfällt, erscheinen jetzt wesentlich später als bisher.

Andererseit bedeute die Beschränkung auf eine einzelne Partition aber auch, dass Android den internen Speicher nicht mehr ohne weiteres aushängen kann. Der notwendige exklusive Zugriff darauf als USB-Massenspeicher ist somit nicht mehr möglich. Stattdessen kommt nun das Protokoll MTP (der Nachfolger des von Digicams bekannten PTP) zum Einsatz.

Allerdings lässt sich MTP unter Linux nur mit einigen Tools aus der Libmtp oder via MTPFS [3] nutzen. Alternativ stellen Sie das Galaxy Nexus auf das altbekannte PTP [4] um, was die aktuellen Linux-Distributionen besser unterstützen.

Infos

[1] Galaxy Nexus: http://www.google.de/nexus/

[2] PenTile-Matrix-Display: http://en.wikipedia.org/wiki/PenTile_matrix_family

[3] Libmtp und MTPFS unter Ubuntu: http://lxui.de/rtrU3O

[4] Das Nexus auf PTP umstellen: http://lxui.de/sFKvjW

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare
Alternative mit dem gewissen extra
Ulf B., Donnerstag, 19. Januar 2012 23:18:30
Ein/Ausklappen

Für mich ist das Samsung Galaxy Note (mit 5,3" Display) und SPen als Extra für eine bessere Eingabe - die sinnvollere Alternative.


Bewertung: 0 Punkte bei 1 Stimme.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Hits
Wertung: 124 Punkte (4 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Christoph Langner

Ich bin Blogger und freier Autor für die Linux User bzw. Ubuntu User. Ihr könnt mein Blog unter http://linuxundich.de besuchen oder mir über @ChrisZwitschert auf Twitter bzw. @Chrissss auf identi.ca folgen.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2013_06

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,95 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 60,60) können Sie im Medialinx-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Terminator
Viele Terminals im Griff mit Terminator
Tim Schürmann, 07.05.2013 10:57, 1 Kommentare

Wer morgens nach dem Einschalten des Rechners erst einmal mehrere Terminals öffnet und sich diese mühevoll auf dem Bildschirm drapiert, der sollte einen Blick auf Terminator werfen. Das kleine...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...