AA_nexus.png

© Samsung

Googles großer Wurf

Android 4.0 auf dem Samsung Galaxy Nexus

19.01.2012
Google möchte mit Android 4.0 auf dem Galaxy Nexus neue Maßstäbe setzen: Das System soll schnell laufen, viele neue Funktionen mitbringen und gut bedienbar sein. Wir testen das Smartphone im Alltag.

Als Google und Samsung das Galaxy Nexus [1] als kommendes Flaggschiff der Android-Telefone vorstellten, waren viele Betrachter skeptisch: Ein Smartphone mit 4,65 Zoll (11,8 cm) Bildschirmdiagonale? Ja, soll man denn in Zukunft mit einer Extra-Tasche für das Handy durch die Gegend laufen?

Im Alltag erscheint die Größe des Geräts jedoch gar nicht so unpassend. Dank des keilförmigen Gehäuses, des hochwertig gummierten Rückens und der leichten Krümmung des Displays liegt das Galaxy Nexus satt und griffig in der Hand, ohne dabei zu klobig zu wirken. Das Display hat eine Auflösung von 1280 x 720 Bildpunkten, zeigt also 50 Prozent mehr Pixel an als das Retina-Display eines iPhone 4/4S an. Mit der Pen-Tile-Matrix [2] trickst Samsung bei der Auflösung zwar ein wenig, doch das tut der Schärfe und der Intensität des Display keinen Abbruch.

Unter der Haube

Im Inneren des Nexus werkeln eine 1,2 GHz schnelle Dual-Core-CPU von Texas Instruments (OMAP 4460 ARM Cortex-A9) sowie ein 384 MHz schneller Grafikchip des Typs PowerVR SGX540. Diese Komponenten gehören zu den aktuell schnellste Chips für Mobilgeräte. In den USA gibt es das Galaxy zudem auch noch in einer Variante mit 32 GByte Speicher und in einer LTE-Version, welche die neuste Mobilfunktechnik unterstützt. Ob die beiden jemals in Deutschland erscheinen, ist bislang unklar.

Der Akku mit 1750 mAh Kapazität hält das Nexus im Alltag je nach Nutzung etwa 24 Stunden am Leben. Diese relativ kurze Laufzeit ist zum einem dem großen Display geschuldet, zum anderen der schnellen CPU. Optional bietet Samsung einen 2000-mAh-Akku an, der dem Handy etwas mehr Durchhaltevermögen verleiht.

Schnell zum Schnappschuss

Auf den ersten Blick etwas gespart hat Google bei der im Gerät integrierten Kamera (Abbildung 1): Sie Kamera besitzt eine Auflösung von fünf Megapixeln, die Chat-Kamera auf der Vorderseite 1,3 Megapixel. Andere Geräte bieten hier schon deutlich mehr – was aber noch lange nicht bedeutet, dass sie deswegen bessere Bilder produzieren.

Abbildung 1: Dank der Schnappschuss-Funktion ist die Kamera in wenigen Augenblicken einsatzbereit.

Google hat Android 4.0 ein paar Routinen spendiert, über die Sie entscheiden, ob die Kamera schnell auslösen soll oder sich Zeit nehmen, ordentlich zu fokussieren. Drücken Sie nur kurz auf den Auslöser, dann schießt die Kamera schnell einen Schnappschuss, drücken sie ihn länger, dann braucht der Autofokus etwas mehr Zeit – dafür fällt das Bild schärfer aus.

In der Praxis erweist sich die Bildqualität des Nexus als durchwachsen. Die Bilder sind zwar scharf und klar, allerdings wirken die Farben oft etwas zu gelbstichig. Im Vergleich mit einem iPhone 4 liegt das Nexus hier zurück.

Google hat der Kamerasoftware in Android 4.0 allerlei zusätzliche Tricks beigebracht. So erstellen Sie beispielsweise Panorama-Aufnahmen durch einen einfachen Schwenk mit der Kamera. Die Software verbindet anschließend die Einzelbilder automatisch und ohne weitere Interaktion. Zudem bringt das Nexus auch gleich Programm zum Schneiden von Videos mit.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 2 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

Kommentare
Alternative mit dem gewissen extra
Ulf B., Donnerstag, 19. Januar 2012 23:18:30
Ein/Ausklappen

Für mich ist das Samsung Galaxy Note (mit 5,3" Display) und SPen als Extra für eine bessere Eingabe - die sinnvollere Alternative.


Bewertung: 107 Punkte bei 12 Stimmen.
Den Beitrag bewerten: Gut / Schlecht

Infos zur Publikation

LU 12/2014: ANONYM & SICHER

Digitale Ausgabe: Preis € 4,95
(inkl. 19% MwSt.)

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 0 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

Nach Ubdates alles weg ...
Maria Hänel, 15.11.2014 17:23, 4 Antworten
Ich brauche dringen eure Hilfe . Ich habe am wochenende ein paar Ubdates durch mein Notebook von...
Brother Drucker MFC-7420
helmut berger, 11.11.2014 12:40, 1 Antworten
Hallo, ich habe einen Drucker, brother MFC-7420. Bin erst seit einigen Tagen ubuntu 14.04-Nutzer...
Treiber für Drucker brother MFC-7420
helmut berger, 10.11.2014 16:05, 2 Antworten
Hallo, ich habe einen Drucker, brother MFC-7420. Bin erst seit einigen Tagen ubuntu12.14-Nutzer u...
Can't find X includes.
Roland Welcker, 05.11.2014 14:39, 1 Antworten
Diese Meldung erhalte ich beim Versuch, kdar zu installieren. OpenSuse 12.3. Gruß an alle Linuxf...
DVDs über einen geeigneten DLNA-Server schauen
GoaSkin , 03.11.2014 17:19, 0 Antworten
Mein DVD-Player wird fast nie genutzt. Darum möchte ich ihn eigentlich gerne abbauen. Dennoch wür...