Export

Weiterhin können Sie Seiten "herauslösen", womit PDFMod den Export in ein neues Dokument meint. Zum Begutachten des Ergebnisses öffnet sich ein neues Programmfenster. Dieses bietet die Möglichkeit, die Seiten in eine Datei zu speichern.

Die genannten Features zielen vorwiegend auf das Aufbereiten eines Dokuments für die Druckausgabe ab, aber PDFMod hat noch mehr zu bieten. Eine interessante Funktion ist der Export von Bildern (Abbildung 2). Falls Sie gelegentlich Mail-Anhänge mit Fotos in Form einer Präsentation erhalten, haben Sie hiermit die Gelegenheit, die enthaltenen Bilder zu archivieren.

Abbildung 2: Mit PDFMod exportieren Sie Fotos und Grafiken aus Dokumenten.

Soweit die Theorie. In der Praxis arbeitet der Export nämlich in vielen Fällen nicht korrekt und erzeugt unbrauchbare Bildfragmente. Das liegt allerdings nicht unbedingt an PDFMod alleine, sondern vielmehr an der Art, wie ein PDF-Dokument Grafiken einbindet. Hier stellt die entfernte Verwandtschaft zu Postscript eine noch schwer überwindbare Hürde dar.

Ordentliche Ergebnisse erzielen Sie in der Regel mit eingebetteten JPEG-Dateien. Allerdings lohnt in verzwickten Fällen der Versuch, für die Datei ein anderes Tool wie Pdfimages zu nutzen, um die gewünschten Bilder zu exportieren.

PDFMod versteht sich auf Lesezeichen. Beim Anklicken des entsprechenden Symbols in der Werkzeugleiste oder über den Menüeintrag Lesezeichen | Lesezeichen bearbeiten öffnet sich eine Seitenleiste, in der Sie Bookmarks nach Bedarf hinzufügen oder bearbeiten. Ihre Änderungen sichert das Programm beim Speichern der Datei mit auf die Festplatte.

Beim Archivieren hilft es manchmal, das Dokument umzubenennen, und zwar nicht nur dessen Dateinamen, sondern zusätzlich auch den internen Dokumentnamen. Diese Funktion erreichen Sie über das Menü Datei | Eigenschaften. Neben dem Ändern des Dokumentnamens fügen Sie hier außerdem Schlüsselwörter hinzu, was das Katalogisieren in Bibliographieprogrammen wie beispielsweise Pybliographer [3] vereinfacht. Insbesondere beim Veröffentlichen von Dokumenten in Datenbanken im Internet erleichtern solche Schlüsselwörter das Einordnen in die richtigen Kategorien.

Über den Tellerrand

PDFMod ist im Grunde ein recht simples Programm mit wenigen Funktionen. In den unendlichen Weiten der freien Software gibt es natürlich Programme, die darüber hinaus zum Beispiel einen Import oder Export beherrschen oder es zumindest versuchen. Grafikprogramme wie Gimp (Abbildung 3) oder Inkscape verfügen dazu über rudimentäre Ansätze.

Abbildung 3: Ansicht einer Dokumentenseite in Gimp.

Gimp vermag das PDF-Format zwar zu lesen, wandelt es aber lediglich in eine Rastergrafik um, wodurch sämtliche Formatierungen verloren gehen und am Ende nur eine Art Schnappschuss einer Seite übrig bleibt. Ebenso das Vektorzeichenprogramm Inkscape: Das Ergebnis ist lediglich eine der Originalseite entsprechende Vektorgrafik, aber eben kein echtes Office-Dokument.

Den besten Job erledigt derzeit LibreOffice [4]. Es liest mehrseitige Dokumente als solche ein und erlaubt es (zumindest theoretisch) diese wie jedes andere Dokument zu bearbeiten – und das in jeder LibreOffice-Komponente. Beim näheren Hinsehen fallen jedoch selbst bei simpel gestrickten Dokumenten diverse Formatierungsfehler ins Auge, wobei sich der Effekt bei komplizierten Layouts mit verknüpften Textrahmen oder eingebetteten Grafiken und Tabellen noch verstärkt.

Nacharbeit ist in fast allen Fällen angesagt. Das artet bei großen Dokumenten teils in so viel Arbeit aus, dass ein echter Import mit vertretbarem Aufwand kaum noch funktioniert. Aber tatsächlich sind Gimp und Inkscape hinsichtlich der verfügbaren Möglichkeiten und der Praxistauglichkeit meilenweit von LibreOffice entfernt.

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Kommentare
Es muss ja nicht immer Adobe sein...
HarryBert (unangemeldet), Donnerstag, 15. März 2012 13:00:33
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Also die Lösung sich für jedes Vorgehen ein kostenloses Tool zusammen suchen zu müssen ist doch schon ziemlich umständlich und erschwert einem die Arbeit nur ungemein. Wir sind zum Teil dazu übergegangen zu schauen welche Tools am meisten vereinen und diese mit kosten günstigen alternativen "aufzubocken" so z.B. kommt man mit der PDF Software von Foxit ganz gut klar. Diese erstellten PDFs werden sogar von unserem Dokumentenmangement System von http://www.iqdoq.de akzeptiert und haben bis jetzt auch keine Anfälligkeiten gezeigt die uns je wieder dazu bringen würden großes Geld aus dem Fenster zu schmeißen.
Kleiner Tipp: Der Foxit PDF Reader ist Freeware und hat einiges mehr an Funktionen als der Adobe Reader.


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Re: Es muss ja nicht immer Adobe sein...
jjk (unangemeldet), Dienstag, 11. Februar 2014 00:53:21
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PDFmod ist ein Tool, das Teile aus einem bestehenden 'pdf' extrahiert, was sehr nützlich sein kann (z.B. einzelne zu einem bestimmten Thema relevante Kapitel aus einem Script holen). Es ist nicht als Ersatz für Destiller & Co gedacht, auch nicht, um 'pdf' zu erstellen (das kann Openoffice / Libreoffice z.B. recht gut).


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