Neue Distributionen auf den DVDs

Neue Distributionen auf den LinuxUser-DVDs

23.12.2011

Viel Schelte haben die Gnome-Entwickler für die aktuelle Version 3 des Desktops einstecken müssen – unintuitiv, sperrig, wenig praxistauglich. Eine Distribution hat jetzt die Konsequenzen gezogen und zwar gründlich: Mit Linux Mint 12 liefern die Entwickler eine ganze Reihe von Erweiterungen für den Gtk-Desktop aus, die dafür sorgen, dass beliebte Elemente, wie das Panel am unteren Rand wieder aus der Versenkung auftauchen.

So nutzen Sie die Funktionen der aktuellen Gnome-Generation mit einer Optik, die Umsteigern von Version 2 keine großen Hürden mehr in den Weg legt. Dabei geben die Entwickler aber trotzdem die Kontrolle in Ihre Hände: Über das Gnome-Tweak-Tool haben Sie die Möglichkeit, die Modifikationen gezielt an- beziehungsweise abzuschalten.

Darüber hinaus genießen Sie, wie bei jedem Release von Linux Mint, den Komfort eines exzellent konzipierten und hervorragend ausgestatteten Systems, das viele wichtige Programme und Codecs ab Werk mitbringt. So ersparen Sie sich ein größeres Nachinstallieren und Konfigurieren direkt nach der Installation.

Auf Heft-DVD 1, Seite A, finden Sie die 64-Bit-Version der Gnome-Variante von Linux Mint 12; die B-Seite hält die 32-Bit-Version des gleichen Systems bereit. Beide booten Sie komfortabel über das Startmenü der jeweiligen DVD-Seite. In beiden Fällen bietet ein Live-Modus die Gelegenheit zum gefahrlosen Testen, bevor Sie Mint bei Gefallen auf einem Rechner installieren.

Bei OpenSuse 12.1 sorgt der Wechsel auf Systemd für einen Performance-Schub. Ansonsten haben die Entwickler viel Sorgfalt in die Pflege des Systems gelegt und die Programme auf den neusten Stand gehoben. So liegt Gnome in Version 3.2 bei und KDE SC in Version 4.7.

Auf der doppelseitigen Heft-DVD finden Sie die Live-Systeme von OpenSuse. Seite A enthält die Variante mit KDE; im Startmenü der B-Seite finden Sie einen Eintrag für die Variante mit Gnome. Zusätzlich bietet die beiliegende Eco-Disc die Möglichkeit, das System komplett aus einem Medium zu installieren.

Auch Fedora 16 bietet überwiegend Systempflege, einige Änderungen fallen aber trotzdem ins Auge: So empfängt seit dieser Release Grub2 den User am Bootprompt, und der Gerätemanager HAL ist aus dem System verschwunden.

An der Oberfläche haben die Entwickler etwas Politur aufgetragen: Gnome liegt in Version 3.2 bei, und KDE haben die Maintainer auf 4.7.2 angehoben. Daneben bietet das Paketmanagement auch leichtgewichtigere Alternativen an, wie LXDE oder XFCE. Häufige Updates bewältigt das System dank Delta-RPMs zeit- und ressourcenschonend.

Die Heft-DVD bietet Ihnen die Möglichkeit, Fedora 16 zuerst gefahrlos zu testen und dann bei Gefallen auf einem PC zu installieren. Auf der Seite A haben wir die 64-Bit-Version für Sie integriert, die 32-Bit-Version finden Sie dagegen auf Seite B.

Mit eindringlichen Worten beschreiben die Maintainer von AVLinux die Motivation hinter ihrer Arbeit: Alte Hardware landet immer wieder zu unrecht auf der Müllkippe, weil Entwickler heutzutage wertvolle Kapazitäten mit nutzlosen digitalen Spielereien verschwenden. Dabei seien schon Anfang der 1990er Jahr die Geräte leistungsfähig genug gewesen, um sogar digitalen Audio- und Videoschnitt auf akzeptablem Niveau zu erledigen – und genau darum geht es bei AVLinux.

Auf einer stabilen Debian-Basis haben die Entwickler mit AVLinux 5.0.2 ein System hochgezogen, das keinen unnötigen Ballast enthält, aber alle wichtigen Programme für den Alltag mitbringt. Darüber hinaus haben sie aber mit viel Liebe zum Detail die wichtigen AV-Programme zum Schneiden und Beabeiten von Multimedia-Material integriert.

Damit das auch auf älteren Maschinen funktioniert, galt ein besonders Augenmerk der Arbeit am Kernel und dessen Performance. Herausgekommen ist dabei ein stabiles und flottes System. Einen unschönen Bug hat es sich aber als Nebeneffekt eingefangen: Der verwendete Bootmanager Grub2 beherrscht in der integrierten Version die Installation in eine Root-Partition nicht. Die Installation in den MBR klappt zwar, aber bei Multiboot-Systemen gilt es, mit Vorsicht vorzugehen.

Sie finden AVLinux 5.0.2 auf der Heft-DVD 1, Seite B. Das System unterstützt den Betrieb im Live-Modus sowie die Installation auf eine Festplatte.

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