Schwacher Flacher
Android-Tablet Weltbild Nova Cat im Test
Display
Das kapazitive Multitouch-Display wartet mit einer Auflösung von 800x600 Bildpunkten auf. Das entspricht dem Durchnitt der Geräte in diesem Preissegment und genügt in der Regel vollkommen zum Lesen von E-Books oder dem unverpixelten Betrachten von Bildern und Videos. Auch die Helligkeit des Bildschirms überzeugt und ermöglicht Selbst bei hellem Umgebungslicht das problemlose Betrachten der Inhalte.
Das setzt allerdings voraus, dass man relativ senkrecht darauf sieht: Bereits bei Abweichungen des Blickwinkels von wenigen Grad kommt es zu deutlichen Abschattungen, bei mehr als 30 Grad lässt sich der Inhalt des Displays praktisch nicht mehr lesen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Bildschirm stark spiegelt, weswegen bei direkter Sonneneinstrahlung darauf praktisch nichts mehr zu erkennen ist. Das Weltbild-Tablet stellt hier allerdings keine Ausnahme dar, das Phänomen betrifft so gut wie alle derzeit auf dem Markt befindlichen Geräte.
Als echter Show-Stopper erweist sich hingegen der Lagesensor des Tablets, der den Bildschirminhalt bereits bei leichten Bewegungen mehr oder weniger willkürlich umschaltet. Im Test sprang er dabei teilweise auch nicht mehr in die Ausgangslage zurück und blieb beispielsweise im Querformat stehen. Ähnlich gewöhnungsbedürftig verhält sich der kapazitive Touchscreen_ Speziell die Bedienelemente am unteren Rand erfordern zuweilen einen kräftigen Druck, bis sie reagieren – nicht selten auch erst beim zweiten oder dritten Mal. Das akustische Feedback – ein deutlich hörbares Summen – irritiert eher, als dass es den Nutzer über die erfolgreiche Entgegennahme eines Tastendrucks informiert.
Leistung
Als Motor arbeitet im Weltbild-Tablet eine CPU des Typs Cortex A8 mit 1,2 GHz Taktrate. Ihr stehen 512 MByte Arbeitsspeicher und 4 GByte Flash-ROM zur Seite (Abbildung 2). Zwar kommen diese Werte nicht an jene der neuesten Tablet-Boliden heran, versprechen aber dennoch genug Leistung für die meisten Anwendungsfälle.
Diese Erwartung erfüllt das Tablet aber nur zum Teil: Lediglich 1882 Punkte erreicht das Nova Cat beim Antutu-Benchmark, lediglich 441 bei Vellamo – Werte, die in etwa jenen von Smartphones mit einer 800-MHz-CPU entsprechen, aber nicht an die Performance von Geräten mit ähnlichen Spezifikationen heranreichen. Dazu passt, dass die Systeminfo des Antutu-Benchmarks im Tablet lediglich eine 1-GHz-CPU verortet. Das verwundert insofern wenig, als der verbaute Prozessortyp nur bis zu einer Leistung von 1 GHz ausgeliefert wird.
In der Praxis liefen Spiele wie Angry Birds [7] ohne Aussetzer, bei anspruchsvolleren Games wie Air Attack HD [8] stellt sich ein leichtes Ruckeln ein, sobald sich mehrere Objekte über den Bildschirm bewegen. Auch Full-HD-Videos gibt das Tablet nicht ruckelfrei wieder. Während der Browser schlanke Seiten noch in akzeptabler Geschwindigkeit lädt, lässt er sich bei aufwändigeren, etwa "Spiegel Online", durchaus eine halbe Minute Zeit, bis er sie vollständig anzeigt.



