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Diffuse gleicht Dateien ab

Zum Vergleichen von Textdateien greifen viele Anwender auf das bewährte Konsolenprogramm Diff zurück. Wesentlich mehr Bedienkomfort bietet hier das Tool Diffuse: Im Gegensatz zum klassischen Diff beschränkt das Programm Sie nicht auf den Vergleich von zwei Dateien, sondern kann (zumindest theoretisch) beliebig viele Files gegenüberstellen. Beim Vergleich von mehr als vier Dateien geht das allerdings zulasten der Übersicht. Sie übergeben die zu vergleichenden Dateien wahlweise beim Start als Parameter oder laden sie später über das Dateimenü nach. Zur besseren Übersicht verwaltet Diffuse jede Gruppe zu vergleichender Dateien unter einem eigenen Reiter, sodass Sie mehrere Vergleichsreihen parallel öffnen und nach Belieben zwischen ihnen wechseln können. Beim Vergleich der Dateien hebt Diffuse jeden Unterschied farblich hervor. Je nach Bedarf weisen Sie das Tool dabei an, Unterschiede in den Leerzeichen oder bei der Groß/Kleinschreibung außer Acht zu lassen. Sie legen diese Eigenschaften wahlweise in der Programmkonfiguration fest oder übergeben sie als Kommandozeilenparameter beim Aufruf. Seine Konfigurationsdatei legt Diffuse im Verzeichnis ~/.config ab. Bei Bedarf nehmen Sie mit Diffuse auch direkt Änderungen an Dateien vor, wie das Ausschneiden, Einfügen oder Kopieren von Textblöcken sowie wie das Ersetzen von Tabulatoren durch Leerzeichen. Gegebenenfalls lassen sich auch zwei Dateien verschmelzen oder einzelne Passagen von einem File in eine anderes übertragen. Eine unbegrenzte Undo-Funktion sorgt dafür, dass Sie Änderungen jederzeit zurücksetzen können. Beim Vergleichen von Quellcode hilft das eingebaute Syntax-Highlighting für 26 Programmiersprachen von C über SQL bis XML.

Diffuse 0.4.4

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://diffuse.sourceforge.net

Wertung

Die leistungsfähige Diff-Alternative Diffuse besticht durch eine intuitive Oberfläche und einen großen Funktionsumfang.

Docfetcher hält die Dokumente im Blick

Angesichts zahlreicher Office-, PDF- und HTML-Dokumente verliert man schnell den Überblick auf der Festplatte – eine Suchmaschine wie Google wäre da hilfreich. Hier springt das Java-Tool Docfetcher in die Bresche: Es durchforstet von Ihnen vorgegebene Verzeichnisse rekursiv nach bekannten Dokumentdateien, wobei die Palette der verarbeiteten Formate von AbiWord und HTML über MS-Office- und ODF-Dokumente bis hin zu PDFs und einfachen Textdateien reicht. Trifft Docfetcher beim Scannen eines Verzeichnisses auf ein bekanntes Format, erfasst es den Inhalt der Datei in seinem Index. Welche Formate es verarbeiten kann, erkennt das Tool anhand der Dateiendungen. Haben Text- oder HTML-Dateien eine abweichende Dateiendung, können Sie diese in den Docfetcher-Einstellungen hinterlegen. Hier schließen Sie auch bestimmte Dateien von der Indizierung aus. Das Ergebnis des Scans legt das Tool unter dem Namen des Hauptverzeichnisses in seinem Indexverzeichnis ab, wozu es ein eigenes Datenformat verwendet. Suchen Sie nun nach einem Begriff, reicht es aus, den Index der zu durchsuchenden Verzeichnisse im Suchbereich zu markieren und den Suchbegriff ins Suchfeld einzugeben. Möchten Sie die Suche weiter eingrenzen, beschränken Sie Docfetcher auf einzelne Filetypen und Dateien bestimmter Größe. Die Dateien, die den gesuchten Begriff enthalten, listet das Tool übersichtlich mit Dateinamen, Pfad, Typ, Größe und Änderungsdatum auf. Enthält das Dokument eine Autorenangabe, zeigt es auch diese an. Sobald Sie ein Dokument anwählen, zeigt Docfetcher dessen Inhalt in einer Vorschau an und hebt den Suchbegriff farblich hervor. Ein Doppelklick auf die Datei öffnet diese mit dem entsprechenden externen Tool. Docfetcher verschwindet daraufhin als Icon in der Symbolleiste der Benutzeroberfläche und überwacht von dort aus weiter die vom ihm indizierten Verzeichnisse. Soll Docfetcher nicht permanent aktiv bleiben, nutzen Sie alternativ den im Archiv enthaltenen Docfetcher-Daemon, um die Indizes pflegen zu lassen.

Docfetcher 1.0.3

Lizenz: Apache License 2.0

Quelle: http://docfetcher.sourceforge.net/de/

Wertung

Wer viele verschiedene Dokumente im Einsatz hat, behält dank Docfetcher den Überblick. Ganz gleich ob Word- oder PDF-Dokument, das Tool findet alle Dateien, die einen gesuchten Begriff enthalten und ins Muster passen. So geht kein Dokument verloren.

Mit Justniffer den TCP-Verkehr einfach im Auge behalten

Falls Sie hinter dem Namen Justniffer ein Werkzeug zum Mitschneiden des Netzwerkverkehrs vermuten, liegen Sie genau richtig. Im Gegensatz zu anderen Sniffern konzentriert sich das Tool ganz auf den TCP-Datenverkehr. Dabei erfasst es auch die Antwortzeiten einer Anfrage und eignet sich damit besonders zur Analyse von Websitzungen. Das Log-Format, in dem Justsniffer mitgeschnittene Verbindungsdaten protokolliert, ähnelt dem des Apache-Webservers. Sie können jedoch die Log-Ausgabe um zusätzliche Einträge erweitern oder komplett frei gestalten und damit an Ihre Bedürfnisse anpassen. Dazu stehen Ihnen über 80 Schlüsselwörter zur Verfügung, die sich beliebig kombinieren lassen. Mit dem Parameter -r gestartet, verzichtet das Tool vollständig auf die Formatierung der Ausgabe und gibt den rohen Datenstrom aus. Alle erfassten Daten schreibt Justniffer in die Standardausgabe. Möchten Sie die Daten lieber in einer Datei ablegen, lenken Sie dazu die Ausgabe beim Programmaufruf manuell um. Über den Parameter -e besteht außerdem die Möglichkeit, die Ausgabe zur Weiterverarbeitungen direkt an ein externes Werkzeug zu übergeben. Wollen Sie nicht den gesamten TCP-Verkehr mitschneiden, beschränken Sie die Protokollierung über Filteroptionen, deren Syntax sich an jene von Tcpdump anlehnt, sodass sich erfahrene Anwender schnell zurechtfinden. Auf der Webseite zu Justsniffer finden sich zahlreiche Anregungen und Anwendungsbeispiele, deren Palette sich keineswegs auf HTTP-Verbindungen beschränkt. Ein Blick lohnt sich.

Justniffer 0.5.11

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://justniffer.sourceforge.net

Wertung

Mit Justniffer steht Ihnen ein kompakter Sniffer zur Verfügung, der sämtliche TCP-Verbindungen in einem den meisten Anwendern vertrauten Log-Format erfasst.

Mit Tkdo die täglichen Aufgaben im Blick

Wenn Sie ein schlichtes Programm zur Aufgabenverwaltung suchen, liegen Sie bei Tkdo goldrichtig. Es bietet eine einfache und übersichtliche Tcl/Tk-Oberfläche, in der sie alle Todos in Kategorien verwalten. Jeder Eintrag besteht aus einer Kategorie, einem Titel und einem Freitextfeld für Notizen. Im Gegensatz zu vielen anderen Todo-Managern lässt sich allerdings kein Fertigstellungstermin angeben – eine Funktion, die der Entwickler bewusst nicht implementierte. Alle angelegten Aufgaben listet Tkdo nach Kategorien geordnet am linken Fensterrand in einer Baumstruktur auf. Zur besseren Übersicht beschränken Sie die Ansicht gegebenenfalls auf eine Kategorie oder lassen nur die beiden Ausgaben mit der höchsten Priorität je Kategorie anzeigen. Über eine Textsuche steuern Sie Aufgabe auch direkt an. Die Priorität einer Aufgabe innerhalb ihrer Kategorie ergibt sich aus der Position im Aufgabenbaum, die Sie nach Belieben verändern. Abgeschlossene Aufgaben markieren Sie entsprechend, woraufhin Tkdo sie nicht mehr in der Übersicht anzeigt. Der Task befindet sich aber noch im System und lässt sich über den Menüpunkt Wiederherstellen bei Bedarf reaktivieren. Ein Löschen von Aufträgen über die Oberfläche ist nicht möglich, Tkdo bietet keine entsprechende Option. Sämtliche Aufgaben legt das Programm in der Sqlite-Datenbank ~/.tkdos ab. Daneben enthält die Datenbank auch Konfigurationsinformationen wie Sprache, Profil oder Zeichensätze. Ein Blick mit dem Sqlite-Monitor in die Tabelle todos der Datenbank zeigt, wie Tkdo seine Aufgaben speichert. Da Tkdo keine Option zum Entfernen von Aufträgen enthält, gilt es veraltete Aufgaben manuell via SQL-Statement zu entfernen – hier wäre mehr Komfort wünschenswert.

Tkdo 0.3

Lizenz: BSD-License

Quelle: http://www.jmos.net/tkdo/

Wertung

Das handliche Tkdo eignet sich für die einfache Aufgabenverwaltung im privaten Umfeld, weniger für den (semi-)professionellen Einsatz.

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