Aktuelles

Neues rund um Linux

16.11.2011

Linux-Lesestoff im Ubuntu Software Center

Das in Ubuntu integrierte Softwaremanagementsystem, in dem es auch kommerzielle Anwendungen zu kaufen gibt, wird ab sofort um Verlagsangebote erweitert (http://tinyurl.com/lu1211-usc). Eine Kooperation mit der hinter Ubuntu stehenden Firma Canonical bringt die LinuxUser-Schwesterzeitschriften Linux Magazine, Ubuntu User und ADMIN in digitaler Form ins Ubuntu Software Center – zunächst allerdings nur die englischsprachigen Ausgaben. Die deutschsprachigen Inhalte von Linux-Magazin, Ubuntu User und ADMIN folgen in Kürze nach. Der Käufer erhält die Magazine als hochwertige PDF-Dokumente. Daneben finden sich im Software Center nun auch englische Buchtitel der Pearson-Verlagsgruppe, darunter etwa "The Official Ubuntu Book", "Ubuntu Unleashed: 2011 Edition" oder "The Official Ubuntu Server Book".  (uba/jlu)

Ab sofort im Ubuntu Software Center zu haben: Die digitalen Ausgaben der LinuxUser-Schwestern Linux Magazine, Ubuntu User und ADMIN.

Galaxy Nexus mit Android 4.0 vorgestellt

Samsung und Google haben das neue Smartphone-Flaggschiff Galaxy Nexus I9250 (http://www.google.com/nexus/) mit Android 4.0 alias "Ice Cream Sandwich" vorgestellt. Als Herz des Systems dient ein 1,2 GHz schneller Dual-Core-Prozessor mit 1 GByte RAM, daneben verfügt das Smartphone über 16 oder 32 GByte Flash-Speicher. Als Display verbaut Samsung ein 4,65 Zoll großes Super-Amoled-Display mit der enormen Auflösung von 1280x720 Pixeln. Es soll trotz seiner hohen Auflösung relativ stromsparend arbeiten, sodass man mit dem integrierten 1750-mAh-Akku auf akzeptable Laufzeiten kommt. Je nach Region arbeitet das 136x68x9 Millimeter große und 135 Gramm leichte Smartphone mit HSPA+ oder LTE. Die integrierte 5-Megapixel-Kamera des Galaxy Nexus ermöglicht laut Hersteller auch Videoaufnahmen in Full-HD-Qualität, für Videotelefonate gibt es eine 1,3-Megapixel-Kamera auf der Gerätevorderseite. Via Near-Field Communication lassen sich Kontakte, geöffnete Webseiten, Google-Maps-Karten, Apps und viele weitere Elemente von einem Galaxy Nexus auf ein anderes übertragen. Dazu muss man lediglich zwei Geräte mit dem Rücken zueinander zusammenhalten. Daneben beherrscht das Smartphone 802.11abgn-WLAN nach Bluetooth 3.0. Als Gimmick bringt das Galaxy Nexus neben GPS als erstes Smartphone ein Barometer mit. Auch eine Docking Station hat Samsung dem neuen Nexus-Phone spendiert, der Kontakt zum Android-Handy erfolgt über die drei kleinen Pins an der rechten Seite. Das Galaxy Nexus gibt es ab Mitte November in Deutschland bei Vodafone sowie O2. Der Preis war zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt, dürfte sich aber um die 600-Euro-Marke bewegen. (mhi/jlu)

Mit Android 4.0, einem extrem hoch auflösenden Display und NFC-Fähigkeiten glänzt das Galaxy Nexus. (Bild: Samsung)

Blender 2.60 erschienen

Mitte Oktober hat das Blender-Projekt mit der Version 2.60 seiner freien 3D-Grafik-Software das erste Release der neuen 2.6x-Serie vorgelegt. Dabei flossen zahlreiche Verbesserungen ein, die im Rahmen des Google Summer of Code entstanden (http://tinyurl.com/lu1211-blender). Als wichtigste Erweiterung betrachten die Entwickler die Möglichkeit, nun Lautsprecher-Objekte frei in den Szenen zu platzieren, um so später 3D-Sound zu rendern. Viel Arbeit floss auch in die Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit nahezu aller Dialoge im Animationssystem. Neue Modifier erleichtern den Umgang mit Vertex-Gruppen, die Game-Engine erhielt etliche Erweiterungen. Allerdings brachte die neue Version auch einige Bugs mit, die das Projekt kurz vor Drucklegung mit dem ersten Bugfix-Release 2.60a gleich ausbügelte. (jlu)

Das neue Blender 2.60 bringt zahlreiche Verbesserungen bei der Usability, der Behandlung von Vertex-Gruppen sowie bei 3D-Audio.

Canonical baut um und weitet das Produktspektrum aus

Im Vorfeld von Ubuntu 12.04 "Precise Pangolin", das wieder eine Version mit Long-Term-Support werden soll, baut Canonical seine Firmenstruktur sowie und seine Vertriebswege und Produktpalette aus. Dazu richtet das Unternehmen seine bisher in die drei Bereiche Unternehmenskunden, OEMs und Endkunden gegliederte Organisation neu nach Tätigkeitsfeldern aus: Der gesamte Vertrieb untersteht einem neuen Sales and Business Development Team, um Support kümmert sich übergreifend ein Professional and Engineering Services Team. Produktmanagement und Pressearbeit fließen künftig im Communications and Product Management Team zusammen, die Arbeit am Ubuntu Software Center übernimmt die Online Services Group. Von diesen über alle Kundengruppen hinweg funktional organisierten Struktur verspricht sich Canonical eine deutlich höhere Effizienz. Die allgemeine Produktstrategie gibt dabei auch weiterhin Ubuntu-Mäzen und Firmengründer Mark Shuttleworth vor (http://tinyurl.com/lu1211-canonical). Und er hat Einiges vor: Nach der Veröffentlichung von Ubuntu 12.04 LTS, das mit Hinblick auf Firmenkunden einen auf fünf Jahre verlängerten Desktop-Support erhält, soll Ubuntu nicht nur auf PCs, Tablets und Servern sondern auch auf Mobiltelefonen, TV-Geräten und im Auto einen festen Platz finden (http://www.markshuttleworth.com/archives/820). Spätestens mit Ubuntu 14.04, also im zweiten Quartal 2014, will Shuttleworth diese ambitionierten Pläne umgesetzt haben. Derweilen baut Canonical seine OEM-Partnerschaften weiter aus: Zusammen mit dem PC-Hersteller Dell vertreibt man demnächst Rechner mit vorinstalliertem Ubuntu im chinesischen Einzelhandel. In 220 Geschäften soll es verschiedene Modelle zu kaufen geben. Den Vertrieb übernimmt speziell geschultes Personal, auch für Support vor Ort will Canonical sorgen. Den Deal haben Teams von Canonical in Peking und Shanghai zusammen mit Dell China ausgearbeitet (http://tinyurl.com/lu1211-china). (jlu)

LFS 7.0 erschienen

Das Projekt Linux from Scratch hat die gleichnamige Version 7.0 seiner Linux-Eigenbau-Anleitung veröffentlicht (http://www.linuxfromscratch.org/news.html). Ein Großteil der Neuerungen betrifft die zum Einsatz kommenden Komponenten: So setzt LFS nun auf den aktuellen Kernel 3.1, GCC 4.6.1 und die Glibc 2.14.1. Zudem gibt es das neue Verzeichnis /run, das insbesondere Udev und seine Tools zum Speichern von Runtime-Informationen nutzen, sowie entsprechend angepasste Bootskripte. Daneben dienen neu eingeführte MD5-Prüfsummen zur Kontrolle der Integrität aller heruntergeladenen Komponenten. Neben technischen Änderungen erfuhr die LFS-Anleitung (http://www.linuxfromscratch.org/lfs/view/7.0/) auch redaktionelle Pflege, was sich in genaueren und besser verständlichen Texten äußere, so die LFS-Macher. (uba)

OpenOffice – tot oder lebendig?

Beim von Oracle unter das Dach der Apache Software Foundation (ASF) entlassenen Projekt OpenOffice.org kriselt es weiter vor sich hin. Jüngster Streich: Mitte Oktober trat das Team OpenOffice.org e.V., ein deutscher Verein, der seit 2003 als Plattform für das Tagesgeschäft rund OOo dient, mit einem internationalen Spendenaufruf an die Öffentlichkeit (http://teamopenoffice.org/de/spende.html). Dessen Wortwahl suggeriert mit Wendungen wie "plötzliches Ende", "darf nicht sterben" und "auf Spenden angewiesen", dass OOo kurz vor dem finanziellen Exitus steht und nur noch durch einen massiven Zufluss von Finanzmitteln am Leben gehalten werden kann. Das wiederum findet die ASF weder treffend noch besonders lustig und wehrte sich in einer ausführlichen Mitteilung (http://tinyurl.com/lu1211-ooo) gegen solche "destruktiven Statements", die unterstellten, das Projekt sei nach seiner Übernahme durch die ASF gescheitert. Mehr als 70 Entwickler arbeiteten derzeit aktiv an dem Projekt, das sich damit unter dem Dach der ASF bester Gesundheit erfreue. Allerdings räumt selbst die ASF ein, dass OOo seit fast einem Jahr kein Release mehr vorgelegt hat. Zudem zeigen die nackten Zahlen (http://tinyurl.com/lu1211-libo-ooo), dass sich OpenOffice und LibreOffice in Sachen Codebasis inzwischen soweit auseinander entwickelt haben, dass OOo aus dem anhaltenden Erfolg des Konkurrenzprojekts wohl kaum noch Nutzen ziehen kann. (jlu)

Kernel 3.1 ist fertig

Direkt vom Kernel Summit in Prag hat Linus Torvalds Ende Oktober den Kernel 3.1 veröffentlicht. Er enthält nur wenige Änderungen gegenüber den Release-Kandidaten, darunter einige im Netzwerkbereich und bei Grafikkarten. Dafür gibt es ihn auch in Form von Patches und Tarballs. Die Dateien seien mit seinem PGP-Schlüssel unterzeichnet, schreibt Torvalds in seiner Release-Mail (https://lkml.org/lkml/2011/10/24/212). Wie immer liefert die Website http://kernelnewbies.org Hintergründe zu den neuen Features, wie der Unterstützung für die OpenRISC-Architektur und Near-Field Communication (NFC). (uba)

Qt wird Open-Source-Projekt

Nokias Entschluss, die Entwicklung von Qt in ein Open-Source-Projekt zu überführen und eine Beteiligung von Firmen und Individuen zuzulassen, stößt beim KDE-Projekt erwartungsgemäß auf breite Zustimmung (http://tinyurl.com/lu1211-kde-qt). Das KDE-Projekt habe schon seit Jahren auf eine Möglichkeit gewartet, sich aktiver an Qt zu beteiligen, immerhin arbeite man seit 15 Jahren mit Qt, ließen die KDE-Entwickler wissen. Das neue Qt Project (http://qt-project.org) betone ausdrücklich die Verpflichtung zum Open-Source-Gedanken, stellte Qt-Entwicklungsleiter Lars Knoll klar. Es werde keine Bevorzugungen nach dem Muster "Nokia zuerst" geben. (uba)

Kurz notiert

Der Verzicht auf Ubuntus Unity-Desktop brachte dem Derivat Linux Mint viele Fans, Distrowatch listet das Projekt mittlerweile auf Rang 2 direkt hinter Canonicals Produkt. Jetzt gab Chefentwickler Clement Lefebre in seinem Blog bekannt, dass die Mint 12 "Lisa" neben Gnome 2 auch Gnome 3 an Bord haben wird (http://blog.linuxmint.com/?p=1845).

Pünktlich zum Erscheinen von OpenSuse 12.1 offeriert die Nürnberger Open-SLX GmbH (http://www.open-slx.de) eine Boxed-Version namens Balsam Professional 12.1. Der Hersteller verspricht ein Komplettpaket für Geräte von Tablet und Netbook bis Notebook und Desktop-PC inklusive Flashplayer, Adobe Reader und Antivir. Mit deutschem Handbuch und 90 Tagen Installationssupport kostet das Paket rund 70 Euro.

Aus Spaß wurde Ernst: Fedora 17 trägt nun offiziell den Codenamen Beefy Miracle. Er geht auf eine Art Insider-Scherz zurück (https://fedoraproject.org/wiki/Meat_SIG), wird jedoch von vielen Fedora-Mitglieder als kindisch betrachtet. Dennoch setzte sich das mit einem Hot-Dog als Maskottchen geschmückte Motto (http://wwoods.fedorapeople.org/hot-dog/) mit satten 1182 Stimmen bei der Wahl zum neuen Codenamen durch.

Der Herausgeber von LibreOffice, die Document Foundation, hat Ende Oktober ihren Vorstand gewählt (https://elections.documentfoundation.org/2011/). In dem Gremium sitzen Thorsten Behrens, Olivier Hallot, Michael Meeks, Caolán McNamara, Charles H. Schulz, Italo Vignoli und – last not least – LinuxUser-Stammautor Florian Effenberger.

Die Deutschsprachige Zope User Group (DZUG e.V.) öffnet sich für vielfältige Python-Projekte und ändert ihren Namen zu Python Software Verband (http://python-verband.org). Der neue Verband möchte die Interessen von Python-Anwendern in Deutschland, Österreich und deutschsprachigen Schweiz vertreten.

Die freie Enzyklopädie Wikipedia feiert im zehnten Jahr ihres Bestehens nun die Rekordmarke von 20 Millionen Artikeln. Nach der englischsprachigen Wikipedia (3,5 Mio. Einträge) ist die deutsche Ausgabe (1,3 Mio.) am besten bestückt und wächst mit 400 Artikeln pro Tag stetig weiter.

Das Software-Verzeichnis Freshmeat bekommt aus Marketinggründen einen neuen Namen und heißt nun Freecode. Betreiber Geeknet ließ dazu wissen, der alte Name habe bei potenziellen Sponsoren zu Assoziationen geführt, die nur wenig mit freier Software zusammenhingen (http://freecode.com/articles/whats-in-a-name).

In der neuen Version 4.0.1 beherrscht der Arch-Linux-Paketmanager Pacman (http://projects.archlinux.org/pacman.git/) den Umgang mit Signaturen, die die Herkunft und Unversehrtheit der Binärpaketen belegen. Auch weitere Pakettools wie Makepkg statteten die Entwickler mit entsprechenden Fähigkeiten aus. Allerdings besteht derzeit noch keine gemeinsame PKI-Infrastruktur für die Distribution, es gibt bislang nur mit dem persönlichen PGP/GPG-Schlüssel von Entwicklern signierte Pakete.

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