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Problemkandidat

Mandriva 2011 im Praxistest

Fazit

Mandriva 2011 enttäuscht den von Vorgängerversionen her verwöhnten Anwender auf der ganzen Linie. Das erklärte Ziel, die Distribution mit dem am besten integrierten KDE-Desktop zu schaffen, haben die Entwickler komplett verfehlt. Stattdessen mutiert Mandriva mit der neuesten Inkarnation vom einstmals exzellenten Betriebssystem zum fehlerbehafteten und insbesondere auf Notebooks nur nach umfassenden Anpassungen einigermaßen benutzbaren Linux-Derivat.

Die Fixierung auf einen einzigen Desktop, der noch dazu auf älterer Hardware äußerst träge arbeitet, macht Mandriva für viele Anwender uninteressant, die produktiv mit dem System arbeiten möchten. Eine elegante, aber unergonomische Arbeitsoberfläche trägt ebenfalls nicht zur Akzeptanz des Systems bei. Für Einsteiger eignet sich Mandriva 2011 schon aufgrund der Probleme mit vielen Grafikkarten nicht. Langjährige Mandriva-Nutzer sollten mit dem Update bis zur nächsten Version warten und darauf hoffen, dass die Entwickler ihre Hausaufgaben erledigen.

Eine mögliche Alternative finden Einsteiger wie Fortgeschrittene zudem im Mandriva-Fork Mageia, der sich viele der Qualitäten des Ursprungssystems bewahrt hat. 

Infos

[1] Mandriva: http://www.mandriva.com

[2] Mageia: http://www.mageia.org/de/

[3] Report Mageia vs. Mandriva: Wolfgang Bornath, "Magische Momente", LU 11/2010, S. 31, http://www.linux-community.de/22182

[4] Systemstart mit Systemd: Tim Schürmann, "Mit Volldampf zu neuen Ufern", LU 09/2011, S. 74, http://www.linux-community.de/23351

[5] Liste der Neuerungen: http://wiki.mandriva.com/en/2011_Development

[6] Infos zum Kernel-Bug: http://www.golem.de/1104/83055.html, http://www.golem.de/1107/84642.html

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