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Dar bringt die Daten sicher ins Archiv

Disk Archive – kurz Dar – unterstützt Sie mit einer Reihe von Konsolenwerkzeugen beim Sichern von Daten. Dabei verteilt es auf Wunsch das Backup auf mehrere Wechselmedien. Dar fasst zur Sicherung ganze Dateisysteme zu einer großen Backup-Datei zusammen. Mithilfe von Filtern nehmen Sie einzelne Dateien oder ganze Verzeichnisbäume von der Sicherung aus. Das Tool unterstützt sowohl vollständige als auch differenzielle Sicherungen und eignet sich damit auch für komplexere Backup-Strategien. Bei Bedarf komprimiert Dar die Daten bereits während des Sicherns mit Gzip oder Bzip2. Auch hier ermöglichen Filterfunktionen, bestimmte Dateitypen von der Kompression auszuschließen. Möchten Sie die Daten auf dem Sicherungsmedium vor unbefugtem Zugriff schützen, verschlüsselt Dar diese direkt bei der Sicherung per Blowfish. Beim Schreiben auf Wechselmedien spaltet Dar die Daten in sogenannte Slices auf, deren Größe Sie vorab festlegen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, bei jedem Medienwechsel vordefinierte Aktionen auszuführen. Diese Option bietet Dar sowohl beim Sichern als auch beim Wiederherstellen. Haben Sie die Slice-Größe ungünstig gewählt, ändern Sie mit dar_xform nachträglich die Größe bestehender Archive. Mit dar_manager steht ein Konsolenprogramm zum Verwalten der Sicherungen zur Verfügung. Auf der Dar-Webseite finden Sie ein Tutorial und ein Mini-Howto, welche die Nutzung von Dar an zahlreichen Beispielen erklären. Eine ausführliche Beschreibung aller Funktionen finden Sie auch in den Manpages.

Dar 2.4.2

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://dar.linux.free.fr

Wertung

Als leistungsfähige Backup-Lösung für die Konsole bietet Dar flexible Konfigurationsmöglichkeiten und unterstützt auch den Einsatz herkömmlicher Wechselmedien.

Rubrica, die flexible Allround-Adressverwaltung

Bei Rubrica handelt es sich um eine kompakte Adressverwaltung für alle, die ihre Adressen nicht mit dem Mailclient verwalten möchten. Das Programm integriert sich mit seiner Gtk+-basierten Oberfläche nahtlos in Gnome und bietet alle wichtigen Adressbuchfunktionen. Die Oberfläche gliedert sich in die drei Spalten Gruppen, Adressbücher und Kontaktdaten. Die Breite der einzelnen Spalten passen Sie ganz nach Gusto an. Zuweilen zeigt Rubrica beim ersten Start im Fenster nur die Kontaktdaten an: In diesem Fall verkleinern Sie einfach die Kontaktdatenspalte, damit die anderen Spalten zum Vorschein kommen. Die Gruppenspalte enthält bereits 19 vordefinierte Gruppen, in die Sie Ihre Kontakte einordnen. Die Palette reicht von BSD-Freunden bis zu Verwandten. Darüber hinaus lässt sich die Liste problemlos um eigene Gruppen erweitern. Rubrica verwaltet alle Kontaktdaten in sogenannten Adressbüchern, wobei jedes einer eigenen Datei entspricht. Sie können problemlos mehrere Adressbücher gleichzeitig öffnen und zwischen diesen wechseln. Allerdings greifen alle Aktionen stets nur im aktuellen Adressbuch. Auch eine Kontaktsuche über alle offenen Adressbücher klappt nicht. Alle wichtigen Daten des aktuellen Kontakts erscheinen in der Kontaktspalte. Rubrica erlaubt dabei, eine Vielzahl von Informationen für den jeweiligen Kontakt zu hinterlegen. Neben Standardinformationen wie Namen, Beruf, Geschlecht und Wohnort lässt sich jedem Kontakt auch ein Bild sowie ein Zweitwohnsitz zuordnen. Bei geschäftlichen Kontakten hinterlegen Sie auch Mitarbeiter und Vorgesetzte des Kontakts samt Durchwahl. Mehrere Telefonnummer verwaltet Rubrica ebenso problemlos wie die Kontaktdaten verschiedener Messenger oder GPG-Schlüssel. Zu guter Letzt speichern Sie optional sogar Daten zum Lebensgefährten des jeweiligen Kontakts. Sämtliche Adressbücher speichert Rubrica in einem eigenen, XML-basierten Format, bei Bedarf auch Gzip-komprimiert. Optional sichert Rubrica sein Adressbuch nach jeder Änderung, um Datenverluste auszuschließen. Neben dem eigenen Format verarbeitet Rubrica auch vCard- und CSV-Dateien. Auf diese Weise tauschen Sie auch Daten mit anderen Applikationen aus.

Rubrica 2.0.10

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://www.nicolafragale.org/rubrica

Wertung

Die Adressverwaltung Rubrica lässt kaum Wünsche offen. Das Tool verwaltet eine Vielzahl von Informationen zu jedem Kontakt und interagiert bei Bedarf auch mit Drittprogrammen wie Browser oder Mail-Client.

Mit Sysstat die Systemlast detailliert erfassen

Die Werkzeugkasten Sysstat bietet Ihnen die Möglichkeit, einen Blick unter die Haube Ihres Linux-Systems zu werfen. Die Sammlung enthält unter anderen Tools wie Iostat, Mpstat, Cifsstat und Nfsstat, die einen Blick auf die aktuelle Prozessor- oder I/O-Last erlauben. Zum permanenten Erfassen von Systemdaten stehen außerdem die Programme Sar und Sadc zur Verfügung. Via Cron in regelmäßigen Intervallen gestartet, speichert Sar die erfassten Daten in einer Datei im Verzeichnis /var/log/sysstat. Dabei legt das Tool jeden Tag eine neue Datei an. Sadf dient zum Aufbereiten und Auswerten der gesammelten Daten. Mit ihm legen Sie die Daten als CSV- oder XML-Datei ab – ideal für das spätere Weiterverarbeiten. Während sich Cifsstat, Iostat oder Mpstat auf das Erfassen bestimmter Systeminformationen spezialisieren, ermöglicht Sar eine flexiblere und breitere Erfassung von Systemdaten. So erlaubt es beispielsweise eine genaue Betrachtung des Datendurchsatzes oder des Paging-Verhaltens. Auch Statistiken zur Interrupt-Nutzung oder zum aktuellen Powermanagement stellt Sar auf Wunsch zusammen. Auf Grund seiner Flexibilität nutzen andere Tools, wie etwa Sysusage, Sysstat gerne zur Datenerfassung. Alle Informationen beziehen die Sysstat-Tools direkt aus dem /proc-Verzeichnis des Systems. Standardmäßig unterstützt Sysstat nur Kernel der 2.6er-Serie. Zwar bringen alle gängigen Distributionen Sysstat in ihren Repositories mit, doch handelt es sich dabei meist um ältere Versionen. Daher empfiehlt sich der Bau aus den aktuellen Quellen.

Sysstat 10.0.2

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://sebastien.godard.pagesperso-orange.fr/

Wertung

Mit Sysstat werfen Sie einen detaillierten Blick auf die aktuellen Systemparameter oder protokollieren diese bei Bedarf über einen längeren Zeitraum.

Mit Task Coach die Aufgaben im Blick behalten

Wer viele Projekte verwaltet, verliert leicht den Überblick über deren aktuellen Status und die bereits investierte Zeit. Abhilfe schafft die Projektverwaltung Task Coach: Mit ihrer Hilfe managen Sie Ihre Projekte, erfassen die verbrauchte Zeit, protokollieren den Projektfortschritt und erfassen zahlreiche Parameter zu jedem Projekt. Zur besseren Übersicht fasst Task Coach die Einstellungsmöglichkeiten in Bereiche mit einzelnen Reitern zusammen. Der Bereich Beschreibung enthält neben der Projektbeschreibung auch den eindeutigen Namen, unter dem das Projekt später in der Übersicht erscheint. Start- und Endzeitpunkt lassen sich im Terminbereich hinterlegen. Hier richten Sie bei Bedarf auch eine Erinnerungsfunktion ein. Besteht eine Abhängigkeit zu anderen Aufgaben, verknüpfen Sie die entsprechenden Projekte mit Bedingungen. Falls das Projekt über ein Budget verfügt, geben Sie dafür Eckdaten wie Stundensatz, Umsatz oder Festbetrag im Bereich Budget an. Den aktuellen Projektstatus signalisiert Task Coach unter Fortschritt. Zur besseren Übersicht lassen sich Projekte einer frei definierten Kategorie zuordnen sowie in der Projektliste farblich kennzeichnen. Außerdem besteht die Möglichkeit, ein Projekt mit einer Dateianlage sowie einer Notiz zu versehen. Die Notiz selbst darf ebenfalls wieder eine Anlage enthalten. Alle verwalteten Projekte listet Task Coach in der Aufgabenübersicht auf. Durch Doppelklick auf einen Eintrag aktivieren Sie die Zeiterfassung für das entsprechende Projekt. Alle wichtigen Funktionen lassen sich außerdem über das Kontextmenü des Task-Coach-Symbols in der Systemleiste erreichen. Durch Anklicken dieses Symbols blenden Sie das Task-Coach-Fenster je nach Bedarf ein und aus.

Task Coach 1.2.27

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://www.taskcoach.org/

Wertung

Task Coach präsentiert sich als leistungsfähige Projektverwaltung und ermöglicht über das Definieren von Abhängigkeiten auch das Management komplexer Projekte.

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