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Synology-NAS DS110j und Strato HiDrive

Sinnig kombiniert

Im Bundle mit einem 1-TByte-HiDrive-Account bietet Strato das Synology-NAS DS110j zum Preis von 49 Euro bei 24 Monaten Laufzeit an.

Der Webhoster Strato bietet zu seinen HiDrive-Accounts [1] der Größe 1 und 2 TByte ein Synology-NAS zum Vorzugspreis an. Bei einer Laufzeit von 12 Monaten kostet das 1-TByte-NAS DS110j [2] 99 Euro, bei 24 Monaten 49 Euro. Der Straßenpreis des Geräts liegt bei knapp 180 Euro. Zum 2-TByte-Account liefert Strato optional das DS211j [3] für 149 beziehungsweise 199 Euro. Hier liegt der reguläre Verkaufspreis bei etwa 280 Euro.

Im Strato-Bundle arbeitet das NAS als lokaler Netzwerkspeicher, der HiDrive-Account dient in erster Linie zur Datensicherung. Zu diesem Zweck bietet der Hoster eine App für das NAS an, die es erlaubt, die Datenbestände konsistent zu halten.

Innere Werte

Die von uns getestete Synology Diskstation DS110j (Abbildung 1) liefert Strato einer 1-TByte-Festplatte des Typs Western Digital WD10EARS aus der Caviar-Green-Reihe aus. Das mit Ext3 formatierte SATA-Laufwerk arbeitet mit 5400 Umdrehungen und besitzt 64 MByte Cache. Die Zugriffszeit liegt laut Hersteller bei 8,9 ms.

Abbildung 1: Das Synology-NAS DS110j besitzt ungefähr die Abmessungen eines Taschenbuchs.

Die Platte zeichnet sich durch niedrigen Energieverbrauch und eine geringe Geräuschentwicklung aus. Im Test erreichte sie beim Kopieren einer 1-GByte-Datei etwa 30 MByte/s Durchsatz. Da das auf Blockebene arbeitende Hdparm der Platte aber mit annähernd 100 MByte/s durchaus ordentliche Werte attestiert, bremst vermutlich das Dateisystem die Performance aus.

Um die Platte gegen eine größere oder schnellere zu tauschen, lösen Sie am Blech auf der Rückseite die zwei äußersten Schrauben oben und unten. Danach schieben Sie den Deckel nach vorne auf. Das NAS unterstützt HDDs bis zu einer Größe von 3 TByte. Beachten Sie: Beim ersten Start mit einer neuen Platte formatiert das NAS diese und installiert darauf das auf Linux basierende Betriebssystem. Sämtliche enthaltenen Daten gehen dabei entsprechend verloren.

Zum Anschluss von Druckern oder USB-Massenspeichern bietet die DS110j drei USB-2.0-Anschlüsse. Die Schnittstellen eignen sich jedoch nicht dazu, das Gerät seinerseits als externe USB-Festplatte zu verwenden, was beim erstmaligen Befüllen des Storage durchaus hilfreich wäre. Der Anschluss ans LAN erfolgt via GBit-Ethernet, WLAN bringt das Gerät von Hause aus nicht mit. Allerdings unterstützt es eine Reihe von USB-WLAN-Dongles [4], um diese Funktion nachzurüsten.

Nach Herstellerangaben begnügt sich die Diskstation mit einem Stromverbrauch von 19 Watt im Betrieb und 9 Watt im Ruhezustand. Die mit 800 MHz getaktete ARM-CPU des Typs Marvell 6281 liefert für die meisten Anwendungsfälle ausreichend Leistung, allerdings fällt die Speicherausstattung mit 128 MByte RAM eher mager aus. Ein Auf- oder Umrüsten des Speichers ist nicht möglich.

Zum Lieferumfang der DS110j gehören neben dem NAS selbst je ein Strom- und LAN-Kabel sowie eine DVD mit der Bedienungsanleitung und Software. Die Tabelle "Technische Spezifikationen" fasst die Eckdaten des Geräts zusammen.

Technische Spezifikationen

Hersteller Synology
Modell DS110j
Betriebssystem Linux
CPU Marvell 6281, 800 MHz
Hauptspeicher 128 MByte DDR2
Festplatte SATA II, 2,5 oder 3,5 Zoll, max. 3 GByte
Leistungsaufnahme 19 W Betrieb, 9 W Ruhezustand
Schnittstellen 3 x USB 2.0, 1 x RJ45 (GbE)
Netzteil extern
Geräuschpegel 19,9 dB(A)
Größe (HxBxT) 160 X 63 X 218 mm
Gewicht 810 Gramm

Erster Start

Installationssoftware steht sowohl für Windows als auch Mac OS X und Linux zum Einsatz bereit. Für Linux beschränkt sie sich jedoch auf den so genannten Synology Assistant (Abbildung 2). Dieser dient in erster Linie dazu, das NAS im Netz ausfindig zu machen und in einer Tabelle anzuzeigen. Da Sie die Administrationsoberfläche des Geräts nach dem Anschluss ans Netz aber ohnehin über http://diskstation:5000 erreichen, bleibt der Sinn der Funktion unklar. Darüber hinaus bietet die Applikation einen Ressourcenmonitor sowie eine Funktion namens Photo Uploader. Für den Zugriff über potenziell unsichere Netze bietet das NAS auch die verschlüsselte HTTPS-Variante an.

Abbildung 2: Neben dem Aufspüren angeschlossener Synology-Systeme im Netz beherbergt der Synology Assistant einen Ressourcenmonitor und einen Foto-Uploader.

Am Synology DiskStation Manager melden Sie sich via Browser mit dem Nutzernamen admin ohne Passwort an. Das Webinterface haben die Entwickler dem Look & Feel einer Desktopumgebung nachempfunden (Abbildung 3). So öffnet ein Mausklick auf eines der Elemente stets ein Fenster, das Sie beliebig auf dem Pseudo-Desktop positionieren. Die Fenster besitzen am oberen rechten Rand die bekannten Symbole zum Schließen und Verkleinern, der Dateibrowser unterscheidet sich sowohl optisch als auch technisch nur unwesentlich von den bekannten lokalen Varianten.

Abbildung 3: Nicht nur optisch erweckt die webbasierte Konfiguration des NAS den Anschein einer Desktopoberfläche. Auch viele Funktionen wurden daraus übernommen.

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