Neues rund um Linux

Aktuelles

Mandriva 2011 nur mit KDE

Mit einiger Verspätung gegenüber dem bisher gewöhnten Rhythmus ist Ende August Mandriva 2011.0 "Hydrogen" erschienen, die erste Mandriva-Version seit dem Fork von Mageia (http://tinyurl.com/lu1110-hydrogen). Mit dieser Ausgabe der Distribution startet gleichzeitig ein neuer, 12-monatiger Release-Zyklus mit 18 Monaten Support für die Versionen. Zum Jahresende soll außerdem eine Mandriva-LTS-Variante mit einem Long Term Support von drei Jahren erscheinen. Mandriva schickt "Hydrogen" mit KDE 4 als einzigem mitgeliefertem Desktop ins Rennen. Andere Umgebungen wie Gnome und XFCE sollen zwar weiterhin von der Community angeboten werden, zählen aber künftig nicht mehr zum zu den offiziellen Mandriva-Paketen. Ziel dieser Konzentration auf KDE soll es sein, Mandriva zur ausgefeiltesten KDE-Distribution überhaupt zu machen.

In diese Kerbe schlägt auch das Simple-Welcome-Menü, dass das gewohnte Kickoff ersetzt. Das Schnellstartmenü, das Ubuntus Unity-Starter und dem Pendant der Gnome-3-Shell ähnelt, dürfte bei altgedienten Mandriva-Anwendern eher für Kontroversen sorgen. Ähnliches gilt für den Wechsel des Paketformats vom weit verbreiteten RPM4 zum inkompatiblen Fork RPM5 – um so mehr, als der passende Mandriva Package Manager MPM noch nicht fertig ist: Er soll erst in Mandriva 2011 LTS zum Einsatz kommen. Das Fotomanagement hat Mandriva an Shotwell übertragen, das damit Digikam ersetzt. Zu den aktualisierten Bestandteilen zählen der Kernel 2.6.38.7, GCC 4.6.1, Firefox 5.0.1 und LibreOffice 3.4.2. An weiteren Neuerungen listen die Entwickler die Funktion Timeframe für den Dateimanager Nepomuk auf. Damit sucht der Nutzer nicht in Ordnern nach Dateinamen, sondern fährt auf der Zeitleiste Timeframe zum dem Zeitpunkt, an dem die Dateien gespeichert wurden (http://wiki.mandriva.com/en/2011.0_Notes).

Auf der DVD dieser Ausgabe finden Sie die 32-Bit-Version von Mandriva 2011.0 "Hydrogen" als installierbare Live-DVD zum Ausprobieren. Einen ausführlichen Test der erst kurz vor Drucklegung erschienenen Distribution lesen Sie in der nächsten Ausgabe von LinuxUser. (uba/jlu) ->DVD

"Simple Welcome", das neue Menüsystem von Mandriva 2011 "Hydrogen", ersetzt das gewohnte Kickoff. (Bild: Mandriva)

Asus Eee PC X101 mit Intel Meego

Als dünnstes und leichtestes Netbook der Welt feiert Asus den Eee PC X101 (http://tinyurl.com/lu1110-asus-x101). Der knapp 18 Millimeter schlanke und 920 Gramm leichte Rechner wartet mit einem matten 10,1-Zoll-Display auf und basiert auf einem NM10-Chipsatz von Intel mit Atom-CPU (N435, 1,33 GHz) und integrierter GMA-3150-Grafik. Asus verbaut im einzelnen Memory-Slot 1 GByte DDR3-RAM (667 MHz), das sich auf maximal 2 GByte erweitern lässt. Als Massenspeicher dient eine 8-GByte-SDD. Für HD-Multimedia liefert diese Kombination zu wenig Power und Platz, doch dafür ist der Flachmann auch gar nicht gedacht.

Mit Intels Linux-Ableger Meego als Betriebssystem zielt der Eee PC X101 vornehmlich auf Social-Networking-Anwender. Entsprechende Apps für Instant Messaging, Facebook und Twitter hat Asus denn auch schon vorinstalliert. Darüber hinaus sollen der Hersteller-Appstore sowie die Online-Unterhaltungsplattform ASUS@Vibe einen besonders leichten Zugriff auf Anwendungen, E-Books, Musik und Spiele bieten. Im typischen Betrieb hält der dreizellige Lithium-Ionen-Akku (2.600 mAh, 30 Watt) des Eee PC X101 laut Asus bis zu vier Stunden lang durch. Die Multimedia-Ausstattung des Geräts umfasst eine 0,3-Megapixel-Webcam, integrierte Stereo-Lautsprecher, ein Mikrofon sowie eine Buchse für Audio-In/Out. Daneben bringt der Eee PC X101 zwei USB-2.0-Ports sowie einen MicroSD-Cardreader mit. Verbindung ins Netz nimmt das Netbook ausschließlich via 802.11b/g/n-WLAN auf. Einen Ethernet-Port sucht man ebenso vergeblich wie einen zusätzlichen Bildschirmausgang – für solche Anschlüsse bietet der ultraflache Korpus zu wenig Platz.

Den Asus Eee PC X101 gibt es ab sofort zum empfohlenen Verkaufspreis von 169 Euro im Handel. Für das mit matter, texturierter Oberfläche versehene Gehäuse des rund 26 mal 18 Zentimeter großen Netbooks stehen die Farben Schwarz, Weiß, Rot und Braun zur Auswahl. Asus gewährt auf das Gerät zwei Jahre Garantie inklusive Pick-Up- und Return-Service. (jlu)

Eee PC X101: Laut Hersteller Asus das dünnste und leichteste Netbook der Welt.

Asus schnürt Bundle aus Android-Tablet und Docking-Tastatur

"Honeycomb"-Tablet und Netbook in einem – so präsentiert Asus ein Bundle aus dem Eee Pad Transformer TF101 plus Docking-Tastatur, das es ab sofort im Handel gibt. Das Webpad TF101 (http://tinyurl.com/lu1110-asus-tf101) basiert auf einem Tegra-2-SoC von Nvidia mit Dualcore-ARM-CPU (Cortex A9, 1 GHz) und Geforce-ULP-GPU (4 Kerne). Als Arbeitsspeicher bringt es 1 GByte DDR2-RAM mit, als Massenspeicher 16 GByte eMMC. Das bei einem Format von 271x177x13 Millimeter und lediglich 680 Gramm Gewicht recht handliche Tablet besitzt einen kapazitiven 10,1-Zoll-Touchscreen mit einer Auflösung von 1280x800 Pixeln. Als Betriebssystem ist Android 3.1 vorinstalliert, das sich aber schon jetzt over-the-air auf Version 3.2 aktualisieren lässt.

Über je einen Beschleunigungs- und Licht-Sensor sowie Gyroskop, Kompass und GPS registriert das TF101 seine Umwelt, mit der es via 802.11b/g/n-WLAN und Bluetooth 2.1+EDR bei Bedarf Kontakt aufnimmt. Die Multimedia-Ausstattung umfasst je eine front- und rückseitige Kamera (1,2 / 5 Megapixel), Stereo-Lautsprecher und Mikrofon sowie eine kombinierte Kopfhörer/Mikro-Buchse. Ansonsten beherbergt das rutschfeste braune Gehäuse des Webpads lediglich noch einen Mini-HDMI-Port, einen Micro-SD-Cardreader sowie einen zweizelligen LiPo-Akku (3300 mAh, 18 Watt), der laut Asus für bis zu 9,5 Stunden Laufzeit taugt.

Bei Anschluss des im Paket enthaltenen Docks mit Tastatur und Touchpad, das ebenfalls einen Zweizellen-Akku an Bord hat, erhöht sich die mögliche Laufzeit nach Herstellerangabe auf 16 Stunden. Außerdem bringt das ansteckbare Unterteil auch zwei USB-2.0-Ports zum Anschluss von Peripherie sowie einen MMC/SD/SDHC-Cardreader mit. Mit einer Größe von 271x185x41 Millimetern und gut 1,3 Kilo Gesamtgewicht fällt das aus der Tab/Tastaturdock-Kombi entstehende "Netbook" allerdings weder besonders klein noch recht leicht aus.

Das Bundle aus Eee Pad Transformer TF101 und Dockingtastatur vertreibt Asus ab sofort über ausgewählte Online-Shops und Fachhändler in Deutschland und Österreich zum empfohlenen Verkaufspreis von 499 Euro. Enthalten sind ein Jahr kostenloser Zugriff auf das ASUS WebStorage mit unbegrenzter Speichermenge sowie eine zweijährige Garantie samt Pick-up- und Return-Service. (jlu)

Steck dir einen: Den Asus Eee Pad Transformer TF101 samt passender Dockingtastatur gibt es jetzt im günstigen Bundle.

Flachmann von Toshiba

Acht Millimeter dünn und nicht einmal 600 Gramm schwer bei einer Bildschirmdiagonale von 10 Zoll: Das sind die Abmessungen von Toshibas neuestem Android-Tablet AT200, an denen sich die Konkurrenz künftig messen muss. Der kapazitive 10-Zoll-Touchscreen löst mit 1280x800 Bildpunkten auf und bewegt sich damit auf dem Niveau der Konkurrenz. Für den nötigen Vorschub sorgt ein Dualcore-Prozessor OMAP-4430 von Texas Instruments mit einer Taktrate von 1,2 GHz. 1 GByte Arbeitsspeicher dürften auch für speicherintensive Anwendungen problemlos ausreichen. Im Antutu-Benchmark liegt das Gerät mit 3323 Punkten jedoch allenfalls im Mittelfeld. Da uns lediglich ein Vorserienmodell zum Test bereitstand, sind diese Werte nicht auf die finale Version übertragbar.

Toshiba stellt das Gerät in verschiedenen Varianten mit bis zu 64 GByte Speicherplatz zur Verfügung, womit es sich auch als mobiles Multimedia-Center eignet. Der integrierte Micro-SD-Slot unterstützt die SDXC-Spezifikation, womit er Karten bis zu einer theoretischen Maximalkapazität von zwei TByte verwaltet. Die WLAN-Schnittstelle unterstützt die gängigen Standards 802.11b/g/n. Auf der Rückseite des Tablets sitzt eine 5-Megapixel-Kamera, für Videokonferenzen gibt es in der Front eine kleinere mit 2 Megapixeln. Als Akkulaufzeit nennt Toshiba 8 Stunden beim Abspielen von Videos, macht jedoch keine Angaben zur Akkukapazität.

Auch beim empfohlenen Verkaufspreis hält sich der Hersteller eher bedeckt: Es hieß lediglich, das Tablet würde "zum handelsüblichen Marktpreis" erscheinen, womit es, je nach Ausstattung, ungefähr in der Kategorie zwischen 400 und 600 Euro liegen dürfte. Während das WLAN-Modell voraussichtlich im Herbst dieses Jahres in die Läden kommt, liefert Toshiba die UMTS-Variante wahrscheinlich erst zum Weihnachtsgeschäft im Dezember aus. (tle)

Gerade einmal 8 Millimeter ist Toshibas Tablet AT200 dünn.

Eigenwillige Android-Tablets von Sony

Erfrischend anders gestaltet Sony seine beiden Neuzugänge Tablet S und Tablet P. Beide arbeiten mit Android 3.2 und setzen auf Nvidias Tegra-2-Plattform mit einer Dual-Core-CPU mit 1 GHz Taktfrequenz. Diese Verbundenheit attestieren auch die Antutu-Benchmarks, bei dem beide Geräte beinahe auf den Punkt genau die gleichen Werte erreichten und das vergleichbare Toshiba AT200 trotz dessen 1,2-GHz Dual-Core-CPU deutlich in den Schatten stellen.

Trotz der fast identischen Leistung fallen die beiden Sony-Tablets optisch sehr unterschiedlich aus. So erinnert das Tablet P an ein Brillenetui, das in beiden Hälften je ein Display mit einer Diagonale von je 5,5 Zoll und einer Auflösung von 1024x480 Bildpunkten aufweist. Je nach Einsatz dient der untere Teil als Tastatur oder Spielesteuerung, aber auch als Ergänzung zum oberen Display.

Das Tablet S wartet mit einem eigenwilligen, V-förmigen Profil auf, das laut Sony ergonomischer in der Hand liegen soll. Das 9,4 Zoll große Display bietet eine Auflösung von 1200x800 Pixeln. Als Besonderheit stattet der Hersteller das Gerät mit einer Infrarotschnittstelle aus, die es zu einer multifunktionalen Fernbedienung umfunktioniert. Sony stellt dafür tausende Profile verschiedener Marken und Geräte zum Download bereit. Für unbekannte Marken steht ein Lernmodus zur Verfügung.

Die WLAN-Variante des Tablet S soll bereits Ende September zu einem Preis von 479 Euro für die 16-GByte-Version und 579 Euro für das 32-GByte-Modell in den Handel kommen. Im November folgt eine 3G-Version für 599 Euro. Das Tablet P bringt Sony voraussichtlich ebenfalls im November zu einem Preis von 599 Euro heraus. Derzeit ist nur eine 16-GByte-Version vorgesehen. (tle)

Sonys Tablet P erinnert optisch an ein Brillenetui und sticht nicht nur damit wohltuend aus dem Tablet-Einerlei hervor.
Auch beim Tablet S gingen Sonys Designer eigene Wege. Dank seiner Infarot-Schnittstelle arbeitet es auch als Multifunktionsfernbedienung.

Acer Iconia Smart: Android-Smartphone mit Tablet-Qualitäten

Mit seinem neuesten Android-Smartphone peilt Acer Benutzer an, die ein vielseitiges Gerät für die mobile Unterhaltung suchen: Das Iconia Smart kombiniert die Funktionen eines Tablet-PCs mit dem Format eines Handys.

Der kapazitive Multi-Touchscreen des Iconia Smart weist bei einer Bilddiagonale von 4,8 Zoll eine Auflösung von 1024x480 Pixeln auf, was im Querformat das bequeme Surfen im Web ermöglicht. Android 2.3 "Gingerbread" als Betriebssystem und eine mit 1 GHz getaktete Snapdragon-CPU (Qualcomm MSM8255-1) liefern laut Acer genug Power, um auch hochauflösende Video-Inhalte ohne Einschränkungen zu genießen. Als Arbeitsspeicher bringt das Iconia Smart 512 MByte RAM mit. Bei einer Größe von rund 142x65x14 Millimetern bringt das Gerät rund 185 Gramm auf die Waage, der 1500-mAh-Akku liefert laut Acer genug Saft für 8 bis 11 Stunden Gesprächszeit oder 450 bis 500 Stunden im Standby.

Anschluss ins Mobilnetz findet das Iconia Smart via Triple-Band-3G (HSPA+/WCDMA, HSDPA, HSUPA) und Quad-Band-2G (GSM/GPRS/EDGE), obendrein unterstützt es 802.11b/g/n-WLAN und Bluetooth 2.1+EDR. Über die rückseitige 8-Megapixel-Kamera (Auto-Fokus, LED-Blitz) nimmt das Smartphone bei Bedarf Videos im 720p-Format auf und kann diese später über DLNA/UPnP direkt auf passende Geräte wie PCs, Fernseher oder Spielkonsolen streamen. Ein integrierter HDMI-Anschluss erlaubt auch das Abspielen auf externen Wiedergabegeräten wie Fernsehern oder Projektoren. Für IP-basierte Videochats gibt es außerdem eine frontseitige 2-Megapixel-Cam. Mit an Bord sind daneben ein UKW-Radio mit RDS, GPS, zahlreiche Sensoren (unter anderem für Beschleunigung, Lage und Licht), ein MicroSD-Slot, ein Micro-USB-Port, ein Dual-Mikro und ein Audio-Ausgang (3,5mm-Klinke).

Die Software-Ausstattung umfasst einen Flash-fähigen Webbrowser, Clients für E-Mail und Instant Messaging, Anwendungen für Audio- und Video-Streaming, PC- und Cloud-Synchronisation, Navigation, Geotagging und Routenplanung sowie vieles andere mehr. Weitere Anwendungen lassen sich jederzeit aus dem Android Market nachziehen. Das Acer Iconia Smart ist ab Mitte September zu einem unverbindlich empfohlenen Preis von 499 Euro im Handel erhältlich. (jlu)

Der 4,8-Zoll-Touchscreen des Acer Iconia Smart lässt bei einer Auflösung von 1024x480 Pixeln reichlich Platz für Anwendungen.

Android-Outdoorhandy von Sony

Die sportliche Generation der Smartphone-Nutzer adressiert Sony Ericsson mit seinem auf der IFA vorgestellten Outdoor-Handy Xperia Active. Das auf Android 2.3.4 basierende Quad-Band-Handy erfüllt nach Herstellerangaben die IP67-Spezifikation, die ihm unter anderem attestiert, dass es unbeschadet 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe übersteht. Daneben stattet es der Hersteller mit einem kratzfesten Display aus. Angeblich soll sich der Touchscreen auch mit nassen Fingern problemlos bedienen lassen. Das vergleichsweise kleine Display löst 320x480 Bildpunkte auf und stellt 16 Millionen Farben dar. Dafür liefert die 1-GHz-CPU genügend Power in allen Lebenslagen.

Als verfügbaren Speicher nennt Sony bis zu 300 MByte, den eine mitgelieferte Micro-SD-Karte um ein GByte erweitert. Die eingebaute 5-Megapixel-Kamera nimmt optional Filme bis zu einer Auflösung von 720 Pixeln bei einer Wiederholrate von 30 Bildern in der Sekunde auf, wenn es mal zu dunkel wird, springt der integrierte Blitz ein. Als Akkustandzeit nennt der Hersteller bis zu 350 Stunden im Standby und 4,5 Stunden Gesprächszeit. Voraussichtlich erscheint das Smartphone im vierten Quartal 2011 zu einem Preis von ungefähr 300 Euro auf den deutschen Markt.

Handy im Goldfischglas: Das Xperia Active entspricht der IP67-Spezifikation und ist bis zu einer halben Stunde wasserdicht.

Udev-Discover: Gerätewart mit GUI

Der Open-Source-Entwickler José Félix Ontañón hat eine GUI-Anwendung namens Udev-Discover geschrieben, mit der sich Hardwareinformationen durchblättern lassen (http://fontanon.org/udevdiscover/). Die Software ähnelt dem Gnome Device Manager, der aber das obsolete HAL nutzte, um an Hardware-Informationen zu kommen. Das neue Werkzeug verwendet die Udev-Schnittstelle und zeigt ausführliche Informationen der im Sysfs des Linux-Kernels vorhandenen Geräte an. Die Einträge lassen sich durchsuchen und filtern, einzelne Geräte kann man auf Events überwachen. Udev-Discover steht unter GPLv3 und ist mit Python und GTK+ 3 umgesetzt. Auf Launchpad stehen wo Ubuntu/Debian-Pakete sowie der Quelltext von Udev-Discover zum Herunterladen bereit. (mhu)

Udev-Discover durchsucht das Linux-Sysfs sowie dessen Subsysteme nach Hardware-Informationen. (Bild: José Félix Ontañón)

"Honeycomb" beschleunigt Dells Streak 7

Das Streak 7 von Dell gehört zu den am besten verarbeiteten Android-Tablets im 7-Zoll-Format und ist bei Straßenpreisen um 300 Euro auch nicht mehr allzu teuer. Allerdings mangelte es dem Android-Tablet bisher an der nötigen Performance: Trotz der Tegra-2-CPU (1 GHz, Dualcore) fühlte sich das Streak eher wie ein auf 600 MHz getaktetes Billig-Pad an. Dank Android 3.2 ändert sich das jetzt: Das Tablet reagiert unter "Honeycomb" sehr flüssig auf Eingaben und macht trotz der relativ geringen Auflösung von 800x480 Bildpunkten so richtig Spaß. Mit Android 3.2 ist nun auch die Tegra-Zone von Nvidia vorinstalliert, sodass sich auch Top-Games auf dem Streak 7 problemlos spielen lassen.

Beim System-Benchmark von Antutu schafft das Streak sehr gute 4959 Punkte. Mit dem "Honeycomb"-Update verbessert sich auch die Akkulaufzeit des Streak 7 deutlich: So sind nun mit dem 2780-mAh-Akku bis zu 8 Stunden Video-Playback und Standby-Zeiten von mehreren Tagen möglich. Das Honeycomb-Update spielt Dell over-the-air ein – allerdings gilt es, zuvor sämtliche Daten mit der vorinstallierten Backup-Software von Nero zu sichern. (mhi)

Mit dem Update auf Android 3.2 kann das Tegra-2-Tablet von Dell endlich zeigen, was in ihm steckt.

Gimp 2.7.3 mit Single-Window-Modus

Mit der Entwicklerversion 2.7.3 nähert sich Gimp wieder ein Stück der seit längerem anvisierten Stable 2.8 an. Die nun funktionsfähige Umsetzung des Single-Window-Modus gilt den Entwicklern als eines der wichtigen Features. Daneben bügelt Gimp 2.7.3 viele Fehler aus und bringt unter der Haube einige Neuerungen mit. Deswegen funktionieren möglicherweise für die derzeitige Stable Gimp 2.6 gedachte Plugins und Skripts nur noch bedingt mit dem neuen Release. Gimp 2.8 könnte gemäß den Plänen der Entwickler zum Jahresende erscheinen, vorher sind laut Chefentwickler Martin Nordholts aber zwingend noch Arbeiten an verschiedenen Layer-Funktionen nötig. (uba) ->DVD

Arch Linux 2011.08.19 erschienen

Über ein Jahr nach dem letzten Release stellt die Rolling-Release-Distro Arch Linux jetzt wieder aktualisierte Installationsmedien zur Verfügung (http://tinyurl.com/lu1110-arch). Sie enthalten unter anderem Kernel 3.0.3 sowie Mozilla Firefox und Thunderbird in Version 6. Außerdem aktualisiert Version 2011.08.19 den Installer AIF, der neben dem neuen Kernel 3.0 auch die entsprechend geänderten RC-Skripte berücksichtigt. Daneben gibt es experimentellen Support für die Dateisysteme Btrfs und Nilfs2. Eine bootfähige Version der Install-CD sowie 32- und 64-Bit-ISO-Images finden Sie auch auf der Heft-DVD dieser Ausgabe. (mhu) ->DVD

LiMux-Update in München

Die bayerische Metropole München kann einen weiteren Meilenstein bei der Etablierung ihrer Linux-Lösung vorweisen: Seit dem 16. August steht der LiMux-Client 4.0 zur Verfügung (http://www.muenchen.de/limux). Er basiert auf Ubuntu 10.04 mit KDE 3.5 und hat OpenOffice 3.2.1, aktuelle Versionen von Firefox und Thunderbird sowie das selbst entwickelte Vorlagen-Verwaltungswerkzeug WollMux 11.2 an Bord. Bis Ende 2013 peilen die Münchner an, 80 Prozent der insgesamt rund 15 000 Arbeitsplätze auf LiMux zu migrieren. (mfe)

Strato startet Gratis-HiDrive

Zur IFA in Berlin hat der Internet-Spezialist Strato das kostenlose Angebot "HiDrive Free" gestartet, das 5 GByte Online-Speicher umfasst. Nach der Registrierung mit Benutzername und Kennwort auf der HiDrive-Free-Website (http://www.free-hidrive.com) soll der Speicherplatz sofort zur Verfügung stehen. Der kostenlose Online-Speicherplatz lässt sich im Gegensatz zum multiprotokollfähigen kostenpflichtigen HiDrive-Angebot nur via Webdav einbinden, für Smartphones mit Android und Windows Phone 7 gibt es eine HiDrive-App. Strato baut sein HiDrive-Angebot in den kommenden Monaten aus und bietet dann auch kostenpflichtige Speicherbereiche zwischen 100 und 500 GByte mit verkürzten Laufzeiten von drei Monaten an. (uba)

Oracle stoppt Sun-Java-Distribution

Oracle hat Ende August die "Operating System Distributor License for Java" zurückgezogen, sodass Distributionen nun das offizielle, proprietäre Java 6 und 7 nicht mehr paketieren und ausliefern können (http://jdk-distros.java.net). Davon unberührt bleibt die offene, von Oracle unterstützte Version OpenJDK. Die allerdings weist noch deutlich mehr Bugs auf als das Oracle-JDK, sodass es zu unliebsamen Auswirkungen bei Java-Anwendungen kommen könnte. Die proprietären Runtimes und Development-Kits stellt Oracle allerdings wie bisher weiter im Web zum Download bereit (http://oracle.com/java). Debian hat die sun-java-Pakete bereits aus den Repositories entfernt. Die Entwickler rufen dazu auf, Bugs im OpenJDK umgehend zu melden, sodass die offene Variante schneller entwanzt werden kann. (jlu)

Kurz notiert

Mit Libre Office 3.4.3 hat die Document Foundation pünktlich Ende August ein Bugfix-Release des freien Büropakets vorgelegt (http://www.libreoffice.org). Anfang Oktober soll das nächste Release 3.4.4 dann einige bereits jetzt bekannte Fehler ausbügeln. ->DVD

Die Scratch- und Mix-Software Xwax 1.0 ermöglicht es Vinyl-Diskjockeys, mithilfe von Timecode-Platten, einer hochwertigen Soundkarte und eines Linux-PCs digitale Audiodateien so zu manipulieren, als wären sie auf Platte gepresst (http://xwax.co.uk). Damit stellt die GPLv2-Software eine Alternative zu proprietären Produkten wie Final Scratch dar. ->DVD

Version 2.2.20 des populären HTTP-Servers Apache beseitigt die berüchtigte Range Header DoS Vulnerability, die nach Bekanntwerden von Angreifern vielfach zum Denial-of-Service genutzt wurde (http://tinyurl.com/lu1110-apache).

Das Ziel des Projekts Ubuntu Friendly besteht darin, eine offene Datenbank mit Ubuntu-kompatibler Hardware für jede Version von Ubuntu zu erstellen. Dazu sucht man nun verstärkt nach Feedback von Ubuntu-Nutzern vom Einsteiger bis zum Fortgeschrittenen (http://tinyurl.com/lu1110-friendly).

Für das frisch erschienene Backtrack 5 R1 haben die Entwickler den Kernel auf Version 2.6.39.4 gebracht und die benötigten Injection-Patches angewendet (http://www.backtrack-linux.org). Zudem integrierten sie rund 30 neue Tools in die Security-Live-Distribution und aktualisierten 70 weitere Programme.

Im Rahmen des "Summer of Code" erhielt Version 3.1.90 der Gnome Shell eine ganze Reihe von Verbesserungen, darunter ein Onscreen-Keyboard, eine Personensuche in der Überblicksansicht sowie die Anzeige von Cover-Art in den Benachrichtigungen (http://tinyurl.com/lu1110-gshell).

Das Linux-basierte Roboat hat bei der diesjährigen World Robotic Sailing Championship in Lübeck gegen 14 andere autonome, unbemannte Segelboote den Sieg errungen. Das siegreiche Gefährt stammt aus Österreich, ist 3,7 Meter lang und wiegt rund 300 Kilogramm (http://www.roboat.at). Es kommt nicht nur für Rennen, sondern auch in der Walforschung zum Einsatz.

Rund ein Jahr Arbeit steckt im Network Manager 0.9, der eine überarbeitete API, ein neues Benutzerinterface und mehr Konfigurationsmöglichkeiten mitbringt. Zudem unterstützt er jetzt auch WiMAX-Devices (http://tinyurl.com/lu1110-nwmgr).

Auch die 2D-Variante von Ubuntus Desktop Unity soll künftig auf Berührungen reagieren. Wie UTouch-Entwickler Chase Douglas in seinem Blog mitteilt, arbeitet man an einer Touch-Unterstützung für Qt QML, den Code-Unterbau für Unity 2D (http://tinyurl.com/lu1110-utouch). Den ersten öffentlichen Auftritt soll die Technologie in Ubuntu 11.10 bekommen, das im Oktober erscheint.

Die Desktop-Distribution Frugalware 1.5 "Mores" setzt auf Kernel 2.6.39.3 und Systemd als Init-System (http://frugalware.org). Daneben unterstützt die neue Version das Booten von EFI sowie GPT-Partitionstabellen. Als Desktop sind Gnome 3 und KDE SC 4.6.5 im Angebot. Zu den weiteren Programmen gehören LibreOffice 3.4.2 und Mozilla Firefox 5.0.1.

Das interaktive Tool PDF Masher 0.6.0, wandelt PDF-Dokumente in E-Books der Formate EPUB und Mobi um. Um möglichst korrekt strukturierte E-Books zu erzeugen, lässt es den Anwender Überschriften, Kolumnentitel und Ähnliches markieren und kann daraus in der neuen Version nun auch Inhaltsverzeichnisse generieren (http://www.hardcoded.net/pdfmasher/).

Toorox 08.2011 gibt es in den zwei Varianten XFCE und Lite (http://toorox.de). Beide Spielarten der auf Gentoo basierenden Live-Distribution verwenden XFCE 4.8.0 als Desktop. In der Lite-Edition ersetzen jedoch schlankere Programme wie Abiword oder Midori schwergewichtige Anwendungen wie LibreOffice oder Icecat. Als Basis dient Kernel 2.6.39-gentoo-r3.

Der Window-Manager Openbox 3.5.0 verbessert die Xinerama-Unterstützung und erlaubt Icons in den Menüs. Das Tastenkürzel [Alt]+[Tab] zeigt die geöffneten Fenster in einer vertikalen Liste an. Daneben lassen sich jetzt auch die Dialogfenster mit Themes verschönern. Außerdem beseitigten die Entwickler zahlreiche Bugs (http://openbox.org).

Das Open-Source-Finanzprogramm KMyMoney 4.6.0 bringt als Neuerung ein Plugin zum Import von CSV-Dateien mit. Das Nachschlagen von Geldinstituten per OFX erfolgt nun über den Service Ofxhome.com, da Microsoft seinen entsprechenden Dienst eingestellt hat. Außerdem beseitigten die Entwickler mehr als 100 Bugs und fügten einige neue Lokalisierungen hinzu (http://kmymoney2.sourceforge.net).

Die Rettungsdistribution System Rescue CD 2.3.0 basiert auf Kernel 3.0 und bringt zahlreiche Software-Updates erhältlich. Gparted als zentrale Anwendung springt auf Version 0.9.0, Parted auf 2.4. Daneben nahmen die Entwickler Firefox 5.0 auf (http://www.sysresccd.org).

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