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© Benito LeGrande, sxc.hu

Kinderleicht lernen

Lernen leicht gemacht mit Anki

16.09.2011
Lernkarteien helfen dabei, neue Sprachen und Fakten effektiv zu lernen. Das clevere und vielseitige Anki treibt das Flashcard-basierte Lernen auf die Spitze.

Lernen auch jenseits der Schule oder Uni – ob Sprachen, Fachbegriffe oder neue Techniken – gehört heute beinahe untrennbar zu unserer Kultur. Althergebrachte Techniken wie das Lesen von Fachliteratur erweisen sich als nur begrenzt hilfreich, da die Lernmedien nicht mit dem Leser interagieren und nur unzureichende Möglichkeiten bieten, erlerntes Wissen zu vertiefen.

Anders verhält es sich mit Lernkarteien, neuhochdeutsch: Flashcards. Sie erlauben es, das Lernmaterial zielgerichtet so lange zu wiederholen, bis es sitzt. Technisch voll auf der Höhe gibt sich da das Flashcard-Programm Anki [1]: Es erlaubt, die virtuellen Lernkarten um Grafiken und Audio-Ausgaben anzureichern sowie den Lernerfolg statistisch auszuwerten.

Installation

Lediglich Fedora bietet in F15 und F16 aktuelle Anki-Versionen zur Installation an. Ubuntu stellt im Main-Repository zwar Anki bereit, jedoch handelt es sich dabei um die veraltete Version 1.0.1. Das derzeit aktuelle Release 1.2.8 erhalten Sie auf der Projektseite optional als DEB-Paket oder im Quellcode. Ein Klick auf das DEB-Paket im Dateibrowser startet die Installation und löst dabei einige Abhängigkeiten selbständig auf.

Um alle Funktionen des Programms zu nutzen, gilt es jedoch, einige zusätzliche Pakete zu installieren. Zum Ausgeben von grafischen Auswertungen benötigt Anki python-numpy sowie python-matplotlib, für den Audio-Support den mplayer, sox, pyaudio und lame. Bei der Installation legt das Setup im Gnome-Menü einen Programmstarter unter Bildung an.

Anwender von Linux-Distributionen mit einer anderen Paketverwaltung als DPKG installieren das Programm aus den Quellen. Hier gilt es, zuvor python ab Version 2.4, python-qt/pyqt, sqlalchemy, simplejson und pysqlite2 einzurichten. Wechseln Sie dann in das aus dem Tarball extrahierte Anki-Verzeichnis und tippen Sie sudo python setup.py install. Sie starten Anki danach mit dem Aufruf anki im Terminal.

Setup

Die grundlegenden Einstellungen des Programms erreichen Sie unter Einstellungen | Optionen. Im Reiter Einfach (Abbildung 1) legen Sie unter anderem die Sprache sowie einige Anzeigemerkmale fest, etwa Trennlinie zwischen Frage und Antwort. Wie erwähnt erlaubt Anki das Einbinden von Multimedia-Dateien. Wo das Programm diese speichert, stellen Sie über Multimedia ein. Neben dem Sichern im Verzeichnis des zugehörigen Kartenstapels stellt das Programm auch Dropbox als möglichen Speicherort bereit. Der Vorteil: Die Dateien stehen Ihnen auf jedem Rechner mit installiertem Dropbox-Client [2] zur Verfügung. Warum Anki diese Option aber nicht auch für andere Objekte wie die Kartenstapel selbst anbietet, bleibt unklar.

Abbildung 1: Die Einstellungen von Anki erlauben unter anderem das Einbinden von Dropbox als Speichermedium multimedialer Inhalte.

Der Abschnitt Netzwerk gestattet es unter anderem, einen Anki-Account anzulegen oder sich dort anzumelden. Dieser dient dazu, Stapel zu sichern und zu synchronisieren. Sofern Sie einen Proxy als Zugang ins Internet verwenden, tragen Sie ihn an dieser Stelle ein.

Im Reiter Speichern geben Sie unter anderem vor, in welchem Zyklus Anki während der Abfrage Ihre Eingaben sichert, Erweitertm ermöglicht es Ihnen unter anderem, den Zeitzähler einzublenden und farbig anzuzeigen oder die Anzeige für kleine Bildschirme zu optimieren.

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