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Mit Mynotex sämtliche Notizen im Griff

In Zeiten von Computer und Netbook hat das klassische Notizbuch aus Papier ausgedient: Software wie Mynotex hilft, wichtige Notizen zu erfassen und effizient zu verwalten. Das Tool verwaltet seine Einträge in einer SQLite-Datenbank, die Sie beim Start angeben. So lassen sich für unterschiedliche Lebensbereiche eigene Dateien anlegen und pflegen. In einer Datenbank können Sie zu einem Betreff beliebig viele Notizen mit verschiedenen Titeln ablegen und diese optional auch datieren. Eine solche Notiz darf daneben auch einen Datei-Anhang enthalten. Über frei definierbare Schlagwörter fassen Sie Notizen zu Themengruppen zusammen und erleichtern sich so die spätere Suche nach thematisch verwandten Einträgen. Am rechten Fensterrand listet Mynotex alle bereits vergebenen Schlagworte auf. Die Ziffer hinter dem Schlagwort gibt Auskunft darüber, wieviele Notizen dazu die aktuellen Mynotex-Datenbank enthält. Statt nach Schlagworten können Sie auch nach einem bestimmten Betreff oder nach Textpassagen suchen. Jede Suche erfolgt nur innerhalb der gerade geöffneten Datenbank, einen Suchlauf über mehrere Dateien beherrscht Mynotex nicht. Der Notiztext selbst lässt sich wie in einer Textverarbeitung formatieren: Dazu stehen Stilmittel wie fette, kursive und farbige Schrift, aber auch Aufzählungen und Listen zur Verfügung. Dank der HTML-Exportfunktion von Mynotex stellen Sie Notizen bei Bedarf ohne großen Aufwand auch jederzeit online. Daneben besteht die Möglichkeit, Notizen aus Mynotex heraus direkt in LibreOffice zu öffnen, dort zu bearbeiten und als ODF-Dokument zu speichern. Möchten Sie einzelne Notizen vor unbefugtem Zugriff schützen, verschlüsseln Sie diese über den Punkt Encrypt des Notes-Menüs oder per [Strg]+[E]. Geschützte Notizen zeigt Mynotex in der Titelübersicht mit einem roten Schriftzug an.

Mynotex 1.1.4

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://sites.google.com/site/mynotex/

Wertung

Mit Mynotex steht Ihnen ein leistungsfähiges, allerdings noch nicht deutsch lokalisiertes Werkzeug zum Verwalten von Notizen zur Verfügung.

Putty, der komfortable SSH-Client

Windows-Anwender kennen die SSH-Suite Putty schon lange – dass es auch eine Linux-Version gibt, ist hingegen weniger bekannt. Im Gegensatz zu anderen grafischen SSH-Clients handelt es sich bei Putty nicht um eine reine Oberfläche für OpenSSH: Das Tool läuft dank einer eigenen SSH-Implementierung auch ohne OpenSSH. Die Putty-Suite umfasst neben dem grafischen Client selbst noch eine Reihe von Kommandozeilenprogrammen wie beispielsweise psftp und pscp zur sicheren Übertragen von Dateien. Mittels des Konsolenprogramms plink automatisieren Sie Abläufe oder erweitern eigene Skripte um SSH-Funktionen. Neben SSH beherrscht Putty auch das Telnet-Protokoll und unterstützt Rlogin. Wer Putty bereits von Windows her kennt, findet sich nach dem Start in der GTK-Oberfläche der Linux-Variante direkt zurecht. Um eine einfache Verbindung aufzubauen, wählen Sie lediglich das Übertragungsprotokoll aus, geben die Adresse des Remote-Systems an und legen gegebenenfalls zusätzlich den Port fest, auf dem der Remote-Dienst läuft. In der Navigationsleiste am linken Fensterrand listet Putty alle weiteren Konfigurationsmöglichkeiten auf. Im Bereich Terminal passen Sie beispielsweise das Tastaturlayout an, unter Window wählen Sie eine alternative Schriftart und Farbe. Möchten Sie über eine SSH-Verbindung eine Portweiterleitung einrichten, nehmen Sie die entsprechenden Einstellungen im Bereich Connection vor. Alle Parameter für eine Verbindung zu einem bestimmten Remote-System lassen sich als Profil abspeichern und wiederverwenden. Die Daten dazu legt Putty unter ~/.putty/sessions ab. Die gespeicherten Verbindungen lassen sich auch mit den restlichen Tools der Suite nutzen.

Putty 0.61

Lizenz: MIT/X

Quelle: http://www.chiark.greenend.org.uk/~sgtatham/putty/

Wertung

Die Version 0.61 der praktischen SSH-Suite Putty bringt zwar keine großen Neuerungen mit, beseitigt aber einige Fehler und nimmt kleinere Anpassungen vor, sodass sich ein Upgrade lohnt.

Abhörsicher kommunizieren mit Stunnel

Eigentlich sollte heutzutage im Internet SSL-verschlüsselte Kommunikation der Standard sein, doch noch immer beherrschen viele Client- und Server-Anwendungen diese von Haus aus noch nicht. Hier hilft der SSL-Wrapper Stunnel dabei, die Kommunikation abzusichern. Das C-Programm nimmt je nach Konfiguration auf einem vordefinierten Port verschlüsselte Verbindungen an, entschlüsselt diese und stellt sie auf einem anderen Port dem nicht SSL-fähigen Client oder Server zur Verfügung. Während sich ältere Stunnel-Versionen noch ad hoc über Kommandozeilenparameter konfigurieren ließen, setzt Stunnel ab Version 4.x eine Konfigurationsdatei voraus, die Sie beim Aufruf angeben. Das Verzeichnis tools im Quellarchiv enthält bereits einige Beispielkonfigurationen, die als Vorlage dienen können. Für eine Minimalkonfiguration genügt es, lediglich Port und Interface anzugeben, auf dem Stunnel Verbindungen entgegennehmen und weiterleiten soll. Um Stunnel im Client-Modus zu betreiben, müssen Sie den Parameter client auf yes setzen – ansonsten läuft Stunnel im Server-Modus. Dann erwartet es die Angabe eines Zertifikats mit dem Konfigurationsparameter cert. Eine Anleitung zum Erstellen selbstsignierter Zertifikate finden Sie in der Dokumentation auf der Webseite von Stunnel. Eine Konfigurationsdatei darf auch mehrere Port-Angaben enthalten, sodass Sie mit einer Stunnel-Instanz mehrere Dienste auf unterschiedlichen Ports absichern können. Je nach getunneltem Protokoll lässt sich über eine Datenkompression mit Zlib oder Rle der Datendurchsatz steigern. Im Server-Modus lässt sich Stunnel mit den Super-Dienst inetd kombinieren und wird so nur bei Bedarf aktiviert. Die meisten Anwender betreiben Stunnel jedoch als eigenständigen Dienst – ein entsprechendes Initskript für SysV-Init findet sich ebenfalls im tools-Verzeichnis des Quellarchivs. Die Grundkonfiguration können Sie noch um Funktionen wie beispielsweise chroot oder ein Random-Seed zum Verbessern der Verschlüsselung erweitern. Nutzen Sie Stunnel als eigenständigen Dienst, empfiehlt es sich, diesen im Kontext eines unprivilegierten Benutzerkontos zu betreiben.

Stunnel 4.41

Lizenz: GPLv2

Quelle: http://www.stunnel.org

Wertung

Mit dem SSL-Wrapper Stunnel sichern Sie auch die Kommunikation älterer Tools ab, die selbst keine Verschlüsselung unterstützen. Dabei eignet sich das Tool auch für komplexe Konfigurationen.

Videos im Handumdrehen rekodieren mit Transcoder

Linux unterstützt eine Vielzahl von Videoformaten. Zur Konvertierung der Filme von einem Format in ein anderes empfehlen die meisten Foren das Konsolenprogramm Ffmpeg. Mit Transcoder existiert jetzt eine übersichtliche GTK-basierte Oberfläche, die Ihnen das Setzen von Parameterketten in Ffmpeg abnimmt. Im oberen Teil der Transcoder-Oberfläche listet das Tool alle zu bearbeitenden Filme auf. Über einen Dateidialog wählen Sie die zu konvertierenden Dateien bequem aus. In der unteren Hälfte der Oberfläche finden sich die Einstellungen für das Zielformat. Transcoder unterteilt die Optionen in je einen Video- und Audio-Bereich sowie einige allgemeine Settings. Im Video-Bereich stehen acht unterschiedliche Kodierungen zur Auswahl, wobei die Palette von H.263 und H.264 über MPEG2 bis zu VP8 und XVID reicht. Dies setzt jedoch voraus, dass auch Ffmpeg die entsprechenden Codecs mitbringt. Auflösung und Bitrate der Zieldatei lassen sich ebenso anpassen wie die Anzahl der Bilder pro Sekunde. Standardmäßig nutzt Transcoder eine Auflösung von 640x480 Pixel. Im Audio-Bereich stehen die Codecs AAC, AC3, MP2, MP3 und Vorbis zur Verfügung. Die Bitrate liegt mit 128 kbit/s bei einer Sampling-Rate von 48 kHz im Standardbereich, beide Parameter lassen sich aber anpassen. Während Sie die Bitrate stufenlos verändern, sind Sie bei der Sampling-Rate an Vorgaben gebunden (niedrigste Einstellung: 8 kHz). Die angepassten Einstellungen gelten für alle Videos, die Transcoder in seiner Bearbeitungschlange hat, individuelle Einstellungen pro Video kennt das Tool nicht. Haben Sie alle gewünschten Einstellungen vorgenommen, starten Sie das Umwandeln mit einem Mausklick. Die konvertierten Dateien legt Transcoder in der Voreinstellung im Verzeichnis ~/Videos ab. Mit dem Browse-Symbol am oberen rechten Fensterrand ändern Sie den Speicherort.

Transcoder 0.0.6

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://transcoder84.sourceforge.net

Wertung

Transcoder, ein übersichtliches GTK-Frontend für Ffmpeg, macht das Konvertieren von Videodateien zum Kinderspiel. Die Geschwindigkeit der Rekodierung hängt maßgeblich vom Zielformat und der Rechenleistung des Systems ab.

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