Andere Tools

Speziell für Flickr stehen noch eine Reihe weiterer Programme bereit, die ein komfortableres Verwalten der Bilder versprechen.

Ein aussichtsreicher Kandidat war der auf Adobe Air basierende Bulkr [6]. Laut den Projektangaben stellt er eine ansprechende grafische Oberfläche bereit, die den Zugriff auf den Online-Dienst ermöglicht und viele Funktionen enthält. Dazu zählen das problemlose Herunterladen eigener und fremder Alben sowie das nachträgliche Verschlagworten der Aufnahmen. Im Test verweigerte das Tool jedoch seinen Dienst. Während Ubuntu den Installationsversuch als gescheitert abbrach, startete die Software unter OpenSuse zwar, ließ jedoch keinerlei Interaktionen zu. Jeglichen Klick auf Bedienknöpfe ignorierte sie. Zudem hat Adobe Mitte Juni 2011 den Linux-Support für Air komplett abgekündigt, sodass entsprechende Tools ohnehin keinen tragfähigen Ansatz mehr darstellen.

Interessant klingt der Ansatz von Flickrfs [7], den Onlinedienst via Fuse in den Verzeichnisbaum einzubinden. Ein Blick auf die Projektseite lässt jedoch nichts Gutes erahnen: Die letzte Aktualisierung der Software liegt mehrere Jahre zurück. Der Versuch, das Tool zu nutzen, scheiterte unter OpenSuse an ungeklärten Zugriffsberechtigungen, die jeglichen Zugriff auf den Mountpoint verwehrten. Unter Ubuntu lud das Tool jeweils nur fünf Bilder eines jeden Albums herunter. Die korrespondierenden Metadaten, wie sie die Projektseite verspricht, fehlten komplett.

Zuverlässiger arbeitet da das Programm Kflickr [8]. Es bietet etwa den gleichen Funktionsumfang wie das Flickr-Kipi-Plugin von Digikam, erlaubt darüber hinaus jedoch das komfortable Verwalten mehrerer Accounts sowie das Festlegen der Lizenzbestimmungen bereits beim Upload (Abbildung 4). Auch dieses Tool eignet sich lediglich zum Hochladen von Bildern, nicht jedoch zum Download oder der nachträglichen Verwaltung.

Abbildung 4: Kflickr erlaubt den bequemen Upload von Bildern zum Online-Dienst Flickr. Ein Verwalten oder Herunterladen der Aufnahmen ermöglicht es aber ebensowenig wie die anderen Kandidaten.

Fazit

Während Flickr eher den Community-Gedanken aufgreift, dient Picasaweb bislang eher als klassisches Webalbum, wenngleich Google mit der Anbindung an Google+ mittelfristig mit dem Dienst andere Pläne verfolgt. Was bei Flickr auffällt, ist dessen unnötig komplizierte Benutzerführung, die vor allem Einsteigern das Leben schwer macht.

Zusammen mit Google+ hebt Picasaweb praktisch alle Einschränkungen der kostenfreien Variante auf und erlaubt den Upload beliebig vieler Bilder bis zu einer Kantenlänge von 2000 Pixeln. Flickr schränkt hier auf 200 angezeigte Fotos mit einer größtmöglichen Darstellung von 1024 Pixeln an der langen Bildkante ein.

Von den getesteten Programmen geht eine klare Empfehlung an Digikam – allerdings mit der Einschränkung, dass es Bilder beim Import von Picasaweb automatisch auf eine maximale Kantenlänge von 1600 Pixeln verkleinert. 

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