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26.08.2011

Heldenviewer holt die Youtube-Stars auf die Platte

Wer auf dem Video-Portal Youtube nach einem bestimmten Beitrag sucht, musste sich bisher mit der Youtube-Weboberfläche abmühen. Mit dem Heldenviewer steht nun eine komfortable Suchoberfläche für Youtube zur Verfügung. Das Werkzeug erlaubt die Suche sowohl nach einzelnen Beiträgen als auch nach bestimmten Autoren. Darüber hinaus lassen sich Autoren in eine Favoritenliste einfügen. Ein Rechtsklick auf den Beitrag eines Autors öffnet den entsprechenden Menüpunkt. Die Favoritenliste prüfen Sie bequem auf Neuerscheinungen und verpassen so keine Folge Ihres Lieblings-Vidcasts. Der Übersicht halber gliedert Heldenviewer seine Oberfläche über Reiter in die Bereiche Suchergebnisse, aktive Downloads und abgeschlossene Downloads. Bei der Suche nach einem bestimmten Beitrag führt das Tool alle Treffer in einer übersichtlichen Liste auf, aus der Sie die gesuchten Beiträge auswählen und herunterladen. Standardmäßig bietet Heldenviewer alle Downloads in der höchstverfügbaren Auflösung an, im der Regel also als 1080p. Liegt der Beitrag in der gewünschten Auflösung nicht vor, wählt Heldenviewer je nach Konfiguration die nächsthöhere oder -niedrige Auflösung. Sie können jedoch vor jeder Übertragung manuell eine bestimmte Auflösung festlegen – vorausgesetzt, der Beitrag liegt in dieser auch vor. Alle aktiven Downloads fasst Heldenviewer unter einem eigenen Reiter zusammen. So erkennen Sie sofort, welche Übertragungen gerade laufen und wieviel eines Downloads bereits übertragen wurde. Ein laufender Download lässt sich jederzeit anhalten und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen, Heldenviewer setzt die Übertragung selbstständig an der richtigen Stelle fort. An welcher Stelle Heldenviewer die übertragenen Dateien ablegt, geben Sie in den Einstellungen ebenso vor wie den Media-Player Ihrer Wahl: Ist letzterer auf dem System eingerichtet, können Sie den jeweiligen Beitrag bereits während der Übertragung ansehen.

Heldenviewer 1.0

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://www.heldenviewer.com/cms/index.php/en/

Wertung

Mit Heldenviewer suchen Sie komfortabel nach Youtube-Videos und übertragen die gefundenen Beiträge bequem auf den eigenen Rechner.

Unkompliziert in lokalen Netz plaudern mit IPChat

Chat-Clients unter Linux setzen meist einen zentralen Server voraus. Suchen Sie stattdessen eine Peer-to-Peer-Lösung, werden Sie bei IPChat fündig. Das einfache, Ncurses-basierte Programm benötigt keinen zentralen Server, die Clients kommunizieren direkt miteinander. Sobalden Sie sein IPChat startet, wartet es am Port 47928 auf eingehende Nachrichten. Die Gesprächspartner identifizieren sich dabei anhand ihrer IP-Adressen. Hier zeigt sich bereits, das sich IPChat nicht für den Einsatz im Internet eignet, wo aufgrund der dynamischen Adresszuweisung in der Regel nicht feststeht, dass sich hinter einer Adresse immer derselbe Gesprächspartner befindet. In lokalen oder Ad-hoc-Netzwerken existiert dieses Problem in der Regel nicht. Die Steuerung von IPChat erfolgt über eine Reihe von Befehlen, die mit einem Blackslash beginnen. Wer schon einmal im IRC gechattet hat, findet sich schnell zurecht. Eine Liste aller verfügbaren Funktionen erhalten Sie mit /help, gefolgt vom jeweiligen Befehl. Um beispielsweise einen neuen Kontakt in die Kontaktliste einzufügen, rufen Sie /add mit der IP-Adresse des Kontakts auf. Ordnen Sie der Adresse einen Spitznamen zu, erscheint dieser in der Kontaktliste am rechten Fensterrand. Läuft IPChat beim Gesprächpartner nicht auf dem Standardport, geben Sie den entsprechenden Port beim Anlegen des Kontakts an. Zum Beginn eines Gesprächs drücken Sie das Tastenkürzel, das IPChat in der Kontaktliste vor dem Gesprächspartner anzeigt. Die Nachricht schreiben Sie in die Eingabezeile am unteren Rand. Ein Pfeil in der Kontaktliste zeigt an, mit wem Sie gerade chatten. Das Tastenkürzel vor dem Spitznamen in der Kontaktliste erlaubt den schnellen Wechsel zwischen Gesprächspartnern. IPChat führt dazu für jeden Gesprächspartner ein eigenes Gesprächsfenster, sodass Sie nicht durcheinander kommen. Schreibt ein Gesprächspartner etwas in einem Gesprächsfenster, das im Hintergrund liegt, markiert IPChat den Kontakt mit einem Sternchen. So verpassen Sie kein Statement. Gesprächsgruppen wie bei IRC oder Jabber bietet IPChat jedoch nicht.

IPChat 0.5

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://www.nongnu.org/ipchat/

Wertung

Da IPChat keinen zentralen Server benötigt, eignet es sich besonders für die Kommunikation in lokalen und Ad-Hoc-Netzen, in denen die Gesprächspartner keine Administratorrechte haben. In der aktuellen Version unterstützt IPChat keine verschlüsselte Kommunikation, ist allerdings bereits IPv6-ready.

Sunflower, ein zweispaltiger Dateimanager für Gnome

Hinter dem klangvollen Programmnamen Sunflower verbirgt sich ein gut strukturierter Dateimanager, der sich nahtlos in die Gnome-Oberfläche integriert. Er stellt eine zweigeteilte Verzeichnisübersicht zur Verfügung, sodass sich verschiedene Verzeichnisse bequem gegenüberstellen lassen. Sunflower beherrscht dabei alle wichtigen Standardfunktionen eines Dateimanagers. Das Kopieren, Verschieben oder Löschen von Dateien oder Verzeichnissen funktioniert ebenso reibungslos wie der Vergleich zweier Verzeichnisse oder die Anpassung der Datei-Attribute. Durch den Einsatz von Reitern bietet Sunflower die Möglichkeit, pro Fensterhälfte mehrere Verzeichnisse gleichzeitig offen zu halten. Durch Anklicken des Reiters wechseln Sie bequem zwischen Verzeichnissen. Statt eines Ordners können Sie in einer Fensterhälfte auch ein Terminal öffnen. Über das Einstellungsmenü passen Sie Sunflower weiter an Ihre Präferenzen an. So lassen sich beispielsweise Symbolleisten ein- oder ausblenden oder das Format der Datumanzeige ändern. Der Dateimanager bietet außerdem eine Vorschaufunktion für Bildformate. Klicken Sie ein Bild an, zeigt Sunflower das zugehörige Thumbnail an. Möchten Sie Sunflower zusammen mit Drittprogrammen nutzen, legen Sie im Werkzeug-Menü einen entsprechenden Eintrag für die jeweilige Applikation an. Sofern konfiguriert, übergibt Sunflower beim Aufruf des externen Programms den aktuell ausgewählten Verzeichniseintrag. Ein Bildbetrachter oder Browser lässt sich auf diese Weise mit nur einem Klick aus Sunflower heraus starten. Den Funktionsumfang von Sunflower erweitern Sie durch Einbinden diverser Plugins. Plugins zum Nutzen des System-Terminals und für die Standardsymbolleiste bringt die Standard-Installation bereits mit.

Sunflower 0.1a-30

Lizenz: GPLv3

Quelle: http://code.google.com/p/sunflower-fm/

Wertung

Der Dateimanager Sunflower ist eine interessante Alternative für alle, die eine zweispaltige Verzeichnisansicht bevorzugen. Das Tool befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase, bietet aber bereits alle wichtigen Funktionen.

Termit, die Alternative zu Xterm und Rxvt

Der Terminalemulator Termit sieht sich als handliche Alternative zu Klassikern wie Xterm oder Rxvt. Das Tool basiert auf den VTE-Bibliotheken und benötigt darüber hinaus lediglich die GTK+-Bibliotheken für seinen Einsatz. Auf den ersten Blick fallen keine großen Unterschiede zu den gängigen Platzhirschen ins Auge. Wer genauer hinsieht, bemerkt, dass Termit seine Menüleiste unterhalb des Terminalfensters platziert. Hier stehen mit dem Dateimenü Funktionen zum Anlegen und Löschen weiterer Sitzungen bereit. Das Menü Edit enthält außerdem Funktionen zum Bearbeiten von Konsoleninhalten und erlaubt über den Punkt Einstellungen, das Erscheinungsbild der aktuellen Sitzung ganz nach Gusto zu gestalten. Funktionen zum Verwalten der offenen Terminalsitzungen finden Sie im Menü Session. Hier speichern Sie wahlweise das aktuelle Termit-Fenster mit allen Sitzungen oder laden gespeicherte Sessions ins aktuelle Fenster. Daneben beherrscht Termit die Anzeige der gewählten Zeichencodierung sowie die Mustersuche in der aktuellen Sitzung. Der obere Rand des Termit-Fensters beherbergt die Reiterleiste, in der Termit alle aktiven Sitzungen verwaltet. Um bei zahlreichen Reitern nicht den Überblick zu verlieren, dürfen Sie jeden Reiter mit einem Namen versehen. Besonders komfortabel ist die Möglichkeit, den aktuellen Status aller Sitzungen beim Schließen eines Termit-Fensters zu sichern. Seine aktuellen Einstellungen legt Termit als Datei im Verzeichnis ~/.config an. Die Konfiguration darf auch in der Skriptsprache Lua implementierte Statements und Routinen enthalten. Auf diese Weise passen Sie Termit fast beliebig Ihren Bedürfnissen an. So können Sie unter anderem Tastenkombinationen festlegen. Das Quellarchiv enthält eine Beispielskonfiguration als Vorlage. Eine Textdatei mit den wichtigsten Lua-API-Schnittstellen für ambitionierte Konfigurationsprojekte findet sich ebenfalls im Tarball.

Termit 2.9.0

Lizenz: GPLv2

Quelle: https://github.com/nonstop/termit/wiki/

Wertung

Termit ist eine gute Terminal-Alternative für alle, denen Emulatoren wie das Gnome-Terminal zu komplex und Xterm oder Rxvt zu frugal sind.

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