Neues auf den LinuxUser-Heft-DVDs

Neues auf den Heft-DVDs

Der wichtige Schritt zu einem Neuanfang ist gemacht: Mit Mageia 1 materialisieren sich die Anstrengungen des Community-Team rund um den Fork aus dem Mandriva-Projekt. Das System enthält viele etablierte Tools aus der Mandriva-Ära, wie zum Beispiel beim Paketmanagement. Nach wie vor liegt der Schwerpunkt der Distribution auf dem Desktop.

Mageia 1 bringt neben KDE SC 4.6.3 ein ebenfalls älteres Gnome-Release aus der Serie 2.32 mit. Das gesamte System basiert auf Kernel 2.6.38.7, der dank einiger Patches Prozesse gruppiert, AMD-Fusion-CPUs und die Sandy-Bridge-Chipsätze von Intel unterstützt. Die DVD 1, Seite B, bietet die Möglichkeit, das neue System live zu testen sowie zu installieren. Zusätzlich gibt es eine installierbare Version für 64-Bit-Systeme.

Schon seit einer Ewigkeit verteidigt Debian seinen Ruf als stabile Grundlage für alle möglichen Spezial-Distributionen. Aber auch das Original erfreut sich nach wie vor bei vielen Benutzer an Beliebtheit. Die Maintainer zeigen sich von Kritik an langsamen Releasezyklen unbeeindruckt: Für sie zählt Stabilität und Ausgereiftheit mehr als Aktualität. Aus diesem Grund liefert das gerade erschienene Debian 6.0.2.1 jedem ein ausgezeichnetes System, der auf Sicherheit und Produktivität setzt.

Ein riesiges Repository mit zahllosen Applikationen für jedes Einsatzszenario erlaubt es, das Grundsystem in jede denkbare Richtung auszubauen. Die Heft-DVD liefert neben einem Standard-Debian-System ein ISO-Image mit dem Sie spielend einfach ein Desktop-System mit LXDE oder XFCE aufsetzen. Während diese Varianten alle für 32-Bit-Rechner gedacht sind, finden Sie auf Seite B von Heft-DVD 1 eine Standardversion für 64-Bit-Systeme.

Von Profis für Profis – unter diesem Motto entwickelt eine kleine Gruppe Programmierer schon seit einigen Jahren an einem System, bei dem vor allem bei Administratoren und Konsolen-Fans das Herz höher schlägt. Mit Grml 2011.5 steht nun eine Neuauflage des beliebten Systems bereit. Diese bietet neben vielen Aktualisierungen einige neue Features.

So haben die Entwickler auf vielfachen Wunsch der Anwender hin den Window Manager Ratpoison wieder integriert. Das Tool zum Erstellen von ISO-Images erzeugt nun auf Wunsch extrem kleine Abbilder mit weniger als 20 MByte, die als Grundlage für ein individuell aus Online-Quellen ausgebautes System dienen. Die Standard-Distribution, die Sie auf der Heft-DVD 1, Seite A, finden, liefert neben diesen Neuerungen wieder viele Shell-Tools, die Sie auf dem direkten Weg über die Bash-Alternative Z-Shell erreichen.

Die Heft-DVD bietet sich sowohl als Live-Medium zum Testen, Analysieren und Einrichten von Systemen an, als auch zum Installieren der Distribution auf einem Rechner. Direkt über das Bootmenü erreichen Sie die 32-Bit-Version, im Dateisystem auf dem Datenträger liegt zusätzlich ein Abbild der CD für 64-Bit-Systeme.

In eine ähnliche Kerbe schlägt das Trinity Rescue Kit 3.4 (TRK). Es vereint vor allem Werkzeuge, die Ihnen bei Pannen in einem heterogenen Netzwerk weiterhelfen. Sie erhalten TRK als rund 135 MByte großes ISO-Image für eine Live-CD. Alternativ nutzen Sie einen USB-Stick als Live-Medium. Allerdings weisen viele ältere Personal Computer zwar USB-Anschlüsse auf, booten von diesen jedoch nicht. Ein Artikel im Praxis-Teil dieser Ausgabe stellt die Funktionen dieser Distribution vor.

Als gute Ergänzung eignet sich Parted Magic 6.2. Die kleine Distribution mit dem Fokus auf das gleichnamige Partitionierungswerkzeug hat sich bereits in den Toolboxen unzähliger Netzwerker und Admins gefunden. Es verbindet in einer übersichtlichen Oberfläche das zentrale Werkzeug zum Anlegen, Bearbeiten und Löschen von Partitionen weitere nützliche Programme zum Aufsetzen eines Rechner. Bei Bedarf booten Sie das System direkt von Heft-DVD 1. 

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