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Zurückgedreht

Daten sichern und wiederherstellen mit Back in Time

21.07.2011
Mit einem Backup gelangen Sie nach einem Crash schnell wieder an wichtige Daten. Back in Time hilft auf einfache Weise, Dateien und Ordner zu sichern.

In einer Festplatte drehen sich mehrere Metallplatten, so genannte Platter, mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 000 Umdrehungen pro Minute um die eigene Achse. Hält das Material diesem Härtetest nicht mehr stand, verabschiedet sich der Speicher des Computers gerne mit einem hässlichen Kreischen: Headcrash nennt das der Profi.

Für Datenverlust ist aber nicht immer der Ausfall der Hardware verantwortlich. Versehentliches Löschen sorgt mindestens ebenso oft für verzweifelte Blicke auf den Monitor. Hinzu gesellt sich der Verlust des Laptops als Quelle für den Verlust wichtiger Dateien. Oft übersteigt in solchen Fällen der Wert der Daten den der Hardware, auf dem sie liegen.

Als Rettungsanker in einer solchen Situation bietet sich das Wiedereinspielen eines Backups an. Daher staunen Profis immer wieder darüber, wie selten Heimanwender ihre Daten tatsächlich sichern. Woher kommt die Unlust gegenüber dem eigentlich unverzichtbaren Duplizieren der Dateien?

Backups anzulegen erscheint noch immer ziemlich mühsam. Wem der Platz fehlt, um Komplettsicherungen anzulegen, dem bleibt nichts anderes übrig, als von Hand Wichtiges von weniger Wichtigem zu trennen. Dabei geht viel Zeit verloren. Das Ergebnis des Sortierens fällt oft noch unbefriedigend aus – ein USB-Stick, auf dem unsortiert viele Versionen derselben Datei liegen, hilft im Schadensfall wenig.

Apple als Vorbild

Die Apple-Entwickler nahmen sich dieses Themas schon vor Jahren an und dachten darüber nach, wie sich das Erstellen von Backups für den Benutzer möglichst angenehm gestalten ließe. Als Ausweg präsentierte man schließlich die Time Capsule und das passende Programm Time Machine [1]. Einmal eingerichtet, erstellt die Anwendung in festgelegten Intervallen Sicherungen sämtlicher Daten des Anwenders.

Dabei setzt Time Machine auf inkrementelle Datensicherung. Das heißt, dass das Programm beim ersten Backup tatsächlich den kompletten Inhalt der gewählten Verzeichnisse sichert, bei folgenden Durchläufen aber nur noch die Dateien, die sich seit dem letztem Sichern verändert haben [2]. Identische Dateien ignoriert die Software. Das schont den Speicherplatz auf dem Backup-Medium und sorgt einen flotten Sicherungslauf. Findige Entwickler rund um Dan Oprea portierten die Idee auf Linux und versahen die Kreation mit dem Namen Back in Time [3].

Back in Time installieren

Ubuntu, Fedora und Mandriva halten Pakete zur Installation in ihren Repositories bereit, sodass sich Back in Time dort schnell und komfortabel über den jeweiligen Paketmanager einrichten lässt. Verwenden Sie eine andere Distribution, müssen Sie Back in Time selbst aus den Quellen übersetzen, die Sie auf der Downloadseite des Projekts sowie auf der Heft-DVD dieser Ausgabe finden.

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Back in Time arbeitet auf Basis von Ordnern. Sie legen in der Konfiguration fest, welche Verzeichnisse das Backup umfasst. Das darf durchaus das gesamte persönliche Verzeichnis sein, aber auch einzelne Ordner darin. Das Tool erstellt entweder per manuellem oder zeitgesteuertem Start Kopien auf einem von Ihnen festgelegten Medium. In den meisten Fällen kommt dabei eine externe Festplatte zum Einsatz.

Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt Daten aus dem Backup wiederherstellen wollen, so hilft Back in Time Ihnen dabei ebenfalls. Im Hauptfenster des Programms navigieren Sie zwischen dem aktuellen Zustand einer Datei und verschiedenen Versionen aus der Vergangenheit. Weiterhin sichert Back in Time die Berechtigungen von Dateien und Ordnern. Erstellen Sie zum Beispiel auf System A ein Backup, versucht das Programm beim Wiederherstellungsprozess auf einem anderen System, die Rechte der Dateien soweit wie möglich wieder herzustellen.

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Kommentare
FAT32 als Backupmedium?
Hans-Dieter Schulze, Sonntag, 31. Juli 2011 13:26:11
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Das als Beispiel angegebene FAT32 Dateisystem eignet sich nur sehr eingeschränkt als Backupmedium. Symbolische Links werden nicht unterstützt. Beim Zeichensatz gibt es auch Probleme.
Besser eignet sich ein echtes Linux-Dateisystem wie ext2 als Backupziel.


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Gibt es Debian noch?
Ferdinand Thommes, Donnerstag, 21. Juli 2011 12:21:35
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Im Kasten "Back in Time" wird eine meines Erachtens unsägliche Praxis praktiziert, die leider seit einiger Zeit immer weiter Raum greift:

Zitat: Ubuntu, Fedora und Mandriva halten Pakete zur Installation in ihren Repositories bereit,.....

Hab ich was verpasst? Gibt es Debian nicht mehr?
Genauso schlimm finde ich die Kennzeichnung von Debian Paketen im Netz als für Ubuntu/Debian geeignet. Es sollte mittlerweile bekannt sein, dass ein Debian System nicht jedes Ubuntu-Paket schadlos verdauen kann.

Ich finde es unzumutbar (und für viele User deren Kenntnisstand überfordernd), bei solchen Paketen immer erst die Abhängigkeiten checken zu müssen, oder aber ins Paket hinein zu schauen, ob es nun für Ubuntu gedacht ist oder für Debian.

Da Ubuntu ohne Debian NICHTS wäre, plädiere ich für:

1.) etwas mehr Respekt, indem man, wie oben, nicht Ubuntu erwähnt, und Debian nur gedanklich einschliesst, wenn überhaupt.

2.) etwas mehr Information über Pakete im .deb-Format im Netz anstatt der llapidaren Auszeichnung Ubuntu/Debian.


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Re: Gibt es Debian noch?
SuSEUser (unangemeldet), Freitag, 22. Juli 2011 07:53:00
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Das gleiche gilt für openSuSE. Denn dafür gibt es auch Pakete und diese Distribution ist wohl verbreiteter als Mandriva.


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