Minimalistisch
Gnome 3.0 im Überblick
Neue Tools
Gänzlich überarbeitet haben die Entwickler die Systemeinstellungen: Bislang verbarg sich dahinter eine Reihe eher lose verbandelter Tools, die ein Menü zusammenhielt. Die neue Systemsteuerung vereint die Werkzeuge nun unter einer Oberfläche (Abbildung 7) und frischt die Komponenten etwas auf.
Neu ist ein offizielles Werkzeug, um die lokalen Benutzer des Systems zu verwalten und neue Accounts einzurichten. Anwender dürfen aus diesem Fenster heraus ein Bild für das Login-Fenster auswählen. Verfügt der Rechner über eine Webcam, lässt sich mit dieser direkt ein entsprechender Schnappschuss aufnehmen. Ebenso konfigurieren Sie an dieser Stelle bei Bedarf ein Auto-Login.
Tweak Tool
Eventuell vermissen Sie die Möglichkeit, individuelle Einstellungen am Desktop vorzunehmen. Außer einem neuen Hintergrundbild erlaubt Gnome 3 bis dato offiziell keine Modifikationen – weder am Theme, noch an den Icons oder der Farbe der Desktop-Elemente. Diesen Weg schlugen die Entwickler bewusst ein: Sie vertreten die Ansicht, dass ein von vorneherein gut gestalteter Desktop dem Benutzer mehr Nutzen bringt als möglichst viele Optionen zum individuellen Gestalten der Oberfläche.
Tief in den Einstellungen von DConf schlummern aber nach wie vor die Schlüssel, über die Sie Theme, Schriftarten oder Icons auswählen. Allerdings ist der Weg über den DConf-Editor alles andere als komfortabel. Bequemer geht es mit dem Tweak Tool (Abbildung 8), das Sie bereits in den Paketquellen von Fedora 15 oder Ubuntu 11.04 (mit dem Gnome3-PPA) finden. Damit ändern Sie einige der viel diskutierten Einstellungen ohne großen Aufwand.
Mit dem Tweak Tool übergeben Sie die Kontrolle über den Desktop wieder an Nautilus, so dass Sie dort wieder Dateien ablegen können. Möchten Sie im Panel mehr als nur den Wochentag und die Uhrzeit sehen, hilft Ihnen die Software ebenfalls weiter.



